Background. The influence of immunosuppressants on hepatitis C virus (HCV) re-infection after liver transplantation, particularly mammalian target of rapamycin inhibitors, remains unclear. The aim of our study was to analyze the influence of everolimus (EVR) on HCV replication activity in the context of underlying molecular mechanisms, with focus on the pro-myelocytic leukemia protein (PML). Methods. HCV viral load was recorded in 40 patients with post-transplant HCV reinfection before and 8 weeks after introduction of EVR. An HCV cell culture replicon system for genotype (GT) lb, GT2b, and GT3a was used to compare the influence of EVR on HCV replication for the respective genotypes in vitro. Fluorescence-activated cell-sorting analysis was used to test for effects on cell proliferation. PML expression was silenced with the use of small hairpin RNA constructs, and PML expression was quantified by means of quantitative real-time polymerase chain reaction. Results. In patients with HCV, the viral load of GT1a and GT1b was hardly affected by EVR, whereas the viral load was reduced in patients with GT2a (P <= .0001) or GT3 infection (P <= .05). In vitro EVR impairs HCV replication activity of GT2a and GT3a up to 60% (P <= .0005), whereas in GT1b cells, HCV replication activity is increased by 50% (P <= .005). Replicon cell viability was not impaired. HCV replication activity is impaired in the absence of PML, which can be reversed by overexpression of PML isoforms. Furthermore, in the absence of PML, the effect of EVR on HCV replication activity is nearly abrogated. Conclusions. The mammalian target of rapamycin inhibitor EVR influences HCV replication via PML. The herein presented results suggest a genotype-dependent benefit for an EVR-based immunosuppressive regimen in patients with GT2a or GT3 reinfection after liver transplantation.
Hintergrund: Die neuen direkt antiviral wirkenden Therapeutika (DAAs) ermöglichen eine Verlaufsverbesserung der bisher schlechten Langzeitprognose und hohen Hepatitis C Virus (HCV)-Reinfektionsraten nach Lebertransplantation (LT). In diesem Zusammenhang wurde der Einfluss der immunsuppressiven Therapie (IS) auf die Wirkung der DAAs nicht untersucht. Mit unseren Untersuchungen wollen wir den Einfluss der verschiedenen IS (Calcineurin (CNI)- und mTor-Inhibitoren) auf die Wirkung der verschiedenen DAAs in vitro aufklären.
Interferon-inducible cholesterol-25-hydroxylase restricts hepatitis C virus replication via blockage of membranous web formation A Kusuma, I Romero-Brey, C Berger, CC Colpitts, T Boldanova, D Todt, PM Perin, P Behrendt, FWR Vondran, S Xu, C Goffinet, LM Schang, MH Heim, R Bartenschlager, T Pietschmann and E Steinmann Twincore, Institute of Experimental Virology, Hannover, Germany, Heidelberg University, Heidelberg, Germany, University of Alberta, Edmonton, AB, Canada, University of Basel, Basel, Switzerland, Medical School Hannover, Hannover, Germany
Interferon-inducible cholesterol-25-hydroxylase restricts hepatitis C virus replication via blockage of membranous web formation A Kusuma, I Romero-Brey, C Berger, CC Colpitts, T Boldanova, D Todt, PM Perin, P Behrendt, FWR Vondran, S Xu, C Goffinet, LM Schang, MH Heim, R Bartenschlager, T Pietschmann and E Steinmann Twincore, Institute of Experimental Virology, Hannover, Germany, Heidelberg University, Heidelberg, Germany, University of Alberta, Edmonton, AB, Canada, University of Basel, Basel, Switzerland, Medical School Hannover, Hannover, Germany
Hintergrund: Die Hepatitis C Virus (HCV)-Infektion ist bislang noch die häufigste Ursache für Lebertransplantationen (LT). In nahezu allen Fällen kommt es zu einer HCV-Reinfektion des Transplantats, mit einer schlechten Langzeitprognose. Neue direkt antivirale Therapeutika (DAAs) geben zwar eine Perspektive auf eine Verbesserung des Verlaufs, allerdings ist der Einfluss verschiedener immunsuppressiver Subtanzen (IS), insbesondere im Zusammenhang mit der antiviralen Therapie, auf den Verlauf der HCV-Reinfektion nach LT nicht geklärt. Wir haben den Einfluss verschiedener IS (Calcineurin (CNI)- und mTor-Inhibitoren) auf die Wirkung der DAAs in vitro untersucht. Methoden: Für die Untersuchungen wurden subgenomische HCV-Replikons verschiedener Genotypen (GT) verwendet und dabei der Einfluss der IS (Sirolimus (SRL), Everolimus (EVR), Cyclosporin A (CsA), Tacrolimus (TAC)) in Kombination mit verschiedenen DAAs (Sofosbuvir (SOF), Daclatasvir (DCV), Simeprevir (SIM), Ledipasvir (LDV)) auf die HCV-Replikationsaktivität untersucht. Zellproliferationsbedingte Effekte wurden mittels MTT-Assays ausgeschlossen. Die HCV-Replikationsaktivität wurde über qrt-PCR oder Luciferase-Assay bestimmt. Ergebnisse: Die Kombination von SOF mit mTor-Inhibitoren führt zu einer signifikanten Verstärkung der antiviralen Aktivität um 20% (P≤0,01), wohingegen die Kombination mit einem CNI die Wirkung von SOF nicht beeinflusst. Die Kombination von mTor-Inhibitoren mit DCV, SIM oder LDV führt ebenfalls zu einer signifikant gesteigerten antiviralen Wirkung der DAAs, je nach GT um bis zu 30%, wohingegen auch hier CNIs keinen Einfluss auf die antivirale Wirkung der untersuchten DAAs haben. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse legen nahe, dass die Wahl der immunsuppressiven Therapie einen Einfluss auf die Wirksamkeit verschiedener DAAs haben kann. mTor-Inhibitoren scheinen dabei die antivirale Wirkung verschiedener DAAs zu verstärken, wohingegen CNIs weder eine verstärkende noch abschwächende Wirkung zeigen.
Die Hepatitis C Virus (HCV) -Reinfektion nach Lebertransplantation (LT) ist ein gravierendes medizinsches Probleme aufgrund einer hohen Mortalität und schlechten Langzeitprognose der Patienten. Neue antivirale Behandlungsmöglichkeiten geben derzeit eine Perspektive auf eine Verbesserung des Verlaufs. Allerdings ist der Einfluss verschiedener immunsuppressiver Subtanzen, insbesondere der mTor-Inhibitoren, auf den Verlauf der HCV- Reinfektion nach LT nicht abschließend geklärt.
Die Hepatitis C Virus (HCV)-assoziierte Leberzirrhose ist derzeit noch eine der häufigsten Ursachen für eine Lebertransplantation. In nahezu 100% der Fälle erfolgt eine zügige HCV-Reinfektion des Transplantats. In wie fern die immunsupressive Therapie nach Lebertransplantation, insbesondere mit mTOR-Inhibitoren, einen Einfluss auf die HCV-Virusreplikation und die HCV-Rekurrenz haben ist bislang kontrovers und nicht geklärt.