
Studie im Auftrag des Ministeriums fur Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW.
Dieser Bericht untersucht die Folgen der Covid-19-Pandemie auf das Leistungsgeschehen der Krankenhauser fur den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Er untersucht auserdem, ob die seit dem 16. Marz 2020 geltenden Ausgleichszahlungen die Erlosminderungen der Krankenhauser aufgrund des Ruckgangs der Leistungsmenge ausgleichen konnten. Nicht untersucht wird, ob und wie sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhauser im Jahr 2020 insgesamt verandert hat. Zuvor wurden bereits in zwei Berichten die Zeitraume bis einschlieslich 31. Mai 2020 bzw. bis zum 30. September 2020 ausgewertet. In dem vorliegenden dritten Bericht stellen wir Analysen fur das gesamte Jahr 2020 vor. Die Analysen basieren auf krankenhausindividuellen Struktur- und Leistungsdaten des Instituts fur das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) fur die Jahre 2018 bis 2020. Da die Gesamtjahresdaten verlasslicher als die unterjahrigen Daten sind, kommt es auch ruckwirkend zu Abweichungen zu den Ergebnissen aus den ersten beiden Berichten. [...]
[Einleitung ...] Der Bericht ist wie folgt aufgebaut. In Kapitel 2 wird detailliert dargestellt, wie sich die offiziellen Statistiken der Bundesagentur fur Arbeit sowie des Statistischen Bundesamtes hinsichtlich der Hohe der Lohnlucke unterscheiden und wie sich diese Unterschiede erklaren lassen. In Kapitel 3 werden eigene deskriptive Ergebnisse basierend auf den Mikrodaten der IEB und der VSE vorgestellt. Hier wird zunachst darauf eingegangen, inwieweit sich Zeitarbeiter/-innen hinsichtlich ihrer beobachtbaren Charakteristika von nicht Zeitarbeiter/-innen unterscheiden. Anschliesend werden die Lohnunterschiede basierend auf einer vergleichbaren Stichprobe dargestellt. Hierbei liegt der Fokus auf einem Vergleich der Lohnlucke uber verschiedene beobachtbare Charakteristika. Kapitel 4 verwendet Regressionsanalysen und Dekompositionsmethoden, um fur Unterschiede in der Zusammensetzung der jeweiligen Stichprobe zu kontrollieren. Zudem werden mithilfe eines Matching-Verfahrens statistische Zwillinge gebildet, um die Gruppe der in Zeitarbeit Beschaftigten so vergleichbar wie moglich mit den Beschaftigten auserhalb der Zeitarbeit zu machen. Kapitel 5 gibt Empfehlungen, wie die Lohnlucke der Zeitarbeiter/-innen in Zukunft sinnvoller berechnet und dargestellt werden kann, um diese uber verschiedene Datensatze vergleichbar zu machen.
Endbericht - Mai 2021. Forschungsprojekt im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.
The FDZ Ruhr provides a dataset on real estate advertisements in Germany for the years 2007 to 2020 (up to June). The data are based on information from the internet platform ImmobilienScout24 and covers both apartments and houses for sale and for rent. The data are available for scientific research only. The provided dataset covers detailed regional information and a rich set of housing characteristics. This data report gives a brief overview on the data as well as its limitations and specifics. The data report is addressed to (potential) users of the data as support for their data preparation.
Das im vorliegenden Bericht beschriebene Forschungsprojekt zum Thema "Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Lohne und Arbeitszeiten" zielt auf die Evaluation der Mindestlohneinfuhrung und -erhohung hinsichtlich Veranderungen von Lohnen und Arbeitszeiten ab. Das Projekt wurde im Auftrag der Mindestlohnkommission gemeinsam vom RWI - Leibniz-Institut fur Wirtschaftsforschung mit dem Institut fur Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und dem IZA - Institute of Labor Economics durchgefuhrt. Der Bericht verfolgt die Beantwortung der folgenden ubergeordneten Leitfragen: * Inwieweit konnen Veranderungen der Lohnstruktur zwischen 2014 und 2017 als Anpassung an den gesetzlichen Mindestlohn identifiziert werden? * Inwieweit sind die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Stundenlohne auf Anpassungen des Bruttoeinkommens bzw. der Arbeitszeit zuruckzufuhren? * Wie hat sich die Lohnmobilitat durch den gesetzlichen Mindestlohn verandert? * Welche Auswirkungen hatte der Mindestlohn auf Sonderzahlungen und geldwerte Vorteile? * Inwiefern hat sich der Mindestlohn auf die Zufriedenheit, die Motivation und die gesellschaftliche Teilhabe der Beschaftigten ausgewirkt? [...]
