Zielsetzung: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat Schweißrauch, hexavalentes Chrom (Cr(VI)) und bestimmte Verbindungen von Nickel (Ni) als krebserzeugend eingestuft (Group 1). Bisher wurden diese Expositionen bei Schweißern nicht gemeinsam anhand von Messwerten quantifiziert und untersucht. Wir ermittelten das Lungenkrebsrisiko von männlichen Schweißern in Abhängigkeit von der kumulativen Exposition gegenüber Schweißrauch, Cr(VI) und Ni.
Einleitung: Die Impulsoszillometrie (IOS) ist ein einfach durchzuführender Lungenfunktionstest, der bislang vor allem in der Pädiatrie angewandt wird. Angesichts der zunehmenden Alterung in der Bevölkerung kann die IOS aber auch bei älteren Patienten mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen eine aussagekräftige Ergänzung zur Spirometrie sein. In dieser Studie werden deshalb Referenzwerte für die IOS bei Erwachsenen bis ins hohe Alter etabliert.
Einleitung: Die Telomerenlänge gilt als Maß für das biologische Alter. Studien zeigen, dass sie bei Rauchern und Patienten mit Lungenerkrankungen, insbesondere COPD, relativ zu Gesunden verringert ist; dies gilt als Anzeichen vorzeitiger Alterung. Wir untersuchten die mögliche Assoziation zwischen Lungenfunktion und Telomerenlänge in der Gesamtpopulation und in stratifizierten Untergruppen.
BACKGROUND:The association between dietary fatty acid intake and the development of atopic diseases has been inconsistent. This could be due to inter-individual genetic differences in fatty acid metabolism.OBJECTIVE:The aim of the current study was to assess the influence of FADS1 FADS2 gene cluster polymorphisms on the association between dietary fatty acid intake and atopic diseases and allergic sensitization in 10-year-old children.METHODS:The analysis was based on data from two German prospective birth cohort studies. Data on margarine and fatty acid intake were collected using a food frequency questionnaire. Information on atopic diseases was collected using a questionnaire completed by the parents. Specific IgE against common food and inhalant allergens were measured. Six variants of the FADS1 FADS2 gene cluster (rs174545, rs174546, rs174556, rs174561, rs174575 and rs3834458) were tested. Logistic regression modelling, adjusted for gender, age, maternal education level and study centre, was used to analyse the association between fatty acid intake and atopic diseases stratified by genotype.RESULTS:No significant association was found between the six FADS single nucleotide polymorphisms (SNPs) and allergic diseases or atopic sensitization. The total n-3/total n-6 ratio was positive associated with an increased risk of hayfever in homozygous major allele carriers ranging from an adjusted odds ratios of 1.25 (95%-CI: 1.00-1.57) to 1.31 (95%-CI: 1.01-1.69) across the six tested SNPs although this association was not significant anymore after correcting for multiple testing. Daily margarine intake was significantly associated with asthma [1.17 (1.03-1.34) to 1.22 (1.06-1.40)] in individuals carrying the homozygous major allele. This association was also significant after correcting for multiple testing.CONCLUSIONS & CLINICAL RELEVANCE:The association between dietary intake of fatty acids and allergic diseases might be modulated by FADS gene variants in children.
Humans sleep approximately a third of their lifetime. The observation that individuals with either long or short sleep duration show associations with metabolic syndrome and psychiatric disorders suggests that the length of sleep is adaptive. Although sleep duration can be influenced by photoperiod (season) and phase of entrainment (chronotype), human familial sleep disorders indicate that there is a strong genetic modulation of sleep. Therefore, we conducted high-density genome-wide association studies for sleep duration in seven European populations ( N =4251). We identified an intronic variant (rs11046205; P =3.99 × 10 −8 ) in the ABCC9 gene that explains ≈5% of the variation in sleep duration. An influence of season and chronotype on sleep duration was solely observed in the replication sample ( N =5949). Meta-analysis of the associations found in a subgroup of the replication sample, chosen for season of entry and chronotype, together with the discovery results showed genome-wide significance. RNA interference knockdown experiments of the conserved ABCC9 homologue in Drosophila neurons renders flies sleepless during the first 3 h of the night. ABCC9 encodes an ATP-sensitive potassium channel subunit (SUR2), serving as a sensor of intracellular energy metabolism.
