In diesem Beitrag wird ein Vorgehen skizziert, das zur Klärung der Frage "Wie können Kompetenzen für nachhaltiges Wirtschaften ermittelt und beschrieben werden?" hinfuhrt. Entstanden ist die Skizze in der Kooperation der wissenschaftlichen Begleitforschung zweier Modellvorhaben des Bundesinstituts für Berufliche Bildung (BIBB) und der Bearbeitung eines mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekts zum Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). In den beiden Modellversuchen werden Themen aus den Bereichen des nachhaltigen Wirtschaftens im Handwerk sowie einer nachhaltigen Aus- und Weiterbildung in Handwerksbetrieben bearbeitet. Das ESFProjekt bearbeitet eine analoge Themenstellung am Beispiel der Tourismuswirtschaft. Allen drei Projekten liegt jedoch dasselbe Verständnis von nachhaltigem Wirtschaften zugrunde: Nachhaltiges Wirtschaften berücksichtigt ökonomische, ökologische und soziale Aspekte in der Unternehmensführung. Es kann auf innerbetriebliche Prozesse zur Steigerung der Ressourcen- und Arbeitseffizienz und auf Nutzen und Entwicklung von neuen, auf Nachhaltigkeit bezogenen Geschäftsfeldern im Markt bezogen werden (vgl. Klemisch/Rauhut/Rohn 2005: 14).
In einer sehr allgemeinen Form kann Didaktik beschrieben werden mit der Frage, wer, was, wann, mit wem, wo, wie, womit, warum lernen soll. Mit dieser allgemeinen Umschreibung von Didaktik allein ist es aber nicht getan, denn neben der Allgemeinen Didaktik haben sich verschiedene spezielle Didaktiken etabliert, die zum Teil mit dem Begriff der Didaktik beruflicher Bildung gebündelt werden können.
Immer wenn von Berufs- und Wirtschaftspädagogik die Rede ist, stoßen wir auch auf den Systembegriff: Beruf und Wirtschaft werden als Systeme bezeichnet. Pädagogisches Wissen wird System genannt, und die Vermittlung dieses Wissens kann systematisch erfolgen. Die Berufsausbildung insgesamt wird als ein System beschrieben, in das ein besonderes duales System eingelagert ist. Viele weitere Beispiele ließen sich finden.
Berufliche Bildung umfasst nach § 1 Berufsbildungsgesetz die Berufsausbildungsvorbereitung, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung. Hierbei lassen sich die berufliche Umschulung und auch die berufliche Fortbildung der beruflichen Weiterbildung zurechnen.
Politik wird zugespitzt definiert als Umgang mit Macht. Wenn verschiedene Akteure und Akteurinnen versuchen, durch Macht und Machtausübung auf Entscheidungen und Handlungen anderer Akteure und Akteurinnen Einfluss zu gewinnen, werden sie politisch tätig. Solche politische Betätigung findet zumeist in und durch Institutionen statt und zielt auf eine Mitgestaltung bestimmter Bereiche gesellschaftlichen Handelns ab.
Wenn vom Lernort Betrieb die Rede ist, dann ist damit umgangssprachlich gemeint: Der Betrieb ist eine wirtschaftliche und organisatorische Einheit, in der Güter produziert und Dienstleistungen erbracht werden. Solche Betriebe sind Handwerksbetriebe, Industriebetriebe, Bankbetriebe, Handelsbetriebe, Versicherungsbetriebe u. a. Wenn diese Betriebe auch ausbilden oder weiterbilden, dann handelt es sich offenbar um einen Lernort Betrieb. Mit dieser Vorstellung vom Lernort Betrieb kommen wir allerdings in Schwierigkeiten, wenn sie an der Praxis überprüft wird.
Ziele und Zielsetzungen in der beruflichen Bildung sind sicherlich notwendig. Aber welchen Sinn macht es, sich wissenschaftlich damit zu beschäftigen? Eine scheinbar klare und einfache Antwort findet sich in folgender Feststellung von Bunk (1982, S. 21):
In einer sehr allgemeinen Form kann Didaktik beschrieben werden mit der Frage, wer, was, wann, mit wem, wo, wie, womit, warum lernen soll. Mit dieser allgemeinen Umschreibung von Didaktik allein ist es aber nicht getan, denn neben der Allgemeinen Didaktik haben sich verschiedene spezielle Didaktiken etabliert, die zum Teil mit dem Begriff der Didaktik beruflicher Bildung gebündelt werden können.
Ein Lehrer muss Fachmann und Pädagoge zugleich sein; seine Tätigkeit erfordert den Fachmann, wenn es gilt, sich einen Überblick über das Lehrgebiet und die darin vertretenen Lehrmeinungen zu verschaffen, Lehrinhalte auszuwählen, zu systematisieren und unter fachwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Als Pädagoge ist er vielfältig gefordert. Zu seinen pädagogischen Aufgaben zählt auch die Beratung. Der Deutsche Bildungsrat (1970, S. 217 ff.) nennt die fachunterrichtliche Beratung, die Erziehungsberatung, die Schullaufbahn- und Berufsberatung sowie die Beratung von Eltern, Schülern, Berufsberatern und betrieblichen Ausbildern. Zu seinen Aufgaben wird auch das Erziehen und Beurteilen gezählt, die sich angesichts der inhomogenen Schülerklientel als zunehmend problematisch erweisen. Lehrer müssen außerdem Verwaltungsaufgaben übernehmen und an curricularen, didaktisch-methodischen und schulorganisatorischen Reformen mitarbeiten.
Seit dem Gutachten über das berufliche Ausbildungs- und Schulwesen des Deutschen Ausschusses fir das Erziehungs- und Bildungswesen von 1964 wird der Begriff duales System fir das deutsche berufliche Ausbildungsmodell verwendet. Es soll darunter das Zusammenwirken von Betrieb und Berufsschule in der Berufsausbildung junger Erwachsener verstanden werden. Im Gegensatz hierzu wird europaweit außerdem in einem vollzeitschulischen System (z. B. in Frankreich) und in einem rein betrieblichen Ausbildungssystem (z. B. in Großbritannien) sowie in so genannten Mischsystemen (z. B. in Dänemark) ausgebildet (→R, Internationalisierung; →R, Finanzierung).