
Der pes cavovarus (Syn. Ballenhohlfuß; Ballenfuß) wird fast immer erst bei seiner vollständigen klinischen Ausprägung mit der Diagnostik und den Behandlungsempfehlungen beschrieben. Dies ist erstaunlich, da sich diese Deformität fast immer aus Vorstufen erst allmählich zum Vollbild entwickelt. In der Literatur wird allgemein über eine deutliche Zunahme dieser Fehlstellung im Wachstumsalter berichtet, vor allem bei peripheren Neuropathien berichtet, die in der Kindheit beginnt und bis zur Adoleszenz deutlich fortschreitet [16], [21].Neben den meist progredienten peripheren Neuropathien kann ein pes cavovarus auch andere neurologische und nicht neurologische Ursachen haben [4], [11]. Vielfach wird man jedoch Gendefekte finden, die mit einem solchen Fußproblem assoziiert sind (Abbildung 1a und b).Die Therapie eines pes cavovarus im Wachstum und birgt wegen des Wachstums auch immer Unsicherheiten in sich. Die Erfolge sind oft bescheiden und die diesbezügliche Literatur spärlich [5], [16], [21].Da sich aber auch bereits im Kindesalter erhebliche funktionelle Einschränkungen zeigen können, ist die Beschäftigung mit dem pes cavovarus im Wachstumsalter weiterhin wichtig (Abbildung 1c).
This article presents an overview on pathophysiology, treatment and classification for pes cavovarus feet in Charcot Marie Tooth disease, with particular attention on the role of soft tissue surgery. Various soft-tissue procedures and its limitations are discussed for different cavovarus deformities in pes cavovarus feet with Charcot Marie Tooth disease.
Background Foot pain is common in adults, particularly among occupational groups requiring prolonged standing. Footwear base dimensions may influence biomechanical stress and pain development. Material and methods A systematic literature search was conducted in Scopus, Web of Science, PubMed, and Science Direct (January 2018 – March 2025). Studies examining the relationship between footwear base area and foot pain in adults were included. Data on plantar pressure, postural stability, muscle activity, and pain outcomes were synthesized. Results From 116 identified records, 53 studies met the inclusion criteria. Narrow-base footwear (20–30 cm2) was associated with 40–70% higher peak plantar pressure (450–600 kPa), 15–30% greater center of pressure excursion, and 10–25% increased lower limb muscle activity compared to wide-base footwear (45–60 cm2). Clinically, narrow-base footwear was linked to a 2.3-fold increased risk of chronic foot pain and 40% higher pain prevalence in occupational groups. Conclusions Footwear base area is a significant biomechanical predictor of foot pain. Wider-base footwear may reduce plantar pressure, enhance stability, and decrease muscle fatigue, with important implications for ergonomic design and occupational health practice.
Hintergrund Sprengverletzungen der unteren Extremität gehen häufig mit ausgedehnten Weichteilschäden, Kontamination und Knochensubstanzverlust einher. Sie stellen daher höchste Anforderungen an ein interdisziplinäres Management. Methoden Wir berichten über einen 35-jährigen Patienten mit komplexer Sprengverletzung des rechten Unterschenkels und traumatischer Amputation der rechten Hand nach Explosion eines nicht zugelassenen Silvesterböllers. Die Erstbehandlung mit Notfallversorgung erfolgte in einem lokalen Krankenhaus. Hier erfolgten die initiale Transfixation und das Debridement, sowie die Komplettierung der Amputation mit Stumpfbildung in Höhe des Handgelenks. Bei Erstvorstellung in unserer Einrichtung (3. Tag nach Trauma) zeigte sich ein infiziertes und nekrotisches Hauttransplantat im Bereich des Unterschenkels. Es erfolgten radikale wiederholte Debridements, eine Segmentresektion mit Einlage eines Spacers, sowie die Defektdeckung mittels freier Lappenplastik. Im Verlauf erfolgte die knöcherne Rekonstruktion durch monoaxialen Segmenttransport, mit im Verlauf erfolgtem Wechsel auf einen internen Lastträger, nach Vollständiger Defektsanierung mittels Plattenosteosynthese.Ergebnis und Schlussfolgerung: bei beschwerdefreiem Patienten, der im Konfektionsschuhwerk ohne Hilfsmittel mit flüssigem Gangbild mobil ist.Zwei Jahre nach der Verletzung zeigt sich eine konsolidierte Knochenstruktur, bei beschwerdefreiem Patienten, der im Konfektionsschuhwerk(abgesehene, von 1,5 cm Beinlängenausgleich) ohne Hilfsmittel mit flüssigem Gangbild mobil ist.Die stadiengerechte Kombination aus Sanierung einer Infektion, suffizienter Weichteildeckung und Distraktionsosteogenese ermöglicht auch bei ausgedehnten Defekten den Extremitätenerhalt unter Verwendung von orthoplastischen Behandlungskonzepten.
