Zusammenfassung Kristalloide üben auf die Zustandsform der Amylo-Amylosen entscheidende Einflüsse aus, welche in der vorliegenden Arbeit folgendermaßen präzisiert wurden: 1. Die Viskosität verdünnter Amylosenlösungen wird durch geringe Mengen von Elektrolyten stark erniedrigt, mit steigender Elektrolytkonzentration aber wieder gehoben. Organische Kristalloide wirken je nach ihrer Eigenart verschieden. 2. Die spontane Koagulation der Amylosen beim Altern wird durch Elektrolyte und organische Kristalloide mehr oder weniger verzögert. 3. Höher konzentrierte Amylosen (6 Proz.) treten je nach Art und Konzentration des zugesetzten Kristalloides flüssig—gelatinös—grießbreiartig —brotkrumenartig—oder hornartig auf. Die flüssigen Mischungen sind vielfach spinnbar. Die beobachteten Erscheinungen lassen sich durch die Annahme eines Gegenspieles von Molkohäsion, Hydratation und dehydratisierender Wirkung der nicht adsorbierten Kristalloidanteile quantitativ befriedigend erklären.
Passend konzentrierte Stärkelösungen sind fadenziehend.
Die Beteiligung der Gegenionen am osmotischen Druck.
Bei der Dialyse verliert die Sulfitablauge vor allem die an Aldehydgruppen gebundene und die freie schweflige Säure.
Die Amylopektine verschiedener Herkunft unterscheiden sich durch das Aussehen ihrer wässerigen Lösungen, durch ihren ihren P-Gehalt, durch die Leitfähigkeit, Viskosität, H-Ionengehalt derselben, durch die Menge des abdissoziierten H und durch die pro Grammatom Phosphor gebundene Alkalimenge.
Zusammenfassung 1. Formaldehyd reagiert mit Zellulose und ihren Derivaten, wenn sie in den emulsoiden Zustand übergeführt worden waren. 2. Hierbei geht das Färbevermögen derselben mit Jod verloren. 3. Durch Wegwaschen des Formaldehyds läßt sich das Färbevermögen mit Jod nach eventuellem vorhergehenden Emulsoidieren mit H2SO4 restituieren. 4. Die Sulfolyse der Zellulose verläuft in Gegenwart des Formaldehyds anders als ohne ihn und führt in Kürze zu niedrigmolekularen Derivaten. Die Verkohlung der Zellulose-Derivate durch starke Schwefelsäure wird durch Formaldehyd stark behindert, ebenso die Veresterung derselben. 5. Formaldehyd reagiert ähnlich auch mit Zellulose-Dextrinen 6. Die experimentellen Ergebnisse werden durch die Annahme erklärt, daß sich Formaldehyd unter Sprengung von O-Ringen und Bildung von Oxymethylengruppen an Zellulose addiert, und daß in der Zellulosemolekel die innere Anhydrisierung unter Beteiling von OH-Gruppen benachbarter Glukosereste erfolgt ist.
1. Das Agar-Agar enthalt eine nicht unbetrachtliche Menge von Elektrolyten, welche mit der organischen Substanz so fest verknupft sind, das es weder durch Dialyse noch Elektrodialyse moglich ist dieselben zu entfernen. 2. Den Hauptbestandteil der Agarasche macht die Schwefelsaure und das Kalzium aus. Daneben findet sich immer auch Kieselsaure. 3. Beim Kochen der Agarlosung unter Druch geht die Schwefelsaure in leicht dialysable Form uber. 4. Symbat damit andert sich eine ganze Reihe physikochemischer Eigenschaften, so das man einen kausalen Zusammenhang zwischen dem S-Gehalt und der Fahigkeit zur Gallertbildung annehmen mus. 5. Als typischer Bestandteil des Agar-Agar wurde die Geloseschwefelsaure erkannt, in welcher die Schwefelsaure wahrscheinlich esterartig gebunden ist. Die mittlere Molatgros betrat 9000. 6. Die Geloseschwefelsaure ist eine einbasische Saure und enthalt im Mol ein Atom Schwefel. 7. Die Agargallerte erreicht im Neutralpunkt das Maximum ihrer Zahigkeit.
Zusammenfassung 1. Das Agar-Agar enthält eine nicht unbeträchtliche Menge von Elektrolyten, welche mit der organischen Substanz so fest verknüpft sind, daß es weder durch Dialyse noch Elektrodialyse möglich ist dieselben zu entfernen. 2. Den Hauptbestandteil der Agarasche macht die Schwefelsäure und das Kalzium aus. Daneben findet sich immer auch Kieselsäure. 3. Beim Kochen der Agarlösung unter Druch geht die Schwefelsäure in leicht dialysable Form über. 4. Symbat damit ändert sich eine ganze Reihe physikochemischer Eigenschaften, so daß man einen kausalen Zusammenhang zwischen dem S-Gehalt und der Fähigkeit zur Gallertbildung annehmen muß. 5. Als typischer Bestandteil des Agar-Agar wurde die Geloseschwefelsäure erkannt, in welcher die Schwefelsäure wahrscheinlich esterartig gebunden ist. Die mittlere Molatgröß beträt 9000. 6. Die Geloseschwefelsäure ist eine einbasische Säure und enthält im Mol ein Atom Schwefel. 7. Die Agargallerte erreicht im Neutralpunkt das Maximum ihrer Zähigkeit.