Innerhalb des steirischen Vulkanbogens steht eine miozäne, saure, kalibetonte Magmenentwicklung einer pliozänen, basischen, atlantischen Magmenentwicklung gegenüber. Variationsdiagramme, in denen die Metalloxyde der Hauptkomponenten gegen SiO2 aufgetragen sind, bringen diese beiden Entwicklungen zum Ausdruck: Im Bereich von etwa 50% SiO2 kann im Kurvenverlauf einiger Komponenten besonders bei K2O, TiO2 aber auch bei MgO, Fe2O3 und Al2O3 deutlich eine Diskontinuität bemerkt werden. Unter Einbeziehung des Vulkanismus des mittleren Burgenlandes und der angrenzenden Gebiete Ungarns werden diese Verhältnisse noch deutlicher, Abb. l und 3.
Als Mineralien in den Hohlräumen des Nephelinites treten einmal solche auf, die auch gesteinsbildend, zumindest in ähnlicher Weise vorkommen. Die Bildung von Salit, Apatit, Nephelin, Magnetit, Nosean-Hauyn und Leuzit oder Analzim in die mit Gas gefüllten Blasenräume sicher bei hohen Temperaturen gegen Schluß der Verfestigung des Nephelinites. Eine Umwandlung von eventuell gebildetem Analzim zu Leuzit durch Kaliumionen-hältige Lösungen erfordert geringere Temperaturen und kann wohl bereits in eine hydrothermale Phase, gemeinsam mit der Kalkspat-, Baryt- und Gismondin-Bildung gestellt werden. Auch die weitere Umwandlung des Leuzites in Harmotom gehört hierher. Die Zufuhr von Bariumionen, die wie erwähnt auch in Weitendorf,H. Meixner (1939) und in Kollnitz,E. J. Zirkl (1962) ihre Parallele hat, führt hier in Wilhelmsdorf nicht nur zur Bildung von Baryt wie in Kollnitz, sondern auch zur Bildung von Harmotom wie in Weitendorf. Man wird übrigens z. B. etwa auf Grund der Beobachtungen vonG. P. L. Walker (1962) wohl auch noch andere Zeolithe erwarten können, wie z. B. Chabasit, Thomsonit und Philippsit, die auch vom nahen Klöcher Bergland her bekannt sind,H. Meixner, M. H. Hey undA. A. Moss (1956). Für den Sanidin erscheint eine Bildung als Reaktionsprodukt an einem Einschluß bei hohen Temperaturen sehr wahrscheinlich.A. Hödl (1942) hat an dem weiter entfernten Bezirkssteinbruch von Waltra, ebenfalls in der Nephelinitdecke des Stradner Kogels, diese Möglichkeit der Sanidinbildung schon in Betracht gezogen. Damit gehört die Sanidinbildung der Sanidinfazies an.
Es ist möglich mit Hilfe von Weiβenberg-Äquatoraufnahmen mit Röntgenlicht und mit sichtbarem Licht jene Kristallflächen, deren Zonenachse die Drehachse der Kamera ist, dem Gitter zuzuordnen. Durchsichtige, prismatische Kristalle liefern unler bestimmten Bedingungen Lichtfiguren, aus denen ein mittlerer Brechungsquotient abgeschätitzt werden kann.
Inhalt Die basaltische Hornblende von Cernošin, CSR, wird optisch, chemisch und röntgenographisch untersucht.
Optische und röntgenographische Untersuchungen zeigen, daß die Quarzstengel im Schriftgranit von Zwiesel über mehrere Zentimeter in ihrem optischen Drehvermögen und in der Orientierung konstant bleiben.
Die untersuchte Substanz ist triklin. Zur kristallographischen Beschreibung werden die reduzierten Zellen nachDelaunay bzw.Dirichlet sowie eine morphologische Aufstellung benützt.
Es werden Kluftkarinthine von der Saualpe in Kärnten kristallo-graphisch, optisch, chemisch und röntgenographisch untersucht.
