Intact antibodies and antigen binding fragments (Fab) have been previously shown to form an alternatively folded state (AFS) at low pH. This state consists primarily of secondary structure interactions, with reduced tertiary structure content. The AFS can be distinguished from the molten globule state by the formation of nonnative structure and, in particular, its high stability. In this study, the isolated domains of the MAK33 (murine monoclonal antibody of the subtype κ/IgG1) Fab fragment were investigated under conditions that have been reported to induce the AFS. Surprising differences in the ability of individual domains to form the AFS were observed, despite the similarities in their native structures. All Fab domains were able to adopt the AFS, but only for VH (variable domain of the heavy chain) could a significant amount of tertiary structure be detected and different conditions were needed to induce the AFS. VH, the least stable of the domains under physiological conditions, was the most stable in the AFS, yet all domains showed significant stability against thermal and chemical unfolding in their AFS. Formation of the AFS was found to generally proceed via the unfolded state, with similar rates for most of the domains. Taken together, our data reveal striking differences in the biophysical properties of the AFS of individual antibody domains that reflect the variation possible for domains of highly homologous native structures. Furthermore, they allow individual domain contributions to be dissected from specific oligomer effects in the AFS of the antibody Fab fragment.
0 Der Ausgangspunkt für die folgenden Überlegungen ist die nicht gerade neue Erkenntnis, daß der Grad der Wohldefiniertheit der Termini 'Sprache' und 'Dialekt' in einem krassen Mißverhältnis zu ihrem vielfältigen Gebrauch in der Sprachwissenschaft steht. Als Beispiel für dieses Mißverhältnis diene hier die Situation in der romanischen Sprachwissenschaft, die nicht einmal dazu in der Lage ist, eine allgemein akzeptable Antwort auf die triviale Frage nach der Anzahl der ihren Untersuchungsgegenstand bildenden, also der romanischen Sprachen zu geben. Einschlägige Darstellungen schwanken zwischen sieben und fünfzehn, und es wäre leicht, eine Erhöhung dieser Zahl bis auf 40-50 zu rechtfertigen. Woher diese Divergenzen stammen, mögen einige Beispiele illustrieren. Im Falle der sogenannten Ibero-Romania besteht weitgehend Einigkeit darüber, daß das Portugiesische, das Spanische (Kastilische) und das Katalanische als drei verschiedene 'Sprachen' zu bewerten sind. Wesentlich schwieriger hingegen erweist sich die Einstufung etwa des AsturischLeonesischen oder des Aragonesischen. Zwar würde zunächst die Mehrheit der Romanisten das Aragonesische als 'Dialekt' einzustufen vorschlagen; die sich daraus automatisch ergebende Zusatzfrage, als 'Dialekt' welcher 'Sprache', im vorliegenden Fall also des Kastilischen oder des Katalanischen, das Aragonesische einzustufen sei, dürfte jedoch kaum mit der gleichen selbstverständlichen Überzeugung beantwortet werden können. Nicht viel anders liegen die Dinge in den übrigen Bereichen der Romania, und es sei hier nur an die ambivalente Stellung etwa des Gaskognischen, des Frankoprovenzalischen oder des Mazedo-Rumänischen erinnert. Auch der umgekehrte Fall einer 'Sprache', die nur schwerlich einer Definition als solcher genügen kann, findet sich. In keinem romanistischen Handbuch fehlt das Rätoromanische, das überdies seit nunmehr
Auf den ersten Blick scheinen die vorzugsweise in der Lexikologie beheimateten Termini Homographie, Homonymie und Polysemie keine wesentlichen Probleme zu verbergen. Von Homographie spricht man dort, wo zwei (oder mehr) Wörter die gleiche Schreibung aufweisen, und von Homonymie dort, wo zwei (oder mehr) Wörter ein und dieselbe Form besitzen. Polysemie schließlich liegt dort vor, wo ein und dasselbe Wort zwei (oder mehr) verschiedene Bedeutungen hat. Die scheinbare Selbstverständlichkeit dieser Definitionen erweist sich jedoch sehr schnell als trügerisch, wenn mit ihrer Hilfe konkrete sprachliche Erscheinungen klassifiziert werden sollen. Als Beispiel diene das fr. detacher [detasej, als dessen Bedeutungen in französisch-deutschen Wörterbüchern einerseits „trennen", ,,losmachen** und dergleichen mehr, andererseits „von Flecken reinigen** angegeben zu werden pflegen. Liegen hier zwei Wörter mit ein und derselben Schreibung, also eine Homographie, oder zweiWörter mit ein und derselben Form, also eine Homonymie, oder zwei verschiedene Bedeutungen ein und desselben Wortes, also eine Polysemie vor ? Oder liegen vielleicht alle drei Erscheinungen, oder wenigstens zwei von ihnen gleichzeitig vor ? Die zunächst so selbstverständlich erscheinenden Definitionen sind außerstande, eine Beantwortung dieser Fragen zu ermöglichen, und erweisen sich damit als revisionsbedürftig; denn eine Antwort muß gesucht werden, wenn die drei fraglichen Termini mehr als bloß stilistische Varianten zur Bezeichnung einer im Grunde einheitlichen Erscheinung sein sollen.