Aus dreijähriger Erprobung in einem klinisch hämatologischen Labor ergab sich eine einfache Methode der Zellpräparation von Blut und Knochenmark, mit der die Impulszytophotometrie zur Gewinnung von DNS-Histogrammen als Routineverfahren möglichst ausgenutzt wird. Ein Hauptziel der Autoren ist dabei die kurzfristige Kontrolle von zellkinetischen Effekten der Leukämiebehandlung für Wahl und Zeitpunkt der weiteren Therapie. 0,5 bis 1 ml heparinisiertes Venenblut oder Sternalpunktat werden zur Hämolyse für 20 min in 10 ml Leitungswasser suspendiert. Die Probe kann in 35% Äthanol im Kühlschrank aufbewahrt werden. Nach 20 bis 30 min Färbung von 1 ml der Probe in 20 ml Ethidiumbromidlösung (10 mg/l phys. Kochsalzlösung) erfolgt die Messung von 500 Zellen/sec. Einflüsse durch Erythrozyten, Zellverklebungen und eine Koinzidenzrate von mehr als 1% der Zellen werden vermieden. Das DNS-Histogramm 1 h nach Entnahme der Probe vom Patienten ergibt genaue Werte der Anteile von Zellen in Stadien der Proliferation bzw. der S-Phase und (G2+M)-Phase.