BACKGROUND:On 27 June 2017 the Act on new regulation of the law for the protection against the harmful effects of ionizing radiation was passed. One of the main innovations in daily surgical practice in the now legally stipulated provisions is the lowering of the eye lens dose to 20 mSv/year (§§ 78, 212 Radiation Protection Act, StrlSchG). MATERIAL AND METHODS:To estimate the level of exposure of the eye lens to ionizing radiation that is to be expected in the course of surgical interventions, the dose that surgeons receive during surgery was determined. For this, the radiation exposure adjacent to the eye lens was measured using a forehead dosimeter while performing surgical interventions over a period of 8 weeks in 2 different operating rooms. RESULTS:As a result, a mean estimated eye lens radiation dose Hp (3) of 190 µSv could be determined during the 2‑month study period. Thus, the estimated cumulative radiation dose in 1 year of approximately 1.2 mSv was significantly below the threshold of 20 mSv/year. CONCLUSION:By complying with the common radiation protection measures in the context of operative interventions in orthopedics and trauma surgery, the legal limit value of 20 mSv/year is generally not expected to be exceeded.
Am 27.06.2017 wurde das Gesetz zur Neuregelung des Rechts zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung verabschiedet. Eine der wesentlichen Neuerungen in der täglichen chirurgischen Praxis in den jetzt gesetzlich festgelegten Bestimmungen stellt die Absenkung der Augenlinsendosis auf 20 mSv/Jahr (§§ 78, 212 StrlSchG) dar. Zur Abschätzung der Höhe der Augenlinsendosis, welche im Rahmen von chirurgischen Eingriffen zu erwarten ist, wurde durch Messung der Strahlendosis in der Nähe der Augenlinsen durch Stirndosimeter über einen Zeitraum von 8 Wochen in 2 unterschiedlichen OP die Augenlinsendosis ermittelt, die beim Operateur/der Operateurin im Zusammenhang mit den durchgeführten Eingriffen zu erwarten ist. Im Ergebnis konnte eine mittlere geschätzte Augenlinsendosis Hp(3) von 190 µSv innerhalb des 2‑monatigen Untersuchungszeitraumes ermittelt werden und lag damit bei einer kumuliert geschätzten Dosis über ein Jahr von ca. 1,2 mSv deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert von 20 mSv/a. Bei Einhaltung der gängigen Strahlenschutzmaßnahmen im Rahmen operativer Eingriffe in der Orthopädie und Unfallchirurgie ist in der Regel nicht mit einer Überschreitung des gesetzlichen Grenzwerts von 20 mSv/Jahr zu rechnen.
Der Beitrag beschreibt die operative Stabilisierung einer traumatischen Rippenserienfraktur mit ausgeprägter Thoraxdeformierung und respiratorischer Insuffizienz. Konservative Maßnahmen mit systemischer und regionaler Analgesie sowie mit nichtinvasiver Beatmung erbrachten keine Besserung. Daher erfolgte die „Single-port-VATS“-assistierte Osteosynthese der Rippenfrakturen (VATS: „single-port video assisted thoracoscopic surgery“). Die Thorakoskopie erleichterte die Reposition der imprimierten Rippen und die gleichzeitige Bilanzierung intrathorakaler Pathologien.