Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) legt hiermit eine Aktualisierung des Curriculums zur Erlangung einer Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie vor, um besondere Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten anzuerkennen. Die Neuerungen waren notwendig, um eine Angleichung an die Anforderungen der European Heart Rhythm Association (EHRA) zu erzielen. Neben dem Erwerb der Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie (24 Monate) können auch die Bereiche Invasive Elektrophysiologie bzw. Aktive Herzrhythmusimplantate separat erworben werden (jeweils 15 Monate). Die Erteilung des Zertifikats setzt die Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie voraus. Beschrieben werden Ziele und die zugehörigen theoretischen und praktischen Inhalte des Programms. Zudem werden Kriterien für eine Stätte zur Erlangung der Zusatzqualifikation und für die Qualifikation des Leiters formuliert. Der Ablauf der Zusatzqualifikation wird in einem Logbuch dokumentiert. Persönliche Anerkennungen sowie die Zertifizierung von Stätten, Leitern und stellvertretenden Leitern erfolgt durch Gutachter bzw. durch das Gremium Spezielle Rhythmologie der DGK. Eine Rezertifizierung von Stätten und persönlichen Anerkennungen erfolgt nach 7 Jahren, ausgenommen davon sind bereits im Rahmen der Übergangsregelung unbefristet erteilte persönliche Anerkennungen der Zusatzqualifikation.
Aufgrund der hohen kardiovaskulären Krankheitslast bei Adipositas besteht ein wachsender Bedarf an strukturierten, risikoadaptierten Behandlungskonzepten. Adipositas verstärkt klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren wie arterielle Hypertonie, Typ-2-Diabetes und Dyslipidämie und wirkt darüber hinaus unabhängig vom Body-Mass-Index über inflammatorische und metabolische Mechanismen auf das Herz-Kreislauf-System. Insbesondere viszerale Adipositas ist eng mit der Entstehung und Progression kardiovaskulärer Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz (insbesondere HFpEF), Herzrhythmusstörungen, Klappenerkrankungen, pulmonaler Hypertonie und schlafbezogenen Atmungsstörungen verbunden. Dieses Konsensuspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bietet einen Überblick über pathophysiologische Grundlagen, diagnostische Besonderheiten und therapeutische Optionen im Management kardiovaskulärer Erkrankungen bei Adipositas. Ziel ist es, evidenzbasierte, konsensgestützte und praxisorientierte Empfehlungen für eine risikoadaptierte und multimodale Versorgung bereitzustellen. Das Papier stellt ein integriertes Behandlungskonzept aus Lebensstilinterventionen, moderner Pharmakotherapie – insbesondere inkretinbasierten Substanzen – sowie bariatrischen Verfahren vor und berücksichtigt zudem geschlechterspezifische Aspekte, periinterventionelle Herausforderungen sowie die Bedeutung von Rehabilitation und sektorenübergreifender Versorgung. Es dient als konsensbasierte klinische Orientierung und ersetzt keine evidenzbasierte Leitlinie.
OBJECTIVES:To assess whether tricuspid valve surgery (TVS) during HeartMate 3 (HM3) left ventricular assist device (LVAD) implantation affects long-term survival and outcomes. METHODS:The ELEVATE registry enrolled 540 HM3 patients across 26 centres; 463 undergoing primary LVAD implantation and at least mild tricuspid regurgitation (TR) formed this analysis. Concomitant TVS was performed in 70 (15.1%) patients. Five-year outcomes (survival, functional capacity, end-organ function, adverse events) were compared with those with similar severity of TR not receiving TVS in both overall population (with TVS n = 70 vs without TVS n = 264) and matched groups (each group n = 67, primary analysis cohort). RESULTS:In the matched cohort, baseline demographics of patients with or without TVS showed no differences in age (57.9 ± 10.8 vs 57.3 ± 10.0; P = .728), sex (male, 92.5% vs 94.0%; P = 1.000), preoperative short-term mechanical circulatory support rate (6.0% vs 9.0% P = .744), New York Heart Association (NYHA) class and quality of life (QoL) score, and end-organ function. Preoperatively, patients with TVS had shorter 6-minute walk distances (6MWD; 58.0 ± 109.0 m vs 105.3 ± 154.0 m; P = .081). At 5 years, patients with TVS showed no differences in survival (69.0% vs 59.3%, P = .67), 6MWD (311.1 ± 129.5 m vs 295.6 ± 137.7 m, P = .758), QoL score, or end-organ function while presented a lower risk of right heart failure (EPPY 0.038 vs 0.092, P = .03). CONCLUSIONS:In the ELEVATE registry, concomitant TVS during HM3 implantation was not associated with differences in 5-year survival; however, it may have a positive effect on functional capacity and right heart function. CLINICAL REGISTRATION NUMBER:NCT02497950.