Die Paneuropa-Union gilt gemeinhin als »Vorläuferin« der »europäischen Integration«, wenngleich diese präziser als Ausgangspunkt der »Europabewegung« zu bezeichnen ist. In unserem Zusammenhang ist von Interesse, daß sich ihr Sitz nicht zufallig in Wien befand. Der vorliegende Beitrag untersucht daher den Stellenwert Österreichs im Denken des Grafen Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi (1.), des Begründers der Paneuropa-Union, ihre Bedeutung für die Erste Republik (2.) und den »Ständestaat« (5.) sowie den damit verbundenen Wandel ihres Profils. Abschließend wird das Verhältnis zwischen Coudenhove, Paneuropa und der Zweiten Republik (4.) an Hand neuer Quellen erhellt.