The FDZ Ruhr provides two campus files on real estate advertisements in Germany: the City Campus File (RWI-GEO-RED city) and a Cross-Sectional Campus file (RWI-GEO-RED cross). The datasets are extractions of the Scientific Use Files of RWI-GEO-RED. The City File covers the 15 biggest cities in Germany over the whole time period whereas the Cross File covers all Germany within one year (2019). The RWI-GEO-RED data are based on information from the internet platform ImmobilienScout24 and cover residential advertisements only. The campus files include apartments for sale and for rent and houses for sale. The data are available for lectures, tutorials, seminar thesis, bachelor and master thesis and scientific research. The provided dataset covers detailed regional information and a rich set of housing characteristics. Both datasets are a sample drawn and not the comprehensive data base like the Scientific Use File. The already implemented data cleaning eases the data work for students. This data report gives a brief overview of the data as well as its limitations and specifics. The data report is addressed to (potential) users of the data as support for their data preparation.
[Introduction] Against the backdrop of global warming, many countries have implemented a large suite of environmental and energy policies. Germany has initiated the so-called Energiewende (Energy Transition), which involves a withdrawal from nuclear power, an increase in energy efficiency, and a rapid expansion of renewable energy sources. This endeavor necessarily induces major technological transformations as well as high costs, which private customers will bear to a large extent. To shed light on the energy transition, the research project AKZEPTANZ conducted a survey to investigate the acceptance of environmental policies.1 Specifically, the project gathered data on the current and prospective burden of energy costs on households and their preferences towards a sustainable and secure energy supply. Moreover, the project elicited attitudes towards fairness, climate change, environment, personal costs and benefits, as well as the respondents' individual willingness to pay (WTP) and to accept (WTA) concerning the introduction of energy and environmental policies. The survey within the framework of the project AKZEPTANZ was conducted between December 2015 and February 2016 and extends the Socio-Ecological Panel (Green-SOP) by a fifth wave (for a description of the Socio-Ecological Panel wave 1 to 4, see Kussel and Larysch, 2017). By providing insights into the preferences and attitudes of households towards the systemic changes entailed by the energy transition in Germany, it fills a gap in research, which has not been addressed before. This data description provides a brief overview of wave 5 of the Green-SOP. The next section explains the process and methodology of data collection in more detail and relates wave 5 to the preceding waves. Section 3 describes the socio-economic features of the sample. Information on how the data can be accessed and a codebook with details on all variables are annexed.
Marginal employment, so-called Minijobs, represent a significant part of the dependent employment in Germany. In 20121 and 2016 the RWI conducted a survey and interviewed marginally employed workers and employers with marginally employed workers in North Rhine-Westphalia. The results of the survey allow to draw conclusions for the structure of the employees, the motivations of the employees and the employers and the perception of rights like the continued payment of wages and maternity leave. The data is available for academic research as a Scientific-Use-File from the FDZ Ruhr at RWI.
