Makrosomes männliches Frühgeborenes mit 34 + 5 Schwangerschaftswochen, Geburtsgewicht 3130 g. Pränatal war zunächst – bei bekanntem mütterlichem Diabetes mellitus – ein ausgeprägtes Polyhydramnion aufgefallen. Im differenzierten Organschall hatten sich dann, neben einem hypoplastischen Nasenbein, eine Duodenalatresie sowie ein atrio-ventrikulärer Septumdefekt (AVSD, av-Kanal) gezeigt. In der Amniozentese war die Verdachtsdiagnose einer (freien) Trisomie 21 bestätigt worden. In der 35. Gestationswoche musste bei floridem mütterlichem Amnioninfektionssyndrom eine Sectio caesarea vorgenommen werden.
Zum Einsatz von Noradrenalin (NOR) bei Neugeborenen finden sich in der Literatur nahezu keine hämodynamischen Messdaten. Wir möchten deshalb die von uns beim Einsatz dieses Katecholamins (KAT) bei kritisch kranken Früh- und Reifgeborenen in der klinischen Routine ermittelten Parameter präsentieren.
Changes in Protein Expression in Maturing Equine Testis: A Quantitative DIGE Analysis. (April 2009) Pilar Roper-Foo Department of Biochemistry & Biophysics Texas A&M University Research Advisor: Dr. Lawrence J. Dangott Department of Biochemistry & Biophysics Gross observation of testicular parenchyma of prepubertal horses reveals both light and dark regions. The light regions are associated with localized initiation and regulation of spermatogenesis. It is hypothesized that different proteins and protein expression levels in the light regions are factors contributing to successful sperm production. Differential Gel Electrophoresis (DIGE) and DeCyder Image analysis of testicular extracts from prepubertal stallions has identified forty proteins that may be involved in the regulation of the onset of spermatogenesis. Preliminary LC/MS/MS mass spectrometric analysis of six protein spots has been analyzed, but no protein identifications have yet been made. The results of this preliminary research are inconclusive with respect to protein identification, but the developments of protocols for procurement, protein extraction of light and dark tissue and DIGE analysis have been successful.
Einleitung: Die Möglichkeiten einer objektiven Beurteilung der Herzkreislauffunktion beim Neugeborenen in der klinischen Praxis sind immer noch sehr begrenzt. Die größte Bedeutung kommt dabei derzeit der funktionellen Echokardiographie zu. Deshalb haben wir diese Methode bei der Behandlung von Neugeborenen mit peripartaler Asphyxie, die häufig mit einer Störung der Herzkreislauffunktion einhergeht, eingesetzt. Hier berichten wir über unsere Erfahrungen. Methode: Drei Neugeborene mit Zustand nach schwerer Asphyxie wurden erfasst. Patient 1: ♀, 2430g; 39 SSW; intrauterine Asphyxie unklarer Genese: Apgar 2/5/7; NSpH 7.19; BE –6mmol/l; Laktat 17.6mmol/l. Patient 2: ♀; 2080g; 33 SSW; Z.n. Uterusruptur: NSpH 6.8; BE –24mmol/l; Laktat 14mmol/l. Patient 3: ♀; 3470g; 40 SSW; schwerste peripartale Asphyxie: Apgar 2/3/4; NSpH: 6.8; BE –26mmol/l; Laktat 24mmol/l. Bestimmt wurden u.a. Serum-Laktat, Herzfrequenz (HF), Blutdruck (BP) (nichtinvasiv oder invasiv), Verkürzungsfraktion des linken Ventrikels (SF), Herzschlag (SV)- und Herzzeitvolumen (HZV) (Echo-, Dopplerechokardiographie) und zerebrale Blutflussgeschwindigkeit (cBFV) (Doppler) vor und nach differenzierter therapeutischer Intervention. Ergebnisse: Bei Patient 1 wurde ein allein auf eine niedrige