Holz und Holzwerkstoffe geben Ameisen- und Essigsäure ab. Die Abgabemenge von Essigsäure aus den Holzwerkstoffen ist höher als ihrem Anteil in kaltwässrigen Extrakten der Holzwerkstoffe entsprechen würde. Dies hängt anscheinend damit zusammen, dass die stärkere Ameisensäure (pKS 3,77) die Dissoziation der Essigsäure (pKS 4,76) zurückdrängt. Insofern gelangt mehr undissoziierte Essig- als Ameisensäure in die Dampfphase.
Untersuchungsergebnisse über den Einfluss des Waschens von thermo-mechanisch hergestellten Faserstoffen auf ihre chemischen Eigenschaften sowie auf die Eigenschaften von daraus hergestellten mitteldichten Faserplatten (MDF) haben zu folgenden Feststellungen geführt: Durch das Waschen der Fasern nahm der pH-Wert ihrer wässrigen Extrakte deutlich zu und die alkalische Pufferkapazität der Extrakte ab. Des Weiteren verringerte sich die Formaldehydabgabe der Fasern und der daraus hergestellten Platten. Auch die Furfuralabgabe wurde durch das Waschen reduziert. Weiterhin sank die Abgabe von flüchtigen Säuren (Ameisen- und Essigsäure) deutlich ab. Der Anteil an extrahierbarem Harnstoff in den MDF nahm durch das Waschen zu. Dies ist vermutlich auf die Erhöhung des pH-Wertes zurückzuführen.
Thermomechanical pulps from beech were in part washed by water at room temperature to remove water soluble components. MDF bonded with acid curing UF-resin and alkaline curing TF-resin were prepared from unwashed and washed fibres under exactly the same conditions on using the same binder. The equilibrium moisture contents (EMC) of pulps and from MDF were measured. The EMC of pulps was lower than that of the chips used for pulping. Washing of pulps leads to further decrease in the EMC. The EMC of the MDF bonded by alkaline curing TF-resin was higher than that of the fibres. In contrast, UF-bonded MDF had lower EMC than wood fibres. In general, the EMC of MDF produced from washed fibres were higher than that of the MDF produced from unwashed fibres. The UF-MDF has lower EMC than that of TF-MDF. The pH-value of the MDF made from washed fibres was higher than that of the MDF produced from unwashed fibres. The pH-value of UF-MDF is lower than the pH-value of the TF-MDF. The transverse tensile strength of UF-MDF produced from washed fibres were lower than that of the MDF made from unwashed fibres. In contrast, the transverse tensile strength of TF-MDF prepared from washed fibres was higher than from unwashed fibres. The difference in behaviour of unwashed and washed fibres is probably, at least partially, due to the influence of washing on the pH-value of fibres and the different interaction between the fibres and the used resin systems.
Hackschnitzel aus Buchenholz wurden thermomechanisch zu Fasern aufgeschlossen. Ein Teil der hergestellten Fasern wurde mit Wasser bei Raumtemperatur gewaschen. Beide Fasertypen wurden anschließend bei 70°C auf eine Feuchte von etwa 5% getrocknet. Aus den Fasern wurden mit säurehärtendem Harnstoff- (UF-Harz) und alkalisch härtendem Tanninformaldehydharz (TF-Harz) MDF hergestellt. An den ungewaschenen und gewaschenen Fasern sowie an den aus ungewaschenen und gewaschenen Fasern mit UF- und TF-Harz unter jeweils gleichen Bedingungen hergestellten 16 mm dicken mitteldichten Faserplatten (MDF) wurden die Ausgleichsfeuchten bei 20°C und relativen Luftfeuchten von 35%, 65% und 85% ermittelt. Zum Vergleich wurden die Ausgleichsfeuchten von Buchenholzspänen mitbestimmt. Ferner wurde an den Platten die Querzugfestigkeit ermittelt und der pH-Wert der kaltwässrigen Plattenextrakte bestimmt. Die Ausgleichsfeuchten der Fasern nehmen durch den Faseraufschluss deutlich ab. Durch das Waschen der Fasern sinkt die Ausgleichsfeuchte weiter ab. Die Ausgleichsfeuchten der mit säurehärtendem UF-Harz gebundenen MDF liegen nach Klimatisierung bei 20°C und 65% und 85% relativer Luftfeuchte niedriger als die der Fasern. Bei den TF-Harz-gebundenen MDF sind die Verhältnisse umgekehrt. Die mit UF-Harz gebundenen MDF haben geringere Ausgleichsfeuchten als die mit TF-Harz hergestellten MDF. Die Ausgleichsfeuchten der MDF aus gewaschenen Fasern liegen höher als die der MDF aus ungewaschenen Fasern. Des Weiteren wurde der pH-Wert der bei 20°C und 65% relativer Luftfeuchte klimatisierten MDF ermittelt. Er steigt, wie zu erwarten ist, durch das Waschen der Fasern an. Die Querzugfestigkeit der UF-Harz-gebundenen MDF sinkt durch das Waschen der Fasern deutlich ab, die der TF-Harz-gebundenen MDF steigt um fast 10%.