Die Untersuchung geht den raumlichen Unterschieden im Aufkommen von Kreditausfallrisiken der Privathaushalte in deutschen Ballungsraumen nach. Zahlungsschwierigkeiten sind eine gravierende Auswirkung personlicher Fehlentscheidungen und konnen auf mangelnde finanzielle Grundkompetenzen zuruckzufuhren sein. Die Kernfragen sind, ob durch raumliche Haufungen von Haushalten mit Zahlungsschwierigkeiten unerwunschte Nachbarschaftseffekte auftreten, die den dort lebenden Personen den Zugang zu wichtigen Finanzkompetenzen zusatzlich erschweren und ob das Ruhrgebiet in dieser Hinsicht besondere Probleme aufweist. Datengrundlage sind soziookonomische Daten auf der Ebene von 1 km²-Rastern (RWI-GEO-GRID) sowie Mikrodaten des Internetportals ImmobilienScout24 (RWI-GEO-RED) fur sechs deutsche Ballungsraume (Ruhrgebiet, Rheinland NRW, Rhein/Main, Berlin/Brandenburg, Hamburg und Munchen). Auserdem werden Daten zu Ubergangen zwischen Grundschule und Gymnasium als auch die kleinraumige Bevolkerungsfortschreibung (RWI-GEO-GRID-POP-Forecast) herangezogen. Im Kern des Ruhrgebiets hat sich der Untersuchung zu Folge eine Zone von Nachbarschaften mit hoher Kreditausfallwahrscheinlichkeit gebildet, die die inneren Bereiche aller Stadte von Duisburg im Westen bis Dortmund im Osten umfasst. Auch in den Siedlungskernen der anderen Ballungsraume sind Haufungen von Zahlungsschwierigkeiten erkennbar. Die Bildung einer grosen, stadtubergreifenden Teilregion mit hohem Ausfallrisiko ist im Vergleich zu den anderen Regionen eine Besonderheit des Ruhrgebiets. Regressionsmodelle unter Einbeziehung aller Ballungsraume und Erhebungsjahre (2005 und 2009-2016) zeigen auf, dass lokale Haufungen des Kreditausfallrisikos in erster Linie innerstadtische Nachbarschaften mit hoher Bevolkerungsdichte, hohem Anteil von Personen im Erwerbsalter und hohem Auslanderanteil betreffen. Neu ist ein Anstieg der Ausfallrisiken in Stadtgebieten, in denen gleichzeitig die Zahl der Kinder zunimmt. Dies konnte in den betreffenden Nachbarschaften die Chancen zum Erwerb finanzieller Grundkompetenzen verschlechtern und zeigt, dass sich die lokalen Kontextfaktoren zur Erlangung dieser Kompetenzen verandern. Analysen der Immobilienmarkte mit Hilfe hedonischer Preisschatzungen zeigen zudem auf, dass eine lokale Haufung von Kreditausfallrisiken mit erheblichen Preisminderungen bei Wohnungsmieten sowie Kaufpreisen fur Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhauser verbunden ist. Somit spricht vieles dafur, dass die lokale Ballung von Haushalten mit Zahlungsproblemen ein Kennzeichen von Segregationsprozessen ist, die fur die dort lebende Bevolkerung nachteilige Nachbarschaftseffekte mit sich bringen. Anstrengungen sind insbesondere erforderlich, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in den entsprechenden Stadtteilen zu verbessern. Daruber hinaus haben zahlreiche Studien aufgezeigt, dass es vielen Erwachsenen an Kompetenzen mangelt, um im eigenen Sinne vorteilhafte Finanzentscheidungen zu treffen. Insbesondere in Stadtgebieten mit gehauften Kreditausfallrisiken, wie beispielsweise im Kernraum des Ruhrgebiets, ist ein Bedarf an Bildungsinitiativen zu erkennen, deren Ziel es sein muss, die erforderliche Wissensaneignung zu unterstutzen.
Projektbericht im Auftrag der Niedersachsischen Krankenhausgesellschaft e.V. (NKG) - 15. Februar 2019.
[Introduction] An important issue in the current German public and political discourse is the development of housing prices. Sharply increasing rents, shortage of living space in urban areas and rural exodus are some of the discussed problems. Despite its topicality, few data are available on the recent development of housing prices in Germany. To fill this gap, the RWI-GEO-REDX data set quantifies regional differences in house purchase and apartment rent prices on the level of districts (Kreise, NUTS 3-level) and municipalities (Gemeindeverband, LAU 1-level). [...]
Projektbericht im Auftrag der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen - Endbericht - Januar 2019.