HF von 75/min zurückzuführendes grenzwertiges HZV ermittelt, das nach der Gabe von Atropin (Anstieg der HF auf 145/min) deutlich gesteigert werden konnte. Bei Patient 2 fanden sich grenzwertiges HZV, SV und mittlerer BP, die nach der Zugabe von Dobutamin (10µg/kg/min) überwiegend über eine Herzfrequenzsteigerung leichtgradig anstiegen. Die Zufuhr von Dopamin hatte einen günstigen Effekt auf den mittleren BP, bei eher ungünstigem Einfluss auf die Auswurfvolumina. Die initial normale systolische cBFV blieb dabei unverändert. Bei Patient 3 mit einem invasiv gemessenen mittleren BP von 50mm Hg und einer temperaturadäquaten (34°C) HF von 98/min deckten die Echokardiographie eine SF von 28.2% und die anschließende Dopplerechokardiographie extrem niedrige Werte für das HZV und das SV auf (71ml/kg/min bzw. 0.72ml/kg). Die Zufuhr von Dobutamin (5µg/kg/min) verbesserte das HZV und das SV deutlich, ohne den Normbereich zu erreichen und steigerte auch die systolische cBFV. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Es konnte am Beispiel der präsentierten Fälle gezeigt werden, dass die funktionelle Echokardiographie es ermöglicht, die bei Neugeborenen nach schwerer Asphyxie durchaus häufig zu beobachtenden Störungen der Herzkreislauffunktion zumindest punktuell qualitativ und quantitativ genauer zu charakterisieren, was für die Durchführung einer differenzierten Kreislauftherapie eigentlich unumgänglich ist. Inwieweit dies aber letztlich zur Prognoseverbesserung beiträgt, muss dahingestellt bleiben.
ABSTRACT Filamentous fungi undergo polarized growth throughout most of their life cycles. The Spitzenkörper is an apical organelle composed primarily of vesicles that is unique to filamentous fungi and is likely to act as a vesicle supply center for tip growth. Vesicle assembly and trafficking are therefore important for hyphal growth. ADP ribosylation factors (Arfs), a group of small GTPase proteins, play an important role in nucleating vesicle assembly. Little is known about the role of Arfs in filamentous hyphal growth. We found that Aspergillus nidulans is predicted to encode six Arf family proteins. Analysis of protein sequence alignments suggests that A. nidulans ArfB shares similarity with ARF6 of Homo sapiens and Arf3p of Saccharomyces cerevisiae . An arfB null allele ( arfB disrupted by a transposon [ arfB ::Tn]) was characterized by extended isotropic growth of germinating conidia followed by cell lysis or multiple, random germ tube emergence, consistent with a failure to establish polarity. The mutant germ tubes and hyphae that do form initially meander abnormally off of the axis of polarity and frequently exhibit dichotomous branching at cell apices, consistent with a defect in polarity maintenance. FM4-64 staining of the arfB ::Tn strain revealed that another phenotypic characteristic seen for arfB ::Tn is a reduction and delay in endocytosis. ArfB is myristoylated at its N terminus. Green fluorescent protein-tagged ArfB (ArfB::GFP) localizes to the plasma membrane and endomembranes and mutation (ArfB G2A ::GFP) of the N-terminal myristoylation motif disperses the protein to the cytoplasm rather than to the membranes. These results demonstrate that ArfB functions in endocytosis to play important roles in polarity establishment during isotropic growth and polarity maintenance during hyphal extension.