Hackschnitzel aus Buchenholz wurden thermomechanisch zu Fasern aufgeschlossen. Ein Teil der hergestellten Fasern wurde mit Wasser bei Raumtemperatur gewaschen. Die Menge des auswaschbaren Anteiles der Fasern, der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) des Waschwassers und dessen Formaldehydgehalt wurden ermittelt. Ferner wurden die Formaldehydabgabe der ungewaschenen und gewaschenen Fasern nach der WKI-Flaschen-Methode (EN 717-3), der pH-Wert und die alkalische Pufferkapazität des Absorptionswassers in den WKI-Flaschen ermittelt. Die Ergebnisse zeigen: Im Waschwasser konnten Formaldehyd und weitere chemisch abbaubare Stoffe nachgewiesen werden. Die Formaldehydabgabe der Fasern nahm durch das Waschen erheblich ab. Der nach einer Versuchsdauer von 72 Stunden ermittelte pH-Wert der Absorptionsflüssigkeit im Flaschentest (EN 717-3) lag für die gewaschenen Fasern deutlich höher als für die ungewaschenen Fasern. Entsprechend lag die alkalische Pufferkapazität in der Absorptionsflüssigkeit der gewaschenen Fasern niedriger.
Using a modified version of the WKI-bottle-method formaldehyde release from pine-MDF bonded with TF- and MUPF-resin was measured after 3, 24 and 48 hours at 40°C, 50°C and 60°C.
PF-Harz- sowie PMDI-gebundene im Labormaßstab hergestellte MDF (Bindemittelaufwand 10% PF-Harz und 6% PMDI) wurden bis zu 6 Wochen unter Wasser bei 40°C, 50°C und 60°C gelagert und anschließend auf ihre Wasseraufnahme untersucht. Für die bei 40°C unter Wasser gelagerten Proben wurden nach verschiedenen Zeitabständen die Rohdichteprofile nach einer Rücktrocknung bei 40°C und Klimatisierung bei 20°C/65% relativer Luftfeuchte aufgenommen. Die Ergebnisse lassen erkennen, dass die mit PF-Harz gebundenen MDF zu Beginn der Lagerung mehr Wasser aufnehmen als die PMDI-gebundenen Platten. Die Wasseraufnahme der PF-Harz-gebundenen MDF nimmt jedoch mit fortschreitender Lagerungsdauer weitaus weniger zu als im Fall der PMDI-Platten. Mit der Lagerung ist eine Absenkung der Rohdichte insbesondere im mittleren Bereich des Plattenquerschnittes verbunden.
Colour measurements in the visible region using a scale of Datacolor showed that beech veneer treated with boiling water discolours significantly less under the action of light than untreated veneer. The change in colour value of the treated wood containing red heartwood was only half of the one in the corresponding untreated wood. In wood without red heartwood, the colour change induced by the ultraviolet radiation could even be reduced to a fifth of that of the not treated veneer. Therefore, the pretreatment with boiling water seems to be a suitable method to reduce significantly the discolouration caused by exposure to light. Treatment with boiling water also results in veneers with homogenous colour distribution.