Hintergrund Die Elastografie stellt eine nichtinvasive Darstellung der Gewebe-Konsistenz („elektronische Palpation“) dar. Da maligne Infiltration Gewebe steifer macht, soll es der Unterscheidung maligner von benignen Lymphknotenvergrößerungen dienen. Wir analysierten die Ergebnisse der EBUS-Elastographie bei Patienten mit gesicherter Lymphknotentuberkulose um den Stellenwert bei benignen Differenzialdiagnosen zu beleuchten.
Hintergrund Der Befall mediastinaler Lymphknoten ist häufig, wird aber nicht immer systematisch mikrobiologisch gesichert. Wir untersuchten welchen Beitrag die EBUS-TBNA Technik leisten kann.
Einleitung Für pulmonale Mykobakteriosen sind einige Risikofaktoren beschrieben. Neben immunkomprommitierenden Erkrankungen sind es bei den pulmonalen Infektionen meist strukturelle Erkrankungen der Lunge, die für die Infektion mit Nicht-tuberkulösen Mykobakterien (NTM) verantwortlich sind. In der Mehrzahl der Fälle liegt eine COPD zu Grunde, Bronchiektasen, Cystische Fibrose, primäre ziliäre Dysfunktion, Pneumokoniosen und die Alveolarproteinose sind weitere Beispiele. Die Inzidenz, Prävalenz und Hospitalisierungsrate und Mortalität der pulmonalen NTM-Erkrankung haben über die letzten Jahrzehnte weltweit zugenommen. In unserem Kollektiv sind in den letzten Jahren wiederholt Patienten aufgefallen, deren pulmonale NTM-Infektion sich auf dem Boden von Perfusionsstörungen der Lunge entwickelt hat. Diese Patienten werden im Rahmen einer Fallserie dargestellt.
QuantiFERON-TB Gold IT analyses interferon-γ release from CD4+ T cells after stimulation with specific tuberculosis (TB) antigens. Its sensitivity is approximately 80% for active TB. A new test generation (QFTGplus) also analyses the response of CD8+ T cells. We investigated both test generations in a direct head-to-head comparison in a German pulmonary hospital. Sensitivity rates for active TB were identical, no matter whether diagnosis was bacteriologically confirmed or not.
Im Jahr 2015 kamen nach Angaben des Bundesamts für Migration ca. 1 Million Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland. Viele von ihnen kommen aus Ländern mit hoher Tuberkulose-Inzidenz. Das Risiko von Flüchtlingen, eine Tuberkulose zu entwickeln, wird als besonders hoch eingeschätzt. Nach Asylverfahrensgesetzt ist eine Bildgebung der Lunge Bestandteil der Screening-Untersuchungen bei Erstregistrierung eines Flüchtlings. Patienten mit auffälligem Röntgen-Thorax werden in einer Vielzahl der Fälle mit Verdacht auf ansteckungsfähige Tuberkulose stationär abgeklärt. Unsere Arbeit widmet sich den sogenannten falsch-positiven Befunden, d.h. radiologischen Auffälligkeiten von Asylsuchenden, die nach weiterer diagnostischer Abklärung keiner aktiven Tuberkulose zuzuordnen waren.
Nepal gehört zu den Ländern mit der höchsten Tuberkulose (TB)-Inzidenz in Asien. Obwohl sich die Fallfindung in den letzten 10 Jahren positiv entwickelt hat, bleiben mehr als zwei Drittel der Kinder mit TB unentdeckt. Das Kuratorium TB in der Welt betreibt in Kathmandu das TB-Zentrum GENETUP mit dem Nationalen TB-Referenzlabor. In der angegliederten Klinik werden ca. 770 TB-Patienten pro Jahr betreut. Mit TRACK soll die Effizienz aktiver Fallfindung für Kinder-TB in Nepal untersucht werden.
Molecular tests to detect the presence of Mycobacterium tuberculosis and genetic polymorphisms in the rpoB gene conferring resistance to rifampicin (RMP) have become integral parts of tuberculosis diagnostics worldwide. These assays are often performed sequentially or in parallel to phenotypic drug susceptibility testing. Discordances between molecular and phenotypic tests invariably occur. Root causes range from pre-, post- and analytic errors to co-existence of non-tuberculous mycobacteria, silent mutations, mutations outside the 81 base-pair RMP resistance-determining region, non-canonical mutations conferring increased minimal inhibitory concentrations below the critical concentration in some phenotypic drug susceptibility tests, and heteroresistance. Resolving discordant results is challenging. This guide aims to assist both clinicians and microbiologists in interpreting discordances by providing a structured approach to manage further investigations. Case scenarios are discussed, including the likelihood of occurrence.
Wir präsentieren einen 49-jährigen türkischen Patienten mit multiresistenter (MDR), kavernöser Silikotuberkulose. Als Begleiterkrankung war ein primärer Hypoparathyreoidismus bekannt, gut substituiert mit oraler Einnahme von Kalzium und Magnesium. Der Mykobakterium tuberkulosis (MTB) Erreger zeigte sich phänotypisch resistent gegenüber Isoniazid, Rifampicin, Ethambutol, Protionamid und Streptomycin. Der Patient wurde direkt überwacht behandelt mit Moxifloxacin, Amikacin, Pyrazinamid, Terizidon und Linezolid. Zu Beginn konnte die Empfindlichkeit des Erregers gegenüber Chinolonen sowohl durch einen genetischen gyrA Hybridisierungs-Assay, als auch durch eine phänotypische Resistenztestung bestätigt werden. Aufgrund anhaltend positiver Kulturen acht Wochen nach antituberkulöser Behandlung wurde erneut eine phänotypische Resistenztestung angefordert. Hierbei zeigte sich eine Resistenz gegenüber Ofloxacin und Moxifloxacin, sowohl in der genetischen, als auch phänotypischen Resistenztestung. Dabei ergab sich eine Übereinstimmung des MTB Stamms im IS6110 fingerprint. Folglich ist von einer erworbenen Resistenz gegenüber Chinolonen trotz direkt überwachter Behandlung auszugehen. Im Verlauf wurde Moxifloxacin im Rahmen eines "compassionate use" Programms durch Bedaquilin ersetzt. Dieses Regime wurde von dem Patienten gut toleriert und der Allgemeinzustand stabilisierte sich rasch. Innerhalb von vier Wochen ergab sich eine kulturelle Sputumkonversion.