Ein vom Verfasser aufgestelltes allgemeines Wahrnehmungsgesetz wird auf Beobachtungen mit dem Fernrohr angewandt. Solange die Austrittspupille des Fernrohrs kleiner bleibt als die Augenpupille, ist fÜr die Sichtungsschwellen sowie fÜr die Nutzleistung des Fernrohrs gegenÜber dem unbewaffneten Auge das Produkt aus der Vergrößerung des Fernrohrs und seiner Austrittspupille, also die Größe des Objektivs maßgebend. Überschreitet die Austrittspupille des Fernrohrs die Augenpupille, so wird allein die Fernrohrvergrößerung maßgeblich. Die theoretisch höchste Nutzleistung wird numerisch gleich dem Zahlenwert der Fernrohrvergrößerung; sie wird aber in Wirklichkeit wegen der Lichtverluste im Fernrohr niemals ganz erreicht. FÜr kleine Kontraste sinkt im Bereiche kleinster Leuchtdichten die Fernrohrleistung unter die des unbewaffneten Auges. Das Optimum der Kontrastschwellenleistung liegt fÜr größere Sehwinkel immer, fÜr kleine Sehwinkel nur bei größerem Objektivdurchmesser im Bereiche des Nachtsehens. Die VergÜtung des Fernrohrs wirkt sich, namentlich im Dämmerungsund im Nachtsehen, um so vorteilhafter aus, je höher die Leistung des Fernrohrs schon vorher war. Das Wahrnehmungsgesetz stellt die bisher vorliegenden Messungen der Sichtung mit binokularen Erdfernrohren befriedigend dar.
Annalen der PhysikVolume 396, Issue 3 p. 285-315 Article Abbildung eines ultramikroskopischen Elements mit rotationssymmetrischem Störungsfeld durch ein Mikroskop beliebiger Apertur im Dunkelfeld M. Berek, M. BerekSearch for more papers by this author M. Berek, M. BerekSearch for more papers by this author First published: 1930 https://doi.org/10.1002/andp.19303960302Citations: 2AboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinkedInRedditWechat Citing Literature Volume396, Issue31930Pages 285-315 RelatedInformation
Aus einem von É. Verdet bewiesenen Satze werden die Hauptsätze der Äquivalenzlehre entwickelt. Zu den Einwänden des Herrn H. Siedentopf gegen die Äquivalenzlehre wird Stellung genommen. Experimentelle Beiträge werden in einer späteren Mitteilung behandelt werden.
In diesem Kapitel werden einige allgemeinere Fragen, die die optische Abbildung von Nichtselbstleuchtern im Mikroskop betreffen, behandelt. Es wird nicht in allen Teilen grundsätzlich Neues geboten; es müssen vielfach historische Tatsachen gestreift werden, um schließlich alles vereinend das Problem der optischen Abbildung von Nichtselbstleuchtern in genügender Stärke zu beleuchten, mit dem Ziele, die Unzulänglichkeit der traditionellen Einstellung in diesen Fragen zur Evidenz zu bringen.