Schuss- und Explosionsverletzungen sind in Deutschland selten, gewinnen jedoch durch Konflikte wie den Ukrainekrieg und das hieraus resultierende Patientenaufkommen wieder zunehmend an Bedeutung. Die hochenergetische Verletzungskinetik führt häufig zu komplexen und multiplen Verletzungen mit ausgeprägter Weichteildestruktion und kontaminierten Wundverhältnissen insbesondere an den Extremitäten. Die rekonstruktiv-chirurgische Versorgung der unteren Extremität mit Fokus auf das Sprunggelenk und den Fuß ist durch die biomechanische Komplexität und funktionellen Anforderungen herausfordernd. Die initiale Versorgung folgt den Prinzipien der Damage-Control-Surgery zur Kontrolle lebensbedrohlicher Verletzungen. Der anschließende Behandlungsalgorithmus umfasst ein radikales Debridement, Schaffung eines vitalen und belastbaren Weichteilmantels, knöcherne Rekonstruktion, Arthrodesen/Prothetik und neuromotorische Wiederherstellung oder ggf. die sekundäre Amputation, um eine phasenorientierte, effektive Versorgung schwerverletzter Patienten zu gewährleisten.
During wartime, complex injuries to the foot and ankle account for approximately 5–8% of all combat injuries, of which up to 80% are blast-related. These injuries are often associated with severe damage to other organs and systems and may be life-threatening.Combat-related foot and ankle injuries are characterized by extremely high-energy mechanisms, including shrapnel and mine-explosive trauma. Consequently, they are more frequently open injuries with extensive soft tissue and bone damage and a high risk of infection, requiring urgent specialized surgical care. The decision to amputate a severely injured limb is made individually and has to consider the patient’s overall condition and medical resources.The treatment of such complex injuries is typically staged due to the severity of soft tissue damage and cannot be accomplished in a single surgical procedure. Management of severe foot and ankle trauma requires a multidisciplinary approach, often involving plastic surgeons for reconstruction and closure of extensile soft tissue defects.The primary goal in the treatment of complex ballistic injuries of the foot is to prevent severe complications and to achieve the earliest possible restoration of limb function. This article presents our wartime experience and treatment approach in patients with combat-related injuries of the foot and ankle.
Background The full-scale Russian–Ukrainian war has resulted in an unprecedented number of military and civilian casualties, far exceeding those observed during two decades of the Global War on Terror in Iraq and Afghanistan. The scale, intensity, and prolonged nature of hostilities rapidly overwhelmed the capacity of dedicated military medical facilities, necessitating extensive and sustained integration of civilian healthcare institutions into the military medical evacuation system. Materials and methods This organizational and retrospective study describes the structure, workflows, and clinical principles applied at a rear civilian hospital in western Ukraine providing definitive care for combat-related extremity injuries. Results Civilian surgical departments were reorganized to function as echelon 4 facilities, enabling staged fracture management, soft-tissue reconstruction, treatment of infection, and multidisciplinary care despite limited resources and sustained high patient volume. Conclusions Properly structured rear civilian hospitals represent a critical component of modern military–civilian trauma systems and can successfully deliver high-level combat trauma care.
