
Schmerzreduktion, Erhaltung oder Wiedererlangung einer gewissen Handgelenkbeweglichkeit (ROM). Schmerzhaftes und/oder bewegungseingeschränktes Handgelenk mit nachgewiesener Panarthrose (idiopathisch, posttraumatisch, rheumatisch). Weiterhin infolge fortgeschrittener Stadien der Lunatumnekrose, Knochentumoren oder postinfektiöse Destruktion im infektfreien Intervall. In der Regel dann, wenn nur noch eine komplette Arthrodese des Handgelenks in Frage käme. Bei partiellen Arthrosen, wenn andere Rettungsoperationen noch in Frage kommen. Bei schlechter Knochensituation, z. B. Osteoporose oder größeren Lysesäumen im Radius oder Karpus. Fortgeschrittene Destruktionen im Rahmen der rheumatoiden Arthritis (Typ III nach Simmen). Muskuläre Dysbalancen oder schlechte Weichteil- oder Durchblutungsverhältnisse. Fehlende oder mangelnde Compliance. Bei sehr jungen Patienten eher nicht empfehlenswert. Inzision über einen dorsalen Zugang ca. 2–3 Querfinger proximal des Handgelenks etwa bis zum Karpometakarpalgelenk III im Verlauf des 3. Strahls. Vorsichtige Präparation des Retinaculum extensorum sowie der Handgelenkkapsel (distal gestielt), so dass später eine möglichst spannungsfreie Rekonstruktion möglich ist. Darstellung des Handgelenks und der Handwurzel. Resektion des Karpus auf Höhe des proximalen Pols des Os capitatum. Entfernung von Knorpel in den interkarpalen Gelenkräumen, die später mit Spongiosa aufgefüllt werden. Festlegung der Implantatgröße. Fräsen der Radiusgelenkfläche zur Aufnahme der radialen Komponente. Achsengerechtes Einbringen der Probeimplantate in Radius und Karpus mit Polyethylenaufsatz. Prüfen der Spannung und Beweglichkeit. Einbringen der definitiven Endoprothese in Radius und Karpus. Die radiale und ulnare Schraube sollte die CMC-Gelenke nicht überschreiten (Empfehlung des Autors). Reposition des Handgelenks. Schichtweiser Wundverschluss. Palmare Schiene für ca. 4 Wochen unter frei lassen der Grundgelenke. Danach Mobilisierung ohne Belastung für 2–4 Wochen (je nach OP-Befund). Danach schrittweise Steigerung der Belastung bis ca. 10–15 kg. Radiologische Kontrolle nach 4 und 12 Wochen. Jährliche klinische und radiologische Kontrollen empfehlenswert. Bis 2023 erfolgte bei uns hauptsächlich die Implantation der Freedom-Handgelenkendoprothese (Nachfolger der Universal 2 ab 2015, Fa. Integra), welche aber vom Design vergleichbar mit der ReMotion (Fa. Stryker) ist. Die Frühergebnisse sind mit denen der Freedom-Endoprothese vergleichbar. Durchschnittlich wird eine ROM von ca. 65° für die Ext/Flex erreicht. Die Rad/Uln-Beweglichkeit ist durchschnittlich mit 5‑0-15° eingeschränkt. Auch bei den 3 Patienten, welche im gleichen Zeitraum infolge einer Implantation ex domo revidiert wurden, zeigte sich eine Bewegungssteigerung auf die o. g. Werte. Bei diesen 3 Patienten konnte die Endoprothese erhalten werden. Revisionen bei den Primäroperationen wurden ansonsten nicht durchgeführt.
Schmerzverbesserung und Funktionserhalt durch Ersatz eines degenerativ geschädigten Fingergrundgelenks mittels Silikonarthroplastik. Fortgeschrittene schmerzhafte Arthrose mit Bewegungseinschränkung. Aktive lokale oder systemische Infektion, unzureichender Knochen zur Implantation, unzureichender Weichteilmantel. Dorsaler Längszugang auf das degenerierte Gelenk. Längsverlaufender Sehnensplit und Eröffnen der Kapsel, Darstellen und Schonen der Kollateralbänder. Resektion der Gelenkfläche des Mittelhandknochenkopfes und der Grundphalanxbasis. Eröffnen jeweils des Schaftes mit einer Aale und den Raspeln. Nach Einsetzen des passenden Probeimplantats definitive Implantation des Silikonplatzhalters. Naht der Kapsel, des Streckapparats und der Haut. Früher Beginn mit Mobilisation aus einer Lagerungsschiene, welche Handgelenk und Metakarpophalangeal(MCP)-Gelenk einschließt und das proximale Interphalangeal(PIP)- und distale Interphalangeal(DIP)-Gelenk frei lässt. Sofortige aktive Mobilisation des PIP- und DIP-Gelenks. Zusätzliche aktive Mobilisation des MCP-Gelenks ab der 2. postoperativen Woche. Komplettes Weglassen der Schiene nach 6 Wochen, Vollbelastung nach 8 Wochen. Deutliche und meist anhaltende Schmerzreduktion (durchschnittlich 0,3/10 auf der visuellen Analogskala [VAS]). Erwarteter Bewegungsumfang von durchschnittlich 60°. Revisionsraten von 3–5
Describe percutaneous screw fixation of symphyseal disruption as an alternative to open reduction and plate fixation. Pelvic ring fractures with symphyseal disruption ≥ 25 mm (anteroposterior compression [APC] type II, lateral compression [LC] type I and II). Open reduction is required if closed reduction fails. Obesity or hernia may hinder screw insertion. Reduction with a Weber clamp placed percutaneously. Using C‑arm imaging, the first guide wire is introduced percutaneously from one pubic tubercle across the symphysis. The near cortex is drilled with a cannulated drill bit prior to inserting the 7.3 mm cannulated screw. The second screw is placed in the same fashion from the contralateral side. Either a V-configuration with the superior screw placed in a transverse direction and the inferior screw oblique, or an X‑configuration with both screws oblique and crossing at the symphysis can be used. Thromboprophylaxis for 6–12 weeks. Obtain postoperative x‑rays with anteroposterior, inlet and outlet views. In case of bilateral posterior injury, the patient should remain nonweight-bearing for 6 weeks. If posterior injury is unilateral, the contralateral leg may fully weight-bear. Follow-up with x‑rays should be obtained 6 weeks postoperatively and weight-bearing can commence. Additional follow-up 6 months postoperatively. The authors have performed and documented eight cases treated with this technique. One patient had an open fracture and developed an implant-associated infection requiring revision surgery. Follow-up information for one patient could not be obtained. Radiological signs of screw loosening or breakage was visible in four cases; however, all patients showed good outcomes, and no implant removal was required.