Fragestellung: Genexpressionsprofile sind nicht nur erbliche Eigenschaften, sondern werden auch wesentlich durch Umwelt- und Lebensstilfaktoren geprägt. Bislang ist allerdings nicht bekannt, wie Genexpressionsmuster mit Störungen des Glukosestoffwechsels zusammenhängen. Daher bestimmten wir die genomweite Genexpression im peripheren Blut und untersuchten deren Assoziation mit Nüchtern- sowie 2-Stunden-Glukosewerten in der populationsbasierten KORA F4 Studie. Ziel dieser Analyse ist es, die mit dem gestörten Glukosestoffwechsel assoziierten pathophysiologischen Prozesse besser zu charakterisieren, die zur Manifestation des Typ 2 Diabetes beitragen.
Hintergrund: Einige Studien zeigen, dass Blutdruck und Lungenfunktion negativ assoziiert sind. Außerdem wird der potentielle Einfluss einer antihypertensiven Therapie, insbesondere von Betablockern, auf die Lungenfunktion kontrovers diskutiert. Bisher wurde der Einfluss von Betablockern nur bei Patienten mit bestehender Lungenfunktionseinschränkung untersucht. Ziel dieser Analyse ist es daher zu untersuchen inwiefern Bluthochdruck und antihypertensive Therapie einen negativen Effekt auf die Lungenfunktion bei Erwachsenen haben.
Die gesundheitlichen Auswirkungen von PM10-Feinstaub und vor allem PM2.5-Feinstaub sind in zahlreichen epidemiologischen Studien nachgewiesen worden. Toxikologische Untersuchungen zeigen, dass Feinstaub aus den Abgasen des Kfz-Verkehrs (und insbesondere aus Diesel-Pkws und -Lkws) erheblich relevanter ist als Feinstaub aus anderen Quellen. Es gibt mittlerweile auch eine nennenswerte Zahl von epidemiologischen Studien, die den Einfluss der Schadstoffbelastung durch den Straßenverkehr auf die Gesundheitsrisiken der Anwohner direkter untersucht haben. Im Vortrag werden einige von ihnen beispielhaft vorgestellt.
Einleitung/Hintergrund: Die Assoziation zwischen Polymorphismen im Intron 1 des „fat mass and obesity associated“ Gens (FTO) und adipositasbezogenen Merkmalen, ist eine der am besten belegten Assoziationen zwischen genetischen Markern und komplexen (Krankheits)merkmalen. Dies gilt sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Über die longitudinale Dynamik dieses Zusammenhangs für die Entwicklung des Body-Mass-Index (BMI) sowie für Übergewicht, und Adipositas ist allerdings nur wenig bekannt. Material und Methoden: Diese Studie basiert auf den 2732 reif geborenen Neugeborenen der deutschen GINI-plus und LISA-plus Geburtskohortenstudien, für die Genotypisierungsdaten der FTO Varianten rs1558902 (T>A) bzw. rs9935401 (G>A) vorlagen. Die Kinder wurden von der Geburt bis zum Alter von 6 Jahren nachverfolgt. Bis zu 9 anthropometrische Messungen pro Kind wurden erhoben. Zielgrößen waren BMI, Übergewicht und Adipositas. Letztere wurden mittels der neuen alters- und geschlechtspezifischen Referenzwerte für Kinder der WHO standardisiert definiert. Fractional-Polynomial-Generalized-Estimation-Equation-Modelle wurden angewandt, um entwicklungsbezogene, zeitliche Trends und deren potentielle Abhängigkeit vom Genotypstatus abzuschätzen. Ergebnisse: In den ersten 3 Jahren zeigten sich keine Unterschiede im BMI zwischen den Genotypen beider Varianten. Jedoch konnte ab dem Alter von 3 Jahren ein höherer BMI für homozygote Träger des beschriebenen, selteneren Adipositasrisikoallels im Vergleich zu den anderen beiden Genotypgruppen beobachtet werden. Innerhalb der Grenzen der gegebenen Power waren keine längsschnittlichen Zusammenhänge der Varianten für Übergewicht oder Adipositas zu entdecken. Diskussion/Schlussfolgerungen: Dies ist eine der ersten Studien, die detailliert die Entwicklung des BMI in Abhängigkeit vom FTO Genotyp zwischen Geburt und dem Alter von 6 Jahren in einer nicht für den Phänotyp selektierten Geburtskohorte untersucht. Es zeigte sich, dass sich die Assoziation zwischen BMI und FTO Genotyp schrittweise entwickelt und dass diese ab dem Alter von 3 Jahren beobachtbar ist.
