Einleitung Der Einsatz der Kristellerhilfe wird sehr kontrovers diskutiert. Da die Methode als obsolet und schädlich angesehen wurde, gibt es kaum Daten zur Evidenz und wenig Evidenz auf hohem Niveau über die medizinische Bedeutung des Eingriffes. In der im Dezember 2020 vorgestellten S3-Leitlinie zur vaginalen Geburt, wird die Kristellerhilfe bei strenger Indikationsstellung als vertretbar angesehen.
Einleitung In perinatologischen Notfallsituationen sind immer mehrere Berufsgruppen eingebunden. Unklarheiten in der Rollen- und Aufgabenverteilung und unzureichende Kommunikation haben einen wesentlichen Einfluss auf deren Bewältigung. Es ist daher wichtig diese Notfallsituationen in Simulationsszenarien zu trainieren und dann in einer wertschätzenden Debriefingsituation aufzulösen. Immer wieder gibt es Schwierigkeiten der Mitarbeitermotivation. Die Frage stellt sich nun, wie die Teilnehmer die Notfalltrainings vorher und hinterher bewerten und wie die Lerneffekte eingeschätzt werden.
Zielsetzung: Eine mit Chitosan beschichtet Gauze wurde ursprünglich in Kriegsgebieten zur Blutstillung von stark blutenden Wunden eingesetzt. Mittlerweile erhält diese Gauze auch Einzug in die Geburtshilfe in Form einer Uterustamponade bei postpartalen Blutungen. Postoperative Verlaufsbeobachtungen hinsichtlich Menstruationsverhalten und das Eintreten erneuter Schwangerschaften fehlen jedoch bisher.
Die äußere Wendung bietet eine gute und sichere Möglichkeit, der Schwangeren eine Geburt aus Schädellage zu ermöglichen und evtl. eine Sectio zu vermeiden. Immer wieder steht die Frage im Raum, bei welcher Schwangeren sie erfolgreich verlaufen wird. Dafür fehlte es bisher weiterhin an einem objektivierenden Instrument. Im ersten Kollektiv von 2017 von 144 Patientinnen konnte eine gute Korrelation des Scores mit dem Wendungserfolg gezeigt werden (Hollatz-G. et al 2017, DGPM).
Drillingsschwangerschaften sind selten und auch in Abhängigkeit der Chorionizität mit einer erhöhten Komplikationsrate hinsichtlich früher Frühgeburtlichkeit, maternalen Schwangerschaftserkrankungen und maternalen Schwangerschaftsbeschwerden vergesellschaftet. In aller Regel werden diese Schwangerschaften dann spätestens zwischen 32+0 und 34+0 SSW per Sectio beendet.