Einleitung: Da die Datenlage zeigt, dass Indometacin (Indo) und Ibuprofen (Ibu) zur Induktion des Verschlusses des Ductus arteriosus Botalli (DaB) bei Frühgeborenen (FG) gleich wirksam sind, Ibu aber nebenwirkungsärmer ist, setzten wir seit seiner Zulassung primär nur noch Letzteres ein. Zum einen überprüften wir nun die Wirksamkeit von Ibu unter unserer typischen Anwendungsweise und zum anderen verglichen wir diese auch mit der des Vorgängermedikamentes Indo. Patienten und Methoden: Seit September 2004 wurde bei entsprechender Indikation Ibu mit 10mg/kg initial und je 5mg/kg nach 24 und 48 Stunden als Kurzinfusion verabreicht. Vor jeder Ibu-Applikation erfolgte jedoch eine echokardiographische Untersuchung. War der DaB verschlossen, wurde die Therapie beendet. Zusätzlich zur Verschlussrate des DaB wurden der Effekt von Ibu auf die Diurese sowie intestinale, cerebrale und Blutungskomplikationen erfasst. Diese Vorgehensweise entsprach der vor September 2004, als als primäres Medikament Indo eingesetzt wurde. Die jetzt unter Ibu ermittelten Daten konnten deshalb mit denen unter Indo verglichen werden. Eingeschlossen wurden alle FG die im Alter von mindestens 24 und höchstens 72 Stunden einen offenen DaB hatten, dessen Verschluss medikamentös induziert wurde. Ergebnisse: 37 Frühgeborene (mittleres Geburtsgewicht: 1155g, mittlere Schwangerschaftsdauer 28,6 Wochen) erhielten Ibu. Bei 32% war der DaB nach der ersten, bei 51% nach der zweiten Gabe verschlossen. Durchschnittlich erhielt jedes Kind 2,3 Gaben Ibu bis zum Verschluss. Bei 4 Kindern (11%) gelang trotz mindestens dreimaliger Ibugabe die Induktion des DaB-Verschlusses nicht. Hier war Indo in allen Fällen erfolgreich. Wir beobachteten einen Fall von Oligurie, keine intestinalen, cerebralen oder Blutungskomplikationen.Vor der Zulassung von Ibu hatten wir 22 Frühgeborene (mittleres Geburtsgewicht 1196g, mittlere Schwangerschaftsdauer 28 Wochen) erfasst, die Indo erhalten hatten. Bei 54% war der DaB nach der ersten, bei 80% nach der 2. Gabe verschlossen. Der Unterschied zur Ibugabe erreicht nach einer Gabe nicht das Signifikanzniveau. Nach zwei Gaben allerdings ist der Unterschied zwischen den beiden Medikamenten signifikant (p<0,05), Indo ist so das wirksamere Medikament zur Induktion des DaB-Verschluss. Durchschnittlich erhielten die Kinder 1,6 Gaben Indo bis zum DaB-Verschluss. Bei einem Kind musste der DaB operativ verschlossen werden. Zusammenfassung: In 89% konnte unter Ibu ein Verschluss des DaB erreicht werden. Bei den „Ibuversagern“ gelang der Verschluss mit Indo. Mittels echokardiographischer Untersuchung vor jeder Gabe konnte bei beiden Medikamenten die Therapiedauer und damit die verabreichte Medikamentenmenge reduziert werden. Mit dieser Strategie gelang bei den von uns behandelten Frühgeborenen der DaB-Verschluss mit Indo allerdings früher.
Einleitung: Immer wieder erfordern auch angeborene Krankheitsbilder bei Neugeborenen schwerwiegende ethische Entscheidungen. Die Entscheidungsfindung kann durch sprachliche, kulturelle und weltanschauliche Barrieren erheblich erschwert sein. Exemplarisch berichten wir über eine uns zugängliche Verfahrenweise in einer derartigen Situation. Fallbeispiel: Es handelt sich um das erste lebend geborene Kind türkischer Eltern nach einem intrauterinen Fruchttod in der 37. SSW und einem Abort in der 17. SSW. Damals ergaben die Untersuchungen die Diagnose eines OPD-Typ II Syndroms und dass die Mutter Trägerin der X-chromosomalen Mutation ist. Im Verlauf der jetzigen Schwangerschaft wurde an Chorionzottenbiopsiematerial molekulargenetisch erneut das Vorliegen eines OPD-Typ II Syndroms festgestellt. Das OPD -Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung mit charakteristischen Gesichtszügen, Gaumenspalte, Skelettdysplasien und Hörverlust. Es sind 2 Typen beschrieben, mit Typ II als der schwereren Verlaufsform. Die Mutationen finden sich im FLNA-Gen. Die Prognose hängt