Die röntgenographisch bestimmten Daten an einem bergfrischen Laumontit mit etwas mehr als drei Molekülen H2O pro Formeleinheit sind a0=14·67±0·15 Å, b0=13·12±0·07 Å, c0=7·52±0·10 Å, β=111°36′. Das Diffraktionssymbol ist 1 2/m 1 C ... mit den möglichen Raumgruppen C 2-C 2 3 Cm-C s 3 und C 2/m-C 2h 3 . Falls die in der Literatur aufscheinende Angabe der Kristallklasse von Laumontit mit 2/m-C2h als gesichert angesehen werden kann, ist die Raumgruppe C 2/m-C 2h 3 . Nach dem positiven piezoelektrischen Effekt, bestimmt durch D.S. Coombs (1952) ist die Raumgruppe Cm-C s 3 oder C 2-C 2 3 . In der bestimmten Zelle haben vier Formeleinheiten CaAl2Si4O12. 4 H2O Platz.
An Warditkristallen von einem neuen Fundpunkt (Nordseite des Millstätter Sees, Kärnten) konnte die Raumgruppe mit D 4 4 −P41212 bzw. D 4 8 −P43212 bestimmt werden. Als Gitterkonstante ergeben sich Werte, die etwas größer sind als die vonE. S. Larsen (1942) an Material vonBeryl Mountain, New Hampshire bestimmten. Auf eine Analyse des Materiales mußte wegen der geringen Menge des Materiales verzichtet werden.
Mit Hilfe von Laueaufnahmen ‖ [0001] des Quarzes wird nachgewiesen, daß die Parallelstellung in den Maxima („Verwachsungsgesetz”) nicht nur für die Z-Achsen, sondern auch für die X-Achsen des Quarzes gilt. Quarzeinzelkörner werden als Einkristalle und Dauphinéer Zwillinge erkannt. Auf die Möglichkeit einer linearen Strukturanalogie zwischen Feldspat und Quarz in schriftgranitischen Verwachsungen nach dem Trapezoedergesetz, wie sie auch in der Literatur schon erwähnt (6, 7) wurde, wird hingewiesen.
Die Quarzkörner von Schriftgraniten werden mit der optischen Methode auf ihr Drehvermögen hin untersucht. Messungsergebnisse von etwa 4000 Quarzkörnern werden vorgelegt. Die Verteilung von Rechts- und Links-quarzen ist in Bereichen von etwa 100 Körnern und mehr nicht statistisch.
Es wird gezeigt, daß es möglich ist, die Quarzzwillinge nach dem Dauphinéer, Brasilianer und Dauphiné-Brasilianer Gesetz durch das optische Verhalten (Drehvermögen und Achsenbild) und durch Laucaufnahmen ⊥ (0001) zu bestimmen (Tab. 1). Über die Deulung anomaler Quarzachsenbilder (einachsig nicht zirkularpolarisierend und zweiachsig) wird diskutiert. Kristalle von Weitendorf, Hüttenberg und vom Falkenstein werden nach dieser Methode behandelt und als komplexe Dauphiné Brasilianer Zwillinge (Weitendorf und Hüttenberg) bzw. als Einkristalle und Dauphinéer Zwillinge (Falkenstein) erkannt.
Im ersten Abschnitt wird darauf hingewiesen, daß die Zeichnung eines schiefen Kristallbildes aus einer stereographischen Projektion dann besonders bequem ist, wenn der „Winkelpunkl” in die Mitte der Projektion gewälzt ist. Die graphische Wälzung ist in der stereographischen Projektion sehr leicht durch-zuführen, weshalb diese Projektionsart sich für die beschriebenc Zeichenart besonders eignet.
Die sehr seltene Erscheinung, aus der Entwicklung von Kristallflächen auf Rechts-Linksverzwilligung an ostalpinen Quarzen schließen zu können, konnte an einem Beispiel von Soboth (Steiermark) festgestellt werden. Die Kristalle dieses Fundortes sind auch durch die Ausbildung von positiven und negativen Trapezoedern gekennzeichnet. Ein, in der Literatur (9) beschriebener morphologisch erkennbarer, Rechts-Linkszwilling von Quarz von der Pack (Steiermark) konnte als Dauphinéer-Zwilling neu gedeutet werden. Dieser Quarzkristall ist als Beispiel für morphologisch erkennbare Rechts-Linksverzwilligung zu streichen. Die relativ häufige Erscheinung, daß in cinem wesentlich einheitlich drehenden Dauphinéerzwilling kleine, anders drehende Lamellen eingewachsen sind, konnte aus morphologischen Daten (Schilderhausstreifung) und an Achsenplatten bestätigt werden.