In der vorliegenden retrospektiven Analyse wurden die Patienten der I. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien von 1975 bis 1988 analysiert und die beiden extrathorakalen Verfahren, nämlich Subklavia-Karotis-Transposition (TRP) und Karotis-Subklavia-Bypass (BYP), miteinander verglichen. Bei 32 Patienten kam die Transposition, bei 19 Patienten das Bypassverfahren zur Anwendung. Hinsichtlich der Überlebenswahr-Scheinlichkeit, intraoperativen Blutkonservenverbrauchs und Dauer der Anästhesie gab es keinen signifikanten Unterschied. Da Patienten mit Läsionen der proximalen Subklavia verglichen mit Patienten nach Karo-tisthrombendarteriektomie eine höhere Lebenserwartung haben und daher alle möglichen Späkomplikationen vermehrt auftreten können, ist ein dauerhaftes Rekonstruktionsverfahren anzustreben. Alle Transpositionen sind in Funktion geblieben, während Patienten, die mit dem Bypassverfahren behandelt wurden, 5 Verschlüsse (3 Sofort- und 2 Spätverschlüsse) hatten. Sowohl die von Reokklusionen freie Nachbeobachtungszeit (Breslow: p<0,006, Mantel: p<0,006) als auch die konservativ zu beherrschenden Komplikationen geben dem Transpositionsverfahren derzeit den Vorzug.