Introduction: Smoking is a strong risk factor for lung cancer. As part of a series of supplemental analyses of the project SYNERGY that has been designed as a pooled analysis of lung cancer studies on the interaction of occupational carcinogens the risk of smoking was estimated for histological subtypes. Materials and Methods: This dataset comprised 10,050 cases (8,403 males, 1,647 females) and 12,388 controls (10,246 males, 2,142 females) from 11 European countries. Odds ratios (ORs) and 95% confidence intervals (CIs) of smoking cigarettes for squamous cell carcinoma (SqCC), small cell lung carcinoma (SCLC), and adenocarcinoma (AdCa) were estimated with logistic regression models in men and women, conditional on study center, adjusted for smoking of any other type of tobacco (yes/no) and age (in five-year classes). Results: Only 2% males and 29% females were never smokers, with AdCa as leading subtype. In current smokers, 54% men and 35% women had a diagnosis of SqCC. Current smoking of cigarettes was associated with an OR of 45.3 (95% CI 33.3–61.6) for SqCC, 43.0 (95% CI 27.5–67.3) for SCLC, and 9.2 (95% CI 7.2–11.7) for AdCa among men. The corresponding risk estimates in women were 12.4 (95% CI 9.2–16.5) for SqCC, 17.7 (95% CI 12.4–25.3) for SCLC, and 3.2 (95% CI 2.5–4.0) for AdCa. High risks of current smoking of >30 cigarettes/day were observed for SqCC (OR 91.6; 95% CI 64.2–130.6) and SCLC (OR 84.5; 95% CI 51.2–139.6) in men and for SqCC (OR 46.9; 95% CI 17.3–127.1) and SCLC (OR 77.4; 95% CI 22.7–263.8) in women. Conclusion: Cigarette smoking in our study was associated with a considerably higher risk both for SqCC and SCLC than for AdCa. These observations corroborate findings from experimental and former epidemiological studies.
Hintergrund: Zusammenhänge zwischen der Lufttemperatur und der Zahl der täglichen Todesfälle sind durch zahlreiche Studien nachgewiesen. Ziel dieser Studie war es, den Einfluss der Temperatur auf die Mortalität in Städten und Landkreisen Bayerns zu untersuchen. Material und Methoden: Anzahlen täglicher Sterbefälle aufgrund von natürlichen Todesursachen für die Städte München, Nürnberg und Augsburg sowie den Landkreisen München, Rosenheim, Augsburg und Fürstenfeldbruck wurden vom bayerischen Landesamt für Statistik und Datenerhebung für den Zeitraum 1990 bis 2006 zur Verfügung gestellt. Meteorologische Daten für die Städte und Regionen wurden vom Deutschen Wetterdienst sowie vom Bayerischen Landesamt für Umwelt bezogen. Der Zusammenhang zwischen 2- bzw. 14-Tage-Mitteln der mittleren Tagestemperatur und täglicher Mortalität wurde mittels semiparametrischer Poisson-Regressionsmodelle untersucht. Dabei wurden die Analysen im ersten Schritt für alle Städte und Landkreise getrennt durchgeführt. Als mögliche Störgrößen der Temperatur-Mortalitäts-Beziehung wurden zeitlicher Trend, Saison, Influenzawellen, Kalendereffekte, relative Feuchte und Luftdruck berücksichtigt. Städte- bzw. Landkreis-spezifische Expositions-Wirkungsbeziehungen zwischen Temperatur und Mortalität wurden im Anschluss mittels Meta-analytischer Modelle zu einem Gesamtschätzer zusammengefasst. Darüber hinaus wurden Geschlecht und Alter als mögliche Effektmodifizierer analysiert. Ergebnisse: Insgesamt zeigte sich eine signifikante Assoziation der natürlichen Mortalität mit den 2-Tage-Mitteln der Temperatur oberhalb eines Schwellenwertes. So führte ein Anstieg des 2-Tage-Mittels um 5°C oberhalb des Schwellenwertes von 20°C zu einem Anstieg des Gesamtmortalitätsrisikos (Relatives Risiko (RR): 1.015; 95%-Konfidenzintervall (95%-KI): 1.009–1.020). Im Gegensatz dazu konnten für die 14-Tage-Mittel generell Assoziationen für abfallende Temperaturen gesehen werden, mit einem RR von 1.038 (95%-KI: 1.026–1.050) für einen Abfall um 5° C. Außerdem war ein leicht erhöhtes Risiko für Frauen im Vergleich zu Männern zu erkennen. Des Weiteren waren vor allem ältere Menschen von Temperatureffekten betroffen. Schlussfolgerungen: In diesem Projekt konnte ein Zusammenhang zwischen ansteigenden bzw. abfallenden Temperaturen und Mortalität beobachtet werden. Mögliche Präventionsschritte für vulnerable Teile der Bevölkerung sollten somit Maßnahmen bzw. Empfehlungen sowohl für Hitze als auch für Kälte beinhalten.
