Der Beitrag untersucht die Wechselwirkung zwischen Begehren, (Text-)Raum und Geschichte in Élisa Shua Dusapins Roman Hiver à Sokcho aus dem Jahr 2016. Dabei wird argumentiert, dass der Text der Schweizer Autorin mit franko-koreanischen Wurzeln durch eine Poetik der Intimität des Abstandes (François Jullien) – also durch die Inszenierung eines amour en relief – leise und doch wirksam politisch ist und eine echte Auseinandersetzung mit dem Anderen andenkt.