Der flexible Pes planovalgus (PPV) tritt im Kindesalter sehr häufig auf, zumeist als physiologisches Stadium der Fußentwicklung muskuloskelettal Gesunder vor Abschluss des zehnten Lebensjahres. Das Fehlen einer einheitlichen Definition dieser Fußstellung bedingt allerdings Unschärfe in der Differenzierung altersentsprechender Normalbefunde von den deutlich selteneren, therapiebedürfenden Deformitäten, was Eltern und Ärzte mitunter verunsichert und themenbezogene Forschung erschwert.Ein Krankheitswert und somit die Indikation zu therapeutischen Maßnahmen bestehen bei einem flexiblen PPV bei neuromuskulär gesunden Kindern altersübergreifend ausschließlich, wenn dieser Beschwerden und/oder Funktionsdefizite verursacht. Anamnese und klinische Untersuchung sind daher maßgeblich für die Therapieentscheidung. Bildgebende Diagnostik sollte selektiv nur bei symptomatischen Patienten zum Einsatz kommen, wenn unter Beachtung des Patientenalters und der klinischen Präsentation die Indikation zu einer operativen Therapie besteht bzw. geprüft werden muss. Während nämlich der Nutzen minimal-invasiver operativer Verfahren zur Behandlung symptomatischer flexibler PPV im Kindesalter inzwischen wissenschaftlich belegt ist, fehlt es weiterhin an valider Evidenz für signifikante prognostische Vorteile für neuromuskulär gesunde Betroffene durch Physiotherapie und/oder die Nutzung von Einlagen. Die korrekte Indikationsstellung vorausgesetzt, ist die Prognose des flexiblen PPV im Kindesalter sowohl bei konservativem Vorgehen, d.h. Verzicht auf jegliche Therapie, als auch bei Anwendung standardisierter operativer Verfahren gut.
Hintergrund Eine bilaterale schwere Osteomyelitis bei nicht-diabetischen Patienten stellt eine komplexe klinische Präsentation mit hohem Amputationsrisiko dar. Falldarstellung Wir berichten über einen 60-jährigen nicht-diabetischen kaukasischen Mann mit arterieller Hypertonie und Faktor-V-Leiden-Mutation, der eine bilaterale schwere Osteomyelitis entwickelte. Der Patient stellte sich mit seit vier Monaten progredienten Fußulzera, Fieber und eingeschränkter Gehfähigkeit vor. Die körperliche Untersuchung ergab massive bilaterale Ödeme der unteren Extremitäten mit multiplen Ulzerationen an allen Zehen. Die Laboruntersuchungen zeigten ein erhöhtes C-reaktives Protein (119,5 mg/L) bei normalem HbA1c. Die bildgebenden Verfahren zeigten ausgedehnte osteolytische Veränderungen mit vollständiger Destruktion mehrerer Phalangen beidseitig. Der multidisziplinäre Ansatz umfasste ein zweizeitiges chirurgisches Débridement mit Einlage Antibiotika-beladener PMMA-Ketten, eine gezielte antimikrobielle Therapie gegen die polymikrobielle Infektion (MSSA, C. striatum) sowie eine adjuvante hyperbare Sauerstofftherapie. Bei der Ein-Jahres-Nachuntersuchung wurde eine vollständige Abheilung mit funktioneller Wiederherstellung erreicht, die eine Rückkehr zu normalen Aktivitäten einschließlich der Berufsausübung als Orchesterdirigent ermöglichte. Schlussfolgerung Dieser Fall zeigt, dass ein aggressives multidisziplinäres Management auch bei schwerer bilateraler Osteomyelitis mit ausgedehnter Knochenzerstörung bei nicht-diabetischen Patienten eine erfolgreiche Extremitätenerhaltung erreichen kann und unterstreicht die Bedeutung frühzeitiger Intervention und koordinierter Versorgung.
Es besteht ein breites Spektrum an Fußdeformitäten im Säuglingsalter, welches unmittelbar nach der Geburt einer sorgfältigen Diagnostik zugeführt werden muß. Dabei spielt das äußere Erscheinungsbild mit einer sorgfältigen klinischen Untersuchung die entscheidende Rolle bei der Differenzialdiagnose. Die Form des medialen und lateralen Fußrandes, die Fersenstellung und die Mobilität vor allem im Talonavikulargelenk müssen bei Diagnosestellung berücksichtigt werden. Die schweren Pathologien, der kongenitale Klumpfuß und der Talus verticalis können anhand des „empty heel“ Test von anderen Fehlhaltungen, wie dem Sichelfuß und dem Hackenfuß einfach abgegrenzt werden. Zu den seltenen Differenzialdiagnosen gehören, neben der Deltaphalanx am Metatarsale eins und am Grundglied an D1 auch die Tibia valga et recurvata. Eine diagnostische Tabelle mit den einzelnen Parametern der Fehlstellungen kann in der Diagnosestellung sehr hilfreich sein.
