Es wird über Erfahrungen mit einem neuen “flying spot”-Densitometer bei Verwendung von Dünnschicht-Fertigplaltten Cellulose F und Kieselgel F254 berichtet. Die Untersuchungen befassen sich mit einigen durch die Dünnschicht-Chromatographie sowie durch die nachfolgende Messung bedingten Einflüssen auf die Meßergebnisse. An Leerplatten wurden je nach Beschichtungsmaterial und Meßrichtung sich z. T. erheblich unterscheidende Basislinien erhalten. Bei den Platten wurde jeweils die durch die Basislinien mit relativ ruhigem Verlauf bestimmte Richtung als Laufrichtung der Substanz bevorzugt. Der Einfluß vom Laufmittel sowie von den Untergrund nicht oder nur schwach und gleichmäßig anfärbenden Sprühreagentien auf das Kurvenbild ist gering und zu vernachlässingen. Je nach Laufrichtung der Substanz in Bezug auf die Beschichtungsrichtung bzw. je nach Meßrichtung bei vorgegebener Laufrichtung werden beim Ausmessen des entstandenen Substanzflecks, bedingt durch dessen Unregelmäßigkeit, unterschiedliche Meßwerte erhalten, z. B. für 1 μg 5-Hydroxyindol-3-essigsäure (5-HIE) auf Cellulose F-Platten quer zur Laufrichtung 80 mm2 und in Laufrichtung 100 mm2. Die untere Nachweisgrenze beträgt für 5-HIE auf Cellulose F-bzw. Kieselgel F254-Platten 0,1 bzw. 0,2 μg, die Standardabweichung s=±0,05 μg 5-HIE. Außerdem ergibt sich eine Abhängigkeit der Meßwerte von der Blende und der Schwingungsweite der Platte im Densitometer. Eine vergleichende Auswertung ist daher nur bei gleicher Laufrichtung wie bei gleicher Schwingungsweite bzw. Blende möglich. Für jede Platte ist infolge ungenügender Reproduzierbarkeit der Meßwerte auf verschiedenen Platten eine Eichkurve erforderlich. Bei verschieden weitem Lauf von Flecken der gleichen Substanz auf derselben Platte ist zur Feststellung des Höchstwertes eines jeden Fleckes das Abfahren in parallen millimeterweise verschobenen Bahnen erforderlich.
Es wird über Beobachtungen bei der Papierchromatographie von Aidostcron-[l,2-H] (0,05//g; l €) unter Zusatz steigender Mengen von inaktivem Aidostcron (0, l, 5,10, 20, 40 //g) berichtet: Mit steigendem Gehalt an inaktivem Aldosteron nimmt die adsorbierte Menge von Aldosteron-[l,2-H] an der Auftragsstelle ab. Die Gesamtmenge an adsorbiertem Aldosteron liegt dabei unter 5 /ig. — Bei Substanzmengen von mehr als 10 /ig inaktivem Aidostcron werden die Aldosteronpeaks auf den Radiopapierchromatogrammen trotz des Nachweises eines konstanten Gehalts an Aldosteron-[l ,2-H] kleiner. Die Größe dieser Peaks ermöglicht daher keinen zwingenden Schluß auf die Menge an radioaktiv markierter Substanz. — Eine Näherungsrechnung gibt einen Anhalt für die auf der gesamten Laufstrecke adsorptiv gebundene Aldosteronmenge. Diese muß bei der Auswertung berücksichtigt werden.