
This paper outlines the development and implementation of the Shared RDM Services & Infrastructure project, a key initiative aimed at establishing a coordinated and sustainable national landscape for research data management (RDM) in Austria. Building on the foundations of the FAIR Data Austria initiative, the project focuses on translating FAIR principles into institutional practice by developing scalable, cross-institutional operating models. The project evaluates, integrates, and deploys a portfolio of essential research data management software solutions, including the data analytics platform CyVerse Austria, the machine-actionable data management plan (maDMP) tool DAMAP, the electronic laboratory notebook (ELN) eLabFTW, and the repository systems DBRepo, InvenioRDM, and PHAIDRA, thereby supporting FAIR-compliant data practices across diverse research disciplines. In parallel, it strengthens national research data management capacity through shared competences by providing training resources, establishing networking platforms such as the National RDM Exchange, and analysing the evolving professional landscape of Data Stewardship. The results indicate that the project acts as a catalyst for institutional transformation, fostering a cultural shift toward Open Science, supporting Austria’s integration into the European Open Science Cloud (EOSC), and laying the foundation for AI-ready data and trustworthy AI-driven research.
In den letzten Jahren hat sich Data Stewardship als neues Berufsfeld etabliert. Mit einschlägiger Expertise im Forschungsdatenmanagement (FDM) fungieren Data Stewards als Schnittstelle zwischen Forschung und Infrastruktur und leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Verankerung des FDM an Forschungseinrichtungen. Der Beitrag analysiert Stellenausschreibungen für Data Stewards und verwandte Positionen im deutschsprachigen Raum, um die aktuelle Arbeitsmarktsituation sowie Berufsprofile, tatsächliche Anforderungen und Arbeitsbedingungen zu erfassen. Die systematische Erhebung der Stellenausschreibungen erfolgte über Stellenportale im bibliothekarischen und akademischen Bereich im deutschsprachigen Raum zwischen August 2024 und September 2025. Im Ergebnis wurde ein Korpus aus insgesamt 71 Stellenanzeigen gebildet, das in die vertiefte Analyse einbezogen wurde. Zur besseren Abbildung der Arbeitsmarktrealitäten wird innerhalb dieses Korpus eine Ausdifferenzierung zwischen Positionen vorgenommen, die dem Profil des Data Stewards weitgehend entsprechen, und Positionen, die eine Kombination aus Data-Steward-Funktion und weiteren Aufgaben aufweisen. Berücksichtigt werden zudem die Stellen, welche lediglich Data-Steward-Aufgaben einschließen, jedoch schwerpunktmäßig koordinierende oder leitende Funktionen im Forschungsdatenmanagement und im Bereich Open