Der Talus verticalis ist eine seltene angeborene Fehlbildung des Fußes mit einer Luxation im talokalkaneonavikularen Gelenk nach dorsolateral. Die Inzidenz ist mit 1 pro 10,000 Geburten beschrieben. Es besteht keine Geschlechterprävalenz. Ca. 50 % der Patienten haben zusätzliche assoziierte Anomalien. Die Ätiologie ist unklar. Die Pathologische Anatomie zeigt das Os naviculare nach kranial luxiert und nicht mehr mit der ventralen Gelenkfläche des Talus artikulierend. Es liegt dem Talushals dorsal auf. Der Talus ist dabei medial des Kalkaneus nach kaudal fehlgestellt und in vertikaler Position. Gleichzeitig liegt eine Fehlrotation des Kalkaneus nach posterolateral mit hypoplastischem Sustentaculum tali vor. Die Rückfußsehnen und -bänder sind medialseitig verlängert und bilden dabei eine Luxationstasche für den Talus. Gleichzeitig sind der M. triceps surae und die Fußextensoren verkürzt und kontrakt. Die Diagnose wird aufgrund der klinischen Untersuchung meist direkt postpartal gestellt. Die klinischen Zeichen sind die konvexe Fußsohle mit Palpation des prominenten Talus, der abduzierte und dorsal extendierte Vorfuß und ein Fersenbeinhochstand mit Achillessehnenverkürzung. Das Röntgen zeigt auf dem seitlichen Bild einen vertikal stehenden Talus, dessen Kopf häufig tiefer steht als der Kalkaneus. Der Winkel zwischen Fersenbein und Talus ist pathologisch vergrößert. Die gehaltene Plantarflexionsaufnahme lässt die Differenzierung zwischen einem Talus verticalis und einem Talus obliquus zu. Die aktuelle Therapieempfehlung orientiert sich an der Klumpfußbehandlung nach Ponseti. Es wird mehrheitlich eine erweiterte konservative Therapie nach M. Dobbs (“umgekehrte” Ponseti-Redression) empfohlen. Ist das Talonavikulargelenk reponierbar, wird dieses perkutan mit einem K-Draht fixiert. Die Korrektur des Spitzfußes erfolgt wie beim Klumpfuß mit einer Achillessehnentenotomie. Nach 6-wöchiger Gipsruhigstellung wird der Draht entfernt. Ggf. ist eine Kombination mit einer offenen Reposition des Talonavikulargelenkes und Sehnentransferoperationen notwendig. Die postoperative Behandlung erfolgt analog zum kongenitalen Klumpfuß mit einer Fußadduktionsschiene. Bei Versagen dieser Therapie können auch umfangreiche Releaseoperationen und Sehnentransfers bzw. Korrekturosteotomien notwendig werden. Der Talus verticalis sollte direkt postpartal mittels einer Gipsredressionsbehandlung therapiert werden. Bei erfolgreicher Reposition des Talonaviculargelenkes sind umfangreiche operative Releaseoperationen meist nicht notwendig. Eine orthetische Nachbehandlung vergleichbar mit der Klumpfußtherapie ist zur Rezidivprophylaxe notwendig.
Neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen führen vielfach zu Fußdeformitäten. Diese sind teilweise bereits bei Geburt erkennbar (z.B. Arthrogryposis multiplex congenita, Spina bifida) und strukturell fixiert oder aber – in der überwiegenden Zahl – sie manifestieren sich im Laufe des Wachstums und entwickeln sich von einer primär dynamischen Deformität in eine strukturelle. Die Erscheinungsformen und Pathomechanismen sind abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung überaus zahlreich. Ihre erfolgreiche Behandlung erfordert eine sorgfältige Analyse der Deformität, ein Verständnis der Pathomechanismen im individuellen Fall, eine Berücksichtigung der Pathologien der weiter proximal gelegenen Gelenke sowie der Gegenseite sowie Kenntnisse über die Grunderkrankung und deren Verlauf und Prognose an sich.
Der kongenitale Klumpfuß ist eine schwere und komplexe Fußdeformität. Bleibt sie unbehandelt, sind lange Gehstrecken und das Tragen von Konfektionsschuhwerk unmöglich. Die Einschränkungen durch einen Klumpfuß erschweren das Alltags- und Arbeitsleben der Betroffenen erheblich. Die Fehlstellungen in den Gelenken des Fußes führen im Verlauf des Lebens zu Arthrosen und Schmerzen. Der Paradigmenwechsel in der Behandlung von kongenitalen Klumpfüßen mit der Ponseti-Methode zeigt als Therapieerfolg in 78 % der Fälle normal belastbare und kosmetisch zufriedenstellende Füße [22].