Focus on Alternative and Complementary TherapiesVolume 9, Issue s1 p. 7-7 CAM in allergies – determinants of use A Bockelbrink, A Bockelbrink Institute of Medical Statistics and Epidemiology Technical University Munich, Ismaningerstr. 22, Munich, 81675, GermanySearch for more papers by this authorJ Ring, J Ring Department of Dermatology and Allergy Technical University Munich, am Biederstein, Munich, GermanySearch for more papers by this authorHE Wichmann, HE Wichmann Institute of Epidemiology and Institute of Medical Data Processing, Biometrics and Epidemiology, GSF National Research Centre for Environment and Health, Ludwig-Maximilians-University Munich, Munich, GermanySearch for more papers by this authorT Schäfer, T Schäfer Department of Social Medicine, Medical University Lübeck, Lübeck, GermanySearch for more papers by this author A Bockelbrink, A Bockelbrink Institute of Medical Statistics and Epidemiology Technical University Munich, Ismaningerstr. 22, Munich, 81675, GermanySearch for more papers by this authorJ Ring, J Ring Department of Dermatology and Allergy Technical University Munich, am Biederstein, Munich, GermanySearch for more papers by this authorHE Wichmann, HE Wichmann Institute of Epidemiology and Institute of Medical Data Processing, Biometrics and Epidemiology, GSF National Research Centre for Environment and Health, Ludwig-Maximilians-University Munich, Munich, GermanySearch for more papers by this authorT Schäfer, T Schäfer Department of Social Medicine, Medical University Lübeck, Lübeck, GermanySearch for more papers by this author First published: 14 June 2010 https://doi.org/10.1111/j.2042-7166.2004.tb04496.xRead the full textAbout ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinked InRedditWechat No abstract is available for this article. Volume9, Issues1March 2004Pages 7-7 RelatedInformation
Einleitung: Die adäquate Durchführung der Spirometrie bereitet Patienten im hohen Alter häufig Schwierigkeiten. Die Impulsoszillometrie (IOS) kann hier eine Alternative darstellen. Ziel der vorliegenden Studie war eine vergleichende Evaluation beider Methoden im Hinblick auf ihre Aussagefähigkeit und Durchführbarkeit bei Gesunden gegenüber Patienten mit obstruktiver Ventilationsstörung.
Besides variants in the TCF7L2 gene, 20 variants predisposing for type 2 diabetes (T2DM) in Caucasians have been identified in genome wide association (GWA) studies so far [1] [2]. The T2DM locus KCNQ1 (potassium voltage-gated channel, KQT-like subfamily, member 1) emerged from two GWA studies conducted in different independent Asian and Scandinavian populations [3] [4]. Both studies concordantly reported on rs2237895 as one of the polymorphisms that predispose to T2DM, but only Unoki et al. could demonstrate this association in a European sample [3] [4]. KCNQ1 encodes the pore-forming subunit of a voltage-gated K+ channel (KvLQT1) that is also expressed in brain, adipose tissues, and pancreas [5].