
Wo tauchen Grenzen im Raum der Gesellschaft auf? Welche Formen nehmen sie dabei an? Hindern oder ermoglichen sie? Um diese (und weitere) Fragen zu beantworten, nimmt der Beitrag eine funktionale Perspektive auf Prozesse der Grenzziehung ein.
Viren kennen keine Grenzen. Von Grenzschliesungen im Pandemiefall rat auch die WHO ab, da sie im Zweifel eher schaden. Dennoch sind Grenzschliesungen und -kontrollen in der aktuellen Pandemie eher die Regel. Das konnte auch an popularen kartografischen Darstellungen liegen, die eine gesundheitspolitische Orientierung an Grenzen nahelegen.
Dieser Beitrag zeigt beispielhaft, wie sich die deutsch-polnische Grenzregion in den vergangenen 30 Jahren vom Grenz- zum Verflechtungsraum entwickelt hat - und wie der Prozess weitergefuhrt werden sollte.
Im Gesprach mit Jens Kurnol vom BBSR erlautern Roland Scherer und Klaus-Dieter Schnell, wie sich die Masnahmen zur Eindammung der Pandemie in der Bodenseeregion ausgewirkt haben und welche Chancen und Risiken sie fur die kunftige grenzuberschreitende Zusammenarbeit sehen.
Wahrend der ersten Welle der Pandemie im Fruhjahr 2020 wurde die grenzuberschreitende Mobilitat in der Grosregion (Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonien) massiv beschrankt. Seit Beginn der zweiten Welle der Pandemie im Herbst 2020 stehen die Grenzen erneut im Fokus der offentlichen Debatte.
Grenzlagen sind fur die raumliche Entwicklung von Regionen eine besondere Herausforderung. Um dieser zu begegnen und die Entwicklung der grenzuberschreitenden Metropolregion Stettin voranzutreiben, haben sich Akteure aus Westpommern, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zusammengeschlossen. Durch kooperatives Handeln und vielfaltiges Engagement haben sie die Verflechtungen in der Region in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert - und eine neue Perspektive fur die ehemaligen Randregionen entwickelt.
India looks back on a long-standing series of official data on urban development, though mainly focusing on hard infrastructure and only gradually incorporating the soft one. A new series in Census data, particularly on the economic base of cities and towns, would be needed for proper evidence-based policies. The governmental research cooperation between BBSR and the National Institute of Urban Affairs (NIUA) in that respect helps to better understand urban development in a transcultural way.
Die Pandemie hat die grenzuberschreitende Zusammenarbeit auf die Probe gestellt. Das gilt auch fur die Metropolregion Stettin im deutsch-polnischen Grenzraum. Geschlossene und kontrollierte Grenzen zeigen mehr denn je: Es braucht harmonisierte Daten, um die Lebensverhaltnisse in dieser Region zuverlassig zu beschreiben.
Der landerubergreifende Vergleich von Stadten bedarf einer harmonisierten Definition. Eine solche passgenaue Definition von Stadt auf der Grundlage des Urbanisierungsgrades berucksichtigt die Europaische Kommission bereits in ihren Statistiken. Das Informationssystem Urban Audit und der Ansatz von Functional Urban Areas konnen dabei als datentechnische Referenz auf Gemeindeebene dienen.
In this interview, Mr Khoo Teng Chye shares some insights on how Singapore has taken a systems approach to integrated planning and urban governance at various scales in the city-state’s urban development. Through examples on greenery, public spaces, security and inclusivity, he explains how Singapore’s methodology has resulted in liveable city outcomes that are well-aligned with the Sustainable Development Goals.
