ZusammenfassungDie volle Reanimation eines Neugeborenen mit Beatmungen, Thoraxkompressionen und der Gabe von Medikamenten ist ein äußerst seltenes Ereignis, das selbst neonatologische Teams immer wieder vor Herausforderungen stellt. Gerade in diesen seltenen und häufig dramatischen Situationen ist schnelles und umsichtiges Handeln im Team gefragt. Dabei ist die effektivste und meist einzig notwendige Maßnahme für die erfolgreiche Versorgung eines nicht spontan atmenden Neugeborenen eine suffiziente Maskenbeatmung. Wird diese effektiv durchgeführt, sind beim Neugeborenen in den seltensten Fällen tatsächlich Thoraxkompressionen notwendig. Im März 2021 wurde vom European Resuscitation Council (ERC) die neue Leitlinie zur Reanimation von Neugeborenen publiziert. Auf Basis dieser Leitlinie beschreibt der vorliegende Beitrag detailliert den im Algorithmus der Versorgung und Reanimation von reifen Neugeborenen dargestellten Handlungsablauf. Er richtet sich damit einerseits insbesondere an NichtneonatologInnen, die für die Versorgung v. a. von reifen Neugeborenen nach der Geburt verantwortlich sind. Andererseits soll er auch jenen zur Unterstützung dienen, die medizinisches Personal in der Versorgung von lebensbedrohten Neugeborenen trainieren und den Algorithmus der Neugeborenenreanimation als didaktisches Konzept vermitteln.
Der genetische Defekt bei Mukoviszidose liegt auf dem langen Arm von Chromosom 7 mit autosomal-rezessivem Erbgang. Das CF-Gen umfasst 250.000 Basenpaare, die ein 1480 Aminosäuren enthaltendes Protein, das den "cystic fibrosis transmembrane regulator" (CFTR) kodiert. Inzwischen sind über 1900 Mutationen ( www.genet.sickkids.on.ca/cftr ) bekannt. Die CFTR-Mutationen werden in 5 Klassen eingeteilt.
Die Kita-Untersuchung im 4. Lebensjahr in Sachsen ist ein ärztliches Angebot des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes (KJÄD), das in den Kindertageseinrichtungen in Sachsen durchgeführt wird. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, frühzeitig Förderbedarfe bei Kindern vor dem Schuleintritt zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Diese Studie zielt darauf ab, die Kita-Untersuchung in Sachsen hinsichtlich der aktuellen personellen, strukturellen und technischen Rahmenbedingungen aus der Perspektive der Ärzt:innen des KJÄD, des Kita-Fachpersonals und der Eltern zu analysieren. Die vorliegende Studie verwendet ein qualitatives Design. Insgesamt wurden N=13 telefonische Interviews durchgeführt: n=5 mit Ärzt:innen, n=4 mit Eltern und n=4 mit Kita-Fachpersonal. Die Interviews basierten auf halbstrukturierten Leitfäden und wurden als Audiodateien aufgezeichnet. Die Aufnahmen wurden anschließend vollständig transkribiert und mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring unter Einsatz der Software MAXQDA ausgewertet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kita-Untersuchung nach Meinung aller Befragten eine entscheidende Rolle bei der frühzeitigen Erkennung von Förderbedarf für die Schule spielt. Es wurde als Vorteil angesehen, dass die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung untersucht werden. Die Anwesenheit der Erzieher:innen während der Untersuchung wurde als positiv bewertet. Eine bessere Verbreitung von Informationen über analoge oder digitale Medien könnte helfen, schwer erreichbare Familien besser zu erreichen und zur Nutzung der Untersuchung zu motivieren. Die Kita-Untersuchung trägt wesentlich zur frühen Förderung bei und bietet eine bedeutende, leicht zugängliche Ergänzung zu den regulären U-Untersuchungen in den Kinderarztpraxen.