1 . Unsere Computergrammatik lehnt sich im Wesentlichen an die Head-Driven Phrase Structure Grammar (Pollard & Sag:1987, 1994) an, nutzt aber im Bereich der morphologischen Beschreibung einen verwandten Grammatikformalismus - die kategoriale Morphologie (Hoeksma:1985, Wood:1993, Pollard:1988). Da die Computergrammatik das ‚linguistische Rückgrat' einer Grammatikhilfe für DaF-Lerner ist, spielen ausschließlich Oberflächenphänomene der Morphologie eine Rolle, da im morpho-syntaktischen Bereich die höchste Anzahl von Abweichungen der Lernersprache von der deutschen Standardsprache erwartet werden. Nach einer kurzen allgemeinen Beschreibung der benutzten Kategorien und kategorialen Regeln (Abschnitte 2 und 3) werden ausgewählte Phänomene der deutschen Morphologie eingehender diskutiert, um einige wesentliche Charakteristika unserer Herangehensweise zu verdeutlichen und zu illustrieren. Die Struktur einfacher Worte (Abschnitt 4), Derivationsprozesse (Abschnitt 5), das Partizip II (Abschnitt 6), Zirkumfigierung (Abschnitt 7) und Komposita (Abschnitt 8) werden kurz in einer Beispieldiskussion vorgestellt. 2. Kategoriale Morphologie