Der Einsatz des präoperativen Mamma-MRTs bei Patientinnen mit primärem Mammakarzinom wird weiterhin kritisch diskutiert. Dies beruht insbesondere auf Bedenken hinsichtlich einer möglichen Überdiagnostik sowie Übertherapie bei falsch-positiven Ergebnissen.
Introduction: Although epithelial ovarian cancer (EOC) is chemosensitive, the frequent occurrence of drug resistance in the course of the disease persists to be a problem and is a key factor in the high mortality rate. Cancer stem cells (CSCs) are defined as malignant cells with a stem cell phenotype. They have the exclusive ability to self-renew and maintain the tumor. CSCs have also been suggested to contribute to chemoresistance. Thus, identification and characterization of CSCs might fuel the development of CSC-targeted therapeutics and improve survival rates.
Der Nutzen der präoperativen MRT-Diagnostik bei gesichertem Mammakarzinom wird aktuell kontrovers bewertet. Hierbei ist insbesondere die erhöhte Mastektomierate nach präoperativen Mamma-MRTs ein zentraler Kritikpunkt. Ein möglicher Nutzen der MRT-Diagnostik in Subgruppen, die prognostische Relevanz und die Vorteile einer Evaluation der kontralateralen Brust sind hierbei noch nicht abschließend geklärt.
Abdominale Metastasen stellen eine seltene Sekundärmanifestation des Mammakarzinoms dar und werden in der Literatur vor allem im Zusammenhang mit invasiv-lobulären Tumoren beschrieben. Dieser Tumortyp zeichnet sich durch eine fehlende Expression von E-Cadherin aus. Das Fehlen dieses transmembranösen Adhäsionsproteins wird als mögliche Ursache für diesen speziellen Metastasierungsweg diskutiert. Die Bestimmung des Tumortyps erfolgte in der Vergangenheit vor allem mittels histomorphologischer Einschätzung. Ziel dieser Studie war die exakte Bestimmung des Tumortyps durch gezielte immunhistochemische Färbung gegen E-Cadherin bei Primärtumoren und den zugehörigen abdominalen Metastasen.
Ziel: Die peritumorale Lymphangioinvasion (LVI) ist ein anerkannter prädiktiver und prognostischer Faktor bei gynäkologischen Malignomen und dem Mammakarzinom. In der klinischen Routine wird der L-Status auf Grundlage der H.E. Färbung bestimmt, methodische Schwierigkeiten schränken hierbei die Wertigkeit des Parameters ein. Die Anwendung des monoklonalen Antikörpers D2–40 zur immunhistochemischen Färbung entsprechender Tumore erlaubt eine spezifische Färbung von Lymphgefäß-Endothelien. Untersucht wurde, ob die Anwendung von D2–40 die Diagnose LVI in der Routine H.E.-Färbung beim Mamma -, Vulva und Zervixkarzinom relevant verändert.
Ziel: Die akzelerierte Teilbrustbestrahlung (APBI „accelerated partial breast irradiation“) nach brusterhaltender Therapie wird derzeit in prospektiv randomisierten Studien untersucht. Um das damit verbundene potentielle Risiko eines Inbrustrezidives zu minimieren, sind die Einschlusskriterien für die APBI restriktiv gewählt. Unter anderem gilt eine Invasion der Lymphgefäße (LVI) als Ausschlusskriterium für eine verkürzte Strahlenbehandlung, da sie mit einer erhöhten Rate an Lokalrezidiven verbunden ist.
Ziel: Vergleich der Rate an nachgewiesener Lymphangio-Invasion (LVI) durch immunhistochemische Färbung mit D2–40 (Podoplanin) mit der L1-Rate in der Routine- Hämatoxylin-Eosin (H.E.)-Färbung bei invasiven Mammakarzinomen. Die Eignung der D2–40 positiven LVI (D2–40+ LVI) als prädiktiver Marker für axilläre Lymphknoten-Metastasierung (ALM) wurde untersucht. Methode: An 254 Tumoren von 247 Patientinnen mit nodal negativem und positivem invasivem Mammakarzinom (7 bilaterale Karzinome) wurden immunhistochemische Färbungen mit D2–40 und eine Standardfärbung mit H.E. durchgeführt. Die D2–40+ LVI wurde mit klinischen und histo-morphologischen Parametern verglichen, sowie mit dem axillären Lymphknoten-Status korreliert. Ergebnisse: Durch die immunhistochemische Färbung mit D2–40 konnte ein signifikant (p<0,001)höherer Anteil an LVI nachgewiesen werden (70 von 254 Tumoren) als in der Routine- H.E.-Färbung (40 von 254 Tumoren). Es besteht eine signifikante Korrelation zwischen D2–40+LVI und dem Alter, dem T-Stadium, dem Nodalstatus, dem Grading, dem Hormonrezeptorstatus und sogenannten „triple-negativen“ Tumoren (ER/PR/HER2neu-negativ). In einer multivariaten Analyse war D2–40+ LVI im Vergleich zu den anderen Patientinnen- und Tumor-bezogenen Faktoren der stärkste Prädiktor für einen positiven Nodalstatus (OR=3,489 und p=0,0003). Schlussfolgerung: Die immunhistochemische Färbung mit D2–40 bei malignen Brusttumoren erhöht im Vergleich zur Routine- H.E.-Färbung den Nachweis einer LVI signifikant. D2–40+ LVI ist ein starker prädiktiver Faktor für ALM. Die Eignung dieses Markers zum Einsatz in der klinischen Routine muss in prospektiven Studien überprüft werden.
22042 Background: The purpose of this study was to compare the detection of lymphovascular invasion (LVI) by D2–40 (podoplanin) immunostaining with conventional hematoxylin-eosin (H.E.) staining in early breast cancer. We also aimed to find associations between the detection of D2–40 + LVI and other clinicopathological variables. Methods: Immunohistochemical staining with D2–40 and CD 34 and conventional H.E. staining was performed on consecutive formalin-fixed, paraffin-embedded tissue sections of 254 invasive breast tumors of 247 patients with node negative and node positive early breast cancer. For every tumor, the whole particular section, stained with H.E., CD34 and D2–40 was screened for the presence of lymphatic invasion Correlation with clinico-pathological factors and the eligibility for the prediction of axillary lymph node metastases was assessed. Results: LVI was identified by D2–40 (D2–40+) in 70 out of 254 tumors (28%) as compared to 40 tumors (16%) by routine HE staining (HE+). The increase of LVI detection was significant (p<0.001). Significant correlation was observed between D2–40+ LVI and age, t-stage, nodal status, grading and “triple negative” tumors (ER/PR and HER2neu negative). There was no correlation between D2–40+ LVI and menopausal-status, HER2-status and histological type. Based on multivariate analysis D2–40+ LVI was the strongest predictor for axillary lymph node metastases (OR = 3.489, p=0.0003), followed only by T-stage and grading (OR = 3.167 and 1.953, p=0.0003 and 0.0352). For 5 out of 35 patients (15%) with primary or secondary mastectomy who did not receive adjuvant radio-therapy, management would have changed to postmastectomy radiation in retrospect because of additional detected LVI by D2–40 immunostaining. Conclusions: Immunostaining with the monoclonal antibody D2–40 significantly increased the frequency of detection of lymphatic invasion compared to conventional H.E. staining in early breast cancer. Immunohistochemical detection of LVI by D2–40 might be of value in clinical practice. No significant financial relationships to disclose.