AnlaÈsslich des Symposiums zum 60. Geburtstag von Prof. Malte BuÈ hring in Berlin am 16. 01. 1999 gab Dr. Dr. B. Uehleke einen Ûberblick uÈ ber die Situation der Lehre und stellte eine Idealvorstellung vor. Unter der neuen Regierung wird es einen gaÈnzlich anderen Ansatz zu einer Approbationsnovelle geben; solange gilt die alte Approbationsordnung, in der das Gebiet «Grundlagen und MoÈ glichkeiten der Naturheilkunde und HomoÈ opathie» enthalten ist und mit 10 PruÈ fungsfragen in der 2. Ørztlichen PruÈ fung gepruÈ ft wird. BezuÈ glich Umfang und Inhalt der Lehrangebote an den einzelnen FakultaÈ ten ist nach wie vor eine grosse Streubreite festzustellen. FuÈ r die Zukunft wird ein zweiteiliges Lehrkonzept vorgeschlagen, welches im September in Ûberlingen innerhalb der AG diskutiert worden war: Ein Teil I der Naturheilkunde koÈ nnte bereits in den ersten Semestern angeboten werden, z. B. Hausmittel bei banalen Erkrankungen, da hierzu keine klinischen Vorkenntnisse erforderlich sind. Teil II waÈre eine Vertiefung und Ausweitung, die auf entsprechende Voraussetzungen bei den StudentInnen hinsichtlich Klinik, Pharmakologie, Biometrie aufbauen wuÈ rde. Uehleke stellte in Berlin dar, dass die Naturheilkunde eine ideale BruÈ cke zwischen naturwissenschaftlichen, vorklinischen FaÈchern und der Klinik bilden koÈ nnte, und leitete daraus die Forderung an die Politik ab, einen zukuÈ nftigen themenvernetzten Unterricht (z. B. Anatomie des Bewegungsapparates gleichzeitig mit Kurs uÈ ber Massage) durch zu institutionalisierende Vertreter der Naturheilkunde zu organisieren. Bericht aus der Arbeitsgemeinschaft «FED» (Fasten, ErnaÈhrung, DiaÈ tetik)
Die 13. Tagung der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft fuÈ r Phytotherapie (SMGP) am 12. November 1998 im Stadtcasino Baden war eine wuÈrdige Festveranstaltung zum 10jaÈhrigen Bestehen der SMGP. Die Tendenz, dass seit einigen Jahren die Anzahl der Tagungsteilnehmer kontinuierlich zunimmt, bestaÈtigte sich diesmal mit einem Teilnehmerrekord von mehr als 200 Interessierten. Jahreszeitengerecht war das Thema die Bedeutung der Heilpflanzen fuÈ r das Immunsystem.
Wie bereits angekuÈ ndigt, wird seit Mitte des Jahres 1998 auch die stiftungseigene Buchreihe «edition forschung» von der Stiftung selbst, im KVC Verlag, Essen, herausgegeben. Der erste im neuen Verlag erschienene Titel ist die Doktorarbeit von Nicola Clausius. Diese Doktorarbeit hat insofern einen besonderen Stellenwert, als die hier vorgestellten Daten die Grundlage fuÈ r die im «Lancet» (1997;350:834±843) veroÈ ffentlichte Arbeit von Klaus Linde et al.: «Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials» sind. Damit das wissenschaftliche Arbeiten mit dem umfangreichen Datenmaterial moÈ glich wird, liegt der tabellarische Anhang der VeroÈ ffentlichung auf Diskette bei.