[ 1. Arbeitsmarktregionen als funktionale Raumeinheit ] Arbeitsmarktregionen sind eine regionale Einheit, die in sich wirtschaftlich stark verflochtene aber nach ausen hin weitgehend unabhangige Raume darstellen. Grundsatzlich sollen in den funktional gefassten Regionen Arbeits- und Wohnorte miteinander verbunden werden, die durch Pendlerverhalten in administrativen Abgrenzungen oftmals auseinandergezogen sind. So erstellte Arbeitsmarktregionen bilden die Grundlage der wirtschaftspolitischen Forderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW). Die Arbeitsmarktregionen haben den Anspruch wirtschaftliche Wirklichkeiten hinsichtlich des Arbeitsmarktes zu erfassen und diese in ihrer Abgrenzung widerzuspiegeln. Nur so kann eine Indikatorik der wirtschaftlichen Verfasstheit Aufschluss uber den tatsachlichen Forderbedarf einer Region geben. Kreise oder andere administrativ gefasste Abgrenzungen konnen gemeinhin keine Basis fur eine verlassliche Indikatorik bilden, da enge Verflechtungen zwischen einzelnen Kreisen kein umfassendes Beurteilungsbild zulassen. Budde et al. (1995) verdeutlichen diese Problematik der Indikatoren auf Kreisebene anschaulich anhand der Arbeitsplatzversorgung, gemessen als Arbeitsplatze in Relation zu kreisansassigen Personen im erwerbsfahigen Alter. Der Kreis Schweinfurt wies die schlechteste Versorgung mit Arbeitsplatzen im Vergleich aller (damals westdeutschen) Kreise auf. Eine massive regionalpolitische Intervention ware auf dieser Basis scheinbar gerechtfertigt gewesen. Die Beurteilung lasst aber auser Acht, dass inmitten des Landkreises Schweinfurt die kreisfreie Stadt Schweinfurt liegt, die ihrerseits die deutschlandweit beste Versorgung mit Arbeitsplatzen aufwies. Grundlage dieses Beispiels sind Zahlen aus 1987, dennoch lassen sich diese Verflechtungen auch auf Basis aktueller Zahlen weitestgehend noch beobachten und es gilt in ahnlicher Form auch fur andere zentrale Stadte und die darum liegenden Landkreise. Eine - separat betrachtet - schlechte Arbeitsplatzversorgung haben insbesondere kleine Kreise (bspw. Landkreis Sudwestpfalz oder Landkreis Kusel). Grose Kreise wie Harburg sind vor allem betroffen, wenn deren Arbeitsmarkt von umliegenden Grosstadten (in diesem Fall Hamburg) dominiert wird. Eine adaquate Abbildung funktionaler Raume muss daher den Anspruch haben, solche wirtschaftlichen Verflechtungen darzustellen. Infolgedessen konnen dann auf Basis dieser zusammenhangenden Wirtschaftsraume belastbare Indikatoren zur Verfasstheit der Region aufgestellt werden. Mit dem Anspruch, funktionale Raume adaquat abzubilden, geht auch die Notwendigkeit einer stetigen Uberprufung und Modifikation der gefassten Abgrenzungen einher. Grundsatzlich konnen sich die tatsachlichen wirtschaftlichen Gegebenheiten vor Ort uber die Zeit andern, sodass einmal gefasste raumliche Abgrenzungen die Realitat nur noch bedingt widerspiegeln. Insbesondere im Umfeld prosperierender Grosstadte liegt die Vermutung nahe, dass sich deren Einzug von Berufspendlern aus dem Umland angesichts steigender Immobilienpreise und ausgebauter Verkehrsinfrastrukturen ausbreitet. Daruber hinaus konnen Pramissen der Erstellung (bspw. die kreis- und weitestgehend bundeslandscharfe Abgrenzung von Arbeitsmarkten) in Frage gestellt und Auswirkungen einer Anderung simuliert werden. Schlussendlich konnen auch neue methodische Vorgehensweisen einen Einfluss auf die Abgrenzungen haben. Die Neuabgrenzung der Arbeitsmarktregionen ist Gegenstand der hier dargestellten Untersuchung zur Uberprufung des Zuschnitts der Arbeitsmarktregionen. Im vorgelegten Bericht werden im zweiten Kapitel zunachst noch einmal grundsatzlich bestehende Verfahren zur Abgrenzung von Arbeitsmarktregionen skizziert. Das dritte Kapitel beschreibt die vom RWI angewandte Methodik und prasentiert erste Deskriptionen. Das vierte Kapitel stellt die Ergebnisse der gewahlten Szenarien dar und zeigt die gebildeten Regionen auf. Das funfte Kapitel schliest mit einer Einschatzung der einzelnen Varianten.