Hintergrund Die subtalare Arthrorise (STA) ist ein etabliertes Verfahren zur Behandlung des symptomatischen flexiblen Knick-Senk-Fußes (KSF) im Kindes- und Jugendalter. Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der aktuellen internationalen Evidenzlage sowie die Einordnung der Ergebnisse einer eigenen retrospektiven Kohortenstudie. Methoden 73 Kinder (113 KSF, mittleres Alter 10,8 Jahre (5–16)), die eine STA mit einem von drei verschiedenen Implantaten (Kalix®, Giannini, Kalkaneusstoppschraube [KSS]) erhielten, wurden retrospektiv analysiert. Klinische Parameter (Schmerz, Zufriedenheit, Foot Function Index), radiologische Messwerte sowie pedobarographische Daten wurden implantatspezifisch erhoben und vergleichend ausgewertet. Anhand einer narrativen Literaturrecherche wurden die eigenen Ergebnisse in den aktuellen wissenschaftlichen Kontext gesetzt. Ergebnisse Sowohl im eigenen Kollektiv als auch in der Literatur zeigten sich implantatunabhängig konsistent deutliche Verbesserungen klinischer, radiologischer und dynamischer Parameter nach STA bei hoher bis sehr hoher Patientenzufriedenheit. Die KSS weist geringere implantatbedingte Probleme auf, Sinus tarsi-Implantate (STI) ein höheres Risiko für Migration und Sinus tarsi-Schmerz. Die KSS ist jedoch mit einer erhöhten Inzidenz an schmerzhaften Spasmen der Peronealmuskulatur vergesellschaftet. Internationale Daten zeigen, dass die besten Ergebnisse bei einem Operationsalter zwischen 9 und 12 Jahren erzielt werden, während die Nachbehandlung weiterhin nicht einheitlich standardisiert ist. Schlussfolgerung Die STA stellt ein sicheres und effektives Verfahren zur minimalinvasiven Korrektur des flexiblen symptomatischen KSF im Kindes- und Jugendalter dar, wobei das klinische und radiologische Outcome implantatunabhängig zufriedenstellend ist. Die Implantatwahl sollte vor allem unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Komplikationsprofile erfolgen. Während KSS zu schmerzhaftem Peronealspasmus führen können, treten bei STI häufiger mechanische Komplikationen auf. Das optimale Operationsalter scheint zwischen 9 und 12 Jahren zu liegen.
Introduction The current peer review system is under increasing pressure due to an increase in scientific publications and limited time available for reviewers and researchers. This increase raises questions about how many reviews a researcher should perform. Therefore, the aim of this study is to determine a reasonable and feasible number of reviews per researcher per published article. This is done on the basis of available literature and the opinion of editors-in-chief of foot and ankle surgery journals. Method A narrative review was conducted via PubMed until September 2025. Ultimately, 10 articles were included. Results The literature showed that there is increasing pressure on the system. More invitations are needed to obtain reviews. There is an uneven distribution, a small proportion of reviewers is responsible for the reviews carried out, and it costs a huge amount of time and money. Conclusion There is currently a lot of pressure on the peer review system. To ensure sustainability, researchers should conduct at least one review per published article, and reforms to the system should be considered.
Die peripheren Talusfrakturen zählen zu den seltenen Verletzungen des Fußes (20% aller Talusfrakturen), können zu einem reduzierten funktionellen Outcome führen und sind mit Begleitverletzungen, wie etwa einer subtalaren Luxation vergesellschaftet. Häufig warden diese Frakturen verspätet diagnostiziert oder gar übersehen, was auf eine hohe Dunkelziffer hindeutet. Dieses lässt sich durch die häufig insuffienze Sichtbarkeit der Frakturen im konventionellen Röntgenbild erklären. Falls diese Bildgebung keine Fraktur zeigt, die klinischen Befunde jedoch darauf hindeuten, sollte eine weitere Abklärung mit einer Schnittbildgebung, insbesondere der Computertomographie, erwogen werden.Die peritalaren Frakturen können allgemein nach der amerikanischen Orthopaedic Trauma Association (OTA) Klassifikation oder nach der AO-Klassifikation unterteilt werden. Eine Besonderheit stellen die Frakturen am Processus lateralis tali dar, die nach Hawkins eingeteilt werden. Die subtalaren Luxationen werden nach Luxationsmuster eingeteilt. Je nach Frakturmorphologie, Weichteilschaden und Begleitverletzungen wird das weitere Procedere (konservative oder operative Therapie) forciert. Die wenigen existierenden Studien zeigen, dass die Schwere der Verletzung und die Begleitverletzungen einen Einfluss auf das Outcome haben.