Ob eine Entwicklung nachhaltig und ebenenubergreifend ist, lasst sich in Frankreich uber zwei Aspekte messen: Auf der einen Seite stellt das Institut national de la statistique et des etudes economiques (Insee) entsprechende Daten bereit. Auf der anderen Seite brauchen kommunale Gebietskorperschaften praktische Handlungsempfehlungen, um die Nachhaltigkeitsziele auf lokaler Ebene zu erreichen. Hier sind Stadtplanung, Stadtentwicklung und professionelle Verbande gefragt. Brigitte Bariol-Mathais sprach daruber mit der IzR-Redaktion.
Kommunen sind die zentralen Partner beim ebenenubergreifenden Monitoring von Stadtentwicklung. Kommunale Daten liefern die grundlegenden Informationen fur Planungen und Entscheidungen auf regionaler und nationaler Ebene. Die Leiterin der Arbeitsgemeinschaft „SDG-Indikatoren“ erlautert, welche Rolle Kommunen in diesem Zusammenhang haben.
Sind Grenzschliesungen und -kontrollen in Europa wegen hoherer Infektionszahlen gerechtfertigt? Spielt die raumliche Lage an der Grenze tatsachlich eine Rolle, wenn es um die Verbreitung des Virus geht?
Dieser Beitrag beschreibt das Infektionsgeschehen wahrend der COVID-19-Pandemie als sozialraumlichen Prozess. Diese Betrachtung aus Prozessperspektive erweitert das raumliche Verstandnis der Verbreitung von Infektionskrankheiten auf die Raumkategorien Territorium, Ort, Skala und Netzwerk. Darauf aufbauend erlautern die Autoren, warum sich Infektionsprozesse wirksamer auf relationaler und topologischer Ebene eindammen lassen.
Wie gut sich Einrichtungen der Daseinsvorsorge erreichen lassen, beeinflusst die Lebensqualitat von Menschen. Doch gerade in landlichen Raumen erschweren schrumpfende Einwohnerzahlen und ausgedunnte OPNV-Angebote die Zugangsmoglichkeiten erheblich. Aus der Raumplanung und Regionalentwicklung wissen wir, dass eine effiziente, vorausschauende und uberregionale Planung helfen kann, intelligente Losungen zu finden. Genau hier setzt der Daseinsvorsorgeatlas an: als kostenloses, interaktives Planungswerkzeug - das als digitale Anwendung eine effiziente Planung unterstutzt.
Planungswissenschaft und Planungspraxis stehen sich oft spannungsvoll gegenuber. In beiden Feldern leisten Menschen gesellschaftlich relevante Arbeit und versuchen, raumliche Bedingungen zu verstehen und zu verbessern. Dieser Beitrag lenkt den Blick auf mogliche Ursachen fur bestehende Spannungen. Auf welche Weise lassen sich diese vermeiden oder uberwinden? Die Autoren pladieren fur mehr Verstandnis: in der Kooperation und fur Gleichberechtigung und Ergebnisoffenheit.
Die Digitalisierung der Verwaltung hat vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie einen weiteren Schub erhalten. Sie macht auch vor der kommunalen Flachen- und Bauleitplanung nicht halt. Der weiterhin hohe Druck auf dem Immobilienmarkt fordert von den Stadten innovative Methoden zur Wohnraumgewinnung sowie effizientere Planungs- und Genehmigungsprozesse. Dabei stellen nationale und internationale Standardisierungsvorgaben die Planungstrager vor grose Herausforderungen - versprechen aber gleichzeitig enormes Potenzial. Die Autoren beschreiben, wie Freiburg diese Potenziale effektiv nutzt.
Wissenschaft und Praxis brauchen den Dialog auf Augenhohe. Gemeinsam entwickeln sie eine Vision von dem, was in Zukunft moglich und notig ist. Wir brauchen mehr Mut, Begeisterung und unkonventionelle Ideen - sagt Sigurd Trommer, langjahriger Stadtbaurat und Hochschullehrer im Gesprach mit Friederike Vogel (BBSR).
Die Autorinnen beschreiben das Verhaltnis zwischen Planungswissenschaft und -praxis an Beispielen aus der Berliner Stadtentwicklungsplanung.