The aim of the study was to validate the "German Health Behavior in Children Questionnaire" (GEKI; Meier, Eschenbeck, & Kohlmann, 2013) by examining agreement among children's self-reports and their parents' and classmates' proxy ratings. In Study 1, 284 parent-child pairs and 82 classmate-child pairs were included; Study 2 comprised 396 child-parent-classmate triads. The self-other correlations between the corresponding subscales of health protective behaviors (road safety, sun safety, dental hygiene) and eating behaviors (unhealthy eating, healthy eating, bringing school lunch) were modest to high. Correlations were higher for road safety and bringing school lunch and lower for sun safety and dental hygiene. Self-other correlations were (with one exception) not moderated by the child's gender or age. After controlling for gender and age, the proxy ratings from parents and classmates remained significant predictors for all self-reported health behaviors. Especially for road safety and unhealthy eating, parents rated their child's behavior more favorably. Results support the validity of the newly developed health behavior questionnaire.
Zusammenfassung. Mit dem Ziel der Validierung des „Fragebogens zum Gesundheitsverhalten von Kindern“ (GEKI, Meier, Eschenbeck & Kohlmann, 2013 ) wurden Zusammenhänge gesundheitsbezogener Verhaltensweisen von Kindern im Selbstbericht mit Fremdeinschätzungen durch Eltern sowie Mitschüler geprüft. In Studie 1 nahmen 284 Eltern-Kind-Paare sowie 82 Mitschüler-Kind-Paare teil, in Studie 2 396 Kind-Eltern-Mitschüler-Triaden. In allen korrespondierenden Bereichen des Schutzverhaltens (Sicherheit im Straßenverkehr, Sonnenschutz, Zahnhygiene) und des Ernährungsverhaltens (Ungesunde Ernährung, Gesunde Ernährung, Schulfrühstück) zeigten sich substantielle Bezüge zwischen den Selbstberichten der Kinder und den Fremdeinschätzungen. Am deutlichsten waren die Zusammenhänge für Sicherheit im Straßenverkehr und Schulfrühstück, schwächer für Sonnenschutz und Zahnhygiene. Geschlecht und Alter moderierten (mit einer Ausnahme) die Assoziation zwischen Selbst- und Fremdeinschätzungen nicht. Auch nach Kontrolle von Geschlecht und Alter trugen für alle Gesundheitsverhaltensskalen die Fremdeinschätzungen von Eltern und Mitschülern substanziell zur Varianzaufklärung im Selbstbericht bei. Eltern schätzten insbesondere für Sicherheit im Straßenverkehr und Ungesunde Ernährung das Verhalten ihrer Kinder günstiger ein als die Kinder selbst und deren Mitschüler. Die Ergebnisse sprechen für die Validität des GEKI-Fragebogens.