Purpose: Anterior cruciate ligament (ACL) reconstruction using tendon grafts remains the standard treatment for ACL ruptures, although ligament-preserving techniques have gained increasing interest for selected injury patterns. This retrospective cohort study aimed to evaluate clinical and radiologic outcomes of a ligament-preserving ACL repair technique (Ligabrace), involving suture tape augmentation and cortical button fixation, compared with hamstring autograft reconstruction in patients with acute proximal ACL tears. Methods: A retrospective cohort of 50 patients with isolated acute proximal ACL rupture (Sherman I/II) without concomitant injuries was analyzed. Patients were allocated to either Ligabrace repair (n=25) or hamstring autograft reconstruction (n=25) based on intraoperative assessment of tissue quality. Clinical outcome measures (Tegner, Lysholm, and IKDC scores) were assessed preoperatively (T0) and at 12 months postoperatively (T2). In addition, magnetic resonance imaging (MRI) and clinical knee examinations, including instrumented anterior-posterior (AP) laxity measurements, were performed at defined follow-up intervals. Results: At 12 months (T2), no statistically significant differences were observed between groups in any of the evaluated outcome measures (p > 0.05). The Ligabrace group demonstrated mean Lysholm scores of 90.3 ± 7.9 (range 71 - 100) and IKDC scores of 87.1 ± 11.3 (range 62 - 100), comparable to the reconstruction group. Tegner activity levels were 6.2 ± 1.7 in the Ligabrace group and 5.8 ± 1.7 in the reconstruction group. Mean side-to-side AP laxity was 0.56 mm in the Ligabrace group and 0.72 mm in the reconstruction group. Conclusion: Primary ACL repair using the Ligabrace technique demonstrated comparable short-term clinical and radiologic outcomes to hamstring autograft reconstruction in a selected cohort of patients with acute proximal ACL tears. These findings should be interpreted considering the retrospective design and potential selection bias, and further prospective studies are warranted. Level of Evidence: Level III, retrospective cohort study
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) legt hiermit eine Aktualisierung des Curriculums zur Erlangung einer Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie vor, um besondere Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten anzuerkennen. Die Neuerungen waren notwendig, um eine Angleichung an die Anforderungen der European Heart Rhythm Association (EHRA) zu erzielen. Neben dem Erwerb der Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie (24 Monate) können auch die Bereiche Invasive Elektrophysiologie bzw. Aktive Herzrhythmusimplantate separat erworben werden (jeweils 15 Monate). Die Erteilung des Zertifikats setzt die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie voraus. Beschrieben werden Ziele und die zugehörigen theoretischen und praktischen Inhalte des Programms. Zudem werden Kriterien für eine Stätte zur Erlangung der Zusatzqualifikation und für die Qualifikation des Leiters formuliert. Der Ablauf der Zusatzqualifikation wird in einem Logbuch dokumentiert. Persönliche Anerkennungen sowie die Zertifizierung von Stätten, Leitern und stellvertretenden Leitern erfolgt durch Gutachter bzw. durch das Gremium Spezielle Rhythmologie der DGK. Eine Rezertifizierung von Stätten und persönlichen Anerkennungen erfolgt nach 7 Jahren, ausgenommen davon sind bereits im Rahmen der Übergangsregelung unbefristet erteilte persönliche Anerkennungen der Zusatzqualifikation.
Bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz sollen Therapieziele frühzeitig festgelegt und im Verlauf regelmäßig überprüft werden. Angesichts des oft schwer vorhersehbaren Krankheitsverlaufs ist eine offene, wertorientierte Kommunikation über Prognose, Belastungen und Erfolgsaussichten medizinischer Maßnahmen essenziell. Das Konsensuspapier betont die Bedeutung einer strukturierten Entscheidungsfindung im Sinne des Advance Care Planning (ACP) und einer engen multiprofessionellen Zusammenarbeit zwischen Kardiologie, Hausärztinnen und -ärzten, Pflege und Palliativmedizin. Dabei sind sowohl medizinische als auch ethische und rechtliche Aspekte zu berücksichtigen, insbesondere die Ermittlung und Beachtung des Patientenwillens. Palliative Therapieansätze sollen frühzeitig in die Versorgung integriert und nicht erst in der terminalen Krankheitsphase berücksichtigt werden. Regelmäßige Reevaluationen von Therapieentscheidungen und eine klare Dokumentation individueller Werte, Wünsche und Behandlungsgrenzen fördern eine patientenzentrierte, konsistente Versorgung. Eine Anpassung bestehender Versorgungs- und Vergütungsstrukturen wird empfohlen, um herzinsuffiziente Patientinnen und Patienten sektorenübergreifend adäquat und würdevoll zu begleiten.