vom Schweregrad der potenziell vielfältigen Begleitsymptome ab. Im vorliegenden Fall waren insbesondere eine Lungenhypoplasie sowie Fehlbildungen im Urogenitalbereich (Zystenniere links/Schrumpfniere rechts/Urethralatresie) ein längeres Überleben ausschließende Faktoren. Diesbezüglich fanden im Rahmen der Notwendigkeit der Therapieintensivierung mehrere Gespräche mit den Eltern statt. Sie hatten aufgrund ihrer kulturell-religiösen Wertevorstellungen Schwierigkeiten auf irgendwelche therapeutischen Maßnahmen zu verzichten, die das Leben des Kindes wenigstens für kurze Zeit verlängern konnten. Zu einem weiteren Gespräch wurde deshalb eine „institutionalisierte“ Person hinzugezogen, die aufgrund ihrer medizinischen und sprachlichen Kompetenz und ihrer unmittelbaren Kenntnisse des kulturellen und religiösen Hintergrundes der Eltern in der Lage war, mit diesen in einen vertrauensvollen Dialog einzutreten. Dieser Dialog erleichterte es den Eltern, folgenden weiteren Umgang mit der Erkrankung ihres Kindes zuzustimmen und ihn mitzutragen: Die Therapie des Kindes sollte so gestaltet sein, dass es „keine Schmerzen, keinen Hunger verspüren und keine Angst haben“ muss, d.h. dass der Leidensminimierung der Vorrang eingeräumt werden sollte. Schlussfolgerung: Ethische Entscheidungen im Neugeborenenalter sollten unter fachkompetenter Beachtung und Würdigung der sprachlichen, kulturellen und ggf. religiösen Besonderheiten des jeweiligen Einzelfalles getroffen werden.
Einleitung: Für die Versorgung von Patienten mit vor- und nachgeburtlich diagnostiziertem Enterothorax nimmt die Zahl der Behandlungswege zu. Entscheidend für deren Wahl muss auch das institutsbezogene Outcome der Patienten sein. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Daten der letzten 11 Jahre ausgewertet.
Einleitung: Die Anlage perkutaner zentraler Venenkatheter gehört zu den Routineeingriffen in der Früh- und Neugeborenenmedizin. Um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden, gilt dabei als Standard, die Katheterspitze extrakardial zu platzieren.
We describe the use of low molecular weight heparin to treat venous thrombosis in two very low-birth-weight pre-term infants (GA: 30 and 27 weeks) both with genetic and acquired prothrombotic risk factors. Initially both infants were treated with unfractionated heparin. Since in one infant no effect on the thrombus size was observed and in the other infant there was an increase in size, the anticoagulation therapy was switched to subcutaneously injected low molecular heparin (Enoxaparin). During enoxaparin therapy the anti-Xa-level was carefully monitored and dosages were adjusted accordingly. Partial resolution of the thrombosis was achieved in both infants during enoxaparin therapy. No clot extension or recurrence of thrombosis occurred. An accidental overdose of Enoxaparin (100 times the required dosage) was administered to one infant without any consequences. Our data suggest that the use of low molecular weight heparin (Enoxaparin) for treatment of venous thrombosis in our two preterm infants was practical, safe and effective.
Einleitung: Herzzeitvolumen (HZV) bzw. Herzschlagvolumen (HSV) werden bei Neugeborenen selten direkt gemessen. Dies gilt insbesondere in Situationen, in denen sich diese hämodynamischen Parameter unvorhergesehen akut stark verändern.
Problemstellung: Bis zur Einführung bzw. Zulassung von Ibuprofen war/ist Indomethacin (Ind) weltweit das Standardmedikament für den medikamentösen Verschluss eines offenen Ductus arteriosus Botalli (DaB) bei Frühgeborenen (FG). Dabei wurde /wird Ind meist nach einem festen Dosierungsregime bestehend in drei aufeinanderfolgenden Dosen verabreicht. Seit längerem verabreichen wir Wiederholungsgaben von Ind nur bei echokardiographisch nachgewiesener Persistenz eines offenen DaB. Es wurde überprüft, wieviele Ind-Applikationen bei diesem Vorgehen bis zum Verschluss des offenen DaB erforderlich wurden.