Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob die Habilitation in den Ingenieurwissenschaften noch zeitgemäß ist. Dazu wird zuerst der Begriff der Habilitation eingeführt und anschließend kurz auf die Historie der Habilitation eingegangen. Anhand der Habilitationsordnungen von 1816 und 1838 der Universität zu Berlin (Humboldt Universität Berlin) wird gezeigt, warum die Habilitation damals als zweites akademisches Prüfungsverfahren eingeführt wurde. Sie wurde dann bis zu Beginn dieses Jahrhunderts als eine zwingende Bedingung für die Erlangung einer Professur angesehen. Danach werden die in den letzten zwanzig Jahren neu geschaffenen Möglichkeiten der Juniorprofessur, der Qualitätsprofessur, des Nachwuchswissenschaftlers und die sogenannten habilitationsäquivalenten Leistungen vorgestellt und ein entsprechender Vergleich zwischen der Habilitation und den neuen Möglichkeiten gezogen. Nach einer kurzen Beschreibung der heutigen Rahmenbedingungen werden dann die Vor- und Nachteile einer Habilitation zusammengestellt. Den Abschluss bildet eine kurze Zusammenfassung.
This article first provides an overview of the historical development of control engineering in Germany, highlighting the most important figures in this field. It then discusses the significance of the German Research Foundation's (DFG) Priority Programs and goes on to present the DFG Priority Program "Control Engineering" from 1960, which, in retrospect, contributed to the rapid development of this field in Germany. The article then examines the control engineering colloquia that emerged as a result of the Priority Program and pays tribute to two prominent women in this field. It concludes with a brief summary.
Biological engineering is a new engineering discipline that is paving the way for new products and processes based on findings from biology. These allow for environmentally friendly production, use and disposal while at the same time creating high added value. Like any engineering discipline, biological engineering requires a sound university education, which is already being provided at many North American universities. The aim of the article is to motivate policymakers to take note of this development and to establish comparable departments and degree programs in the EU. Das Bioingenieurwesen ist eine neue Ingenieurdisziplin, die basierend auf den Erkenntnissen der Biologie neuartige Produkte und Verfahren erm & ouml;glicht. Diese erlauben eine umweltvertr & auml;gliche Herstellung, Nutzung und Entsorgung bei gleichzeitig hoher Wertsch & ouml;pfung. Wie jede Ingenieurdisziplin ben & ouml;tigt auch das Bioingenieurwesen eine fundierte universit & auml;re Ausbildung, wie es sie an vielen nordamerikanischen Universit & auml;ten bereits gibt. Ziel des Artikels ist es, Entscheidungstr & auml;ger auf diese in Nordamerika stattfindende Entwicklung aufmerksam zu machen und die Einrichtung vergleichbarer Fakult & auml;ten und Studieng & auml;nge in der EU zu motivieren.
Frank Allgöwer wurde am 23.05.1962 in HeilbronnSontheim geboren und ist in Freudenstadt aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er von 1981 bis 1987 an der Universität Stuttgart bzw. der University of California at Los Angeles (UCLA) Technische Kybernetik und Angewandte Mathematik. Nach dem Studium war er von 1988 bis 1995 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik (Leiter: Prof. Dr.-Ing. Dr. hc mult. Ernst Dieter Gilles) tätig. Hier beschäftigte er sich mit theoretischen Fragestellungen auf dem Gebiet der nichtlinearen Systeme. Die Ergebnisse seinerwissenschaftlichenUntersuchungen fasste er in seiner Dissertationsschrift „Näherungsweise Ein/ Ausgangslinearisierung nichtlinearer Systeme zusammen, die er im Jahre 1996 mit dem Prädikat „summa cum laude“ erfolgreich verteidigte. Zwischendurch war er von 1991 bis 1992 noch als Visiting Research Associate am California Institute of Technology, Pasadena, CA, USA und von 1995 bis 1996 bei DuPont Experimental Station, Wilmington, DE, USA. Von 1996 bis 1999 war er dann Assistenzprofessor für nichtlineare Systeme im Department Elektrotechnik der