Projektvergabe durch die Bundesanstalt fur Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) - Vergabe-Nr. 526655. Endbericht - 15. Januar 2018.
This report provides an overview of the gender gap in labour market participation across EU countries, its determinants, as well as policies aimed at improving gender equality in the labour market. In doing so, we explore in detail four factors, i.e. education, taxes, childcare provision, and cultural and historic norms, focussing on four case study countries which represent different regions and feature diverse institutional characteristics. Against this background, the report proposes key actions that are likely to reduce the gender gap in labour market participation across the European Union. [...]
Projektbericht fur das Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie (BMWi). Projektnummer: 21/18 - Endbericht - September 2018.
[Hintergrund und Ziel der Studie] Etwas mehr als ein Viertel des jahrlichen Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallt laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) auf den Sektor der privaten Haushalte. Weitere rund 30% der Endenergie werden vom Verkehrssektor verbraucht (AGEB, 2018a). Haushalte verwenden Energie insbesondere fur die Erzeugung von Raumwarme und Warmwasser, aber auch zur Beleuchtung ihrer Wohnungen, zum Kochen und fur den Betrieb elektrischer Gerate. Im Verkehrssektor werden die Energietrager fast ausschlieslich zur Erzeugung mechanischer Energie genutzt, die dem Fahrzeugantrieb dient. Ziel dieser Studie ist die Differenzierung des Energieverbrauchs der privaten Haushalte und des Verkehrssektors nach Anwendungszwecken fur das Jahr 2017. Daruber hinaus werden die Anwendungsbilanzen fur das Jahr 2016 auf Basis der endgultigen Endenergieverbrauchskennwerte der AGEB (2018b, c) aktualisiert. Diese Studie ist der letzte Teil eines vom Bundesministerium fur Wirtschaft und Energie (BMWi) geforderten Projektes, die Anwendungsbilanzen der privaten Haushalte und des Verkehrsbereichs fur die Jahre 2014 bis 2017 zu erstellen. Ausgangspunkt dafur ist das Energieverbrauchspanel, ein umfangreicher Mikrodatensatz, der im Rahmen einer Reihe von Forschungsprojekten gemeinsam vom RWI - Leibniz-Institut fur Wirtschaftsforschung und forsa (Gesellschaft fur Sozialforschung und statistische Analysen mbH) im Auftrag des BMWi, des Bundesministeriums fur Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesverbandes fur Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in den Jahren 2003 bis 2017 systematisch aufgebaut wurde. Dieser Datensatz liefert grundlegende, detaillierte Informationen zum Verbrauch und zur Verwendung der in Haushalten genutzten Energietrager. Aus den daraus abgeleiteten Anteilen fur die einzelnen Verwendungszwecke werden die Anwendungsbilanzen 2016 und 2017 fur den Haushaltssektor errechnet. Da das RWI aktuell kein Projekt bearbeitet, bei dem die Erhebung von Energieverbrauchsinformationen der privaten Haushalte fur die privaten Haushalte vorgesehen ist, werden fur die Anwendungsbilanz 2017 die Verbrauche aller Energietrager auf Basis zuvor erhobener Daten extrapoliert. Die Anwendungsbilanzen des Verkehrssektors werden direkt auf Basis der Daten der vorlaufigen Energiebilanz 2017 der AGEB erstellt. Die Anteile der einzelnen Energietrager in den verschiedenen Verwendungsbereichen werden mit Hilfe von Angaben zum Absatz an Kraftstoffen errechnet. Der folgende Abschnitt 2 beschreibt die Erhebung des Endenergieverbrauchs im Haushalts- und Verkehrssektor. In Abschnitt 3 werden die einzelnen Schritte der Aufarbeitung des Mikrodatensatzes erlautert, mit denen aussagekraftige Daten zum Energieverbrauch der Haushalte gewonnen werden konnen. Abschnitt 4 stellt weitere relevante Annahmen dar, die fur die Erstellung der Anwendungsbilanzen getroffen wurden. Die Anwendungsbilanzen der Jahre 2016 und 2017 befinden sich in Abschnitt 5. Der letzte Abschnitt fasst die Ergebnisse des gesamten Projektzeitraums 2013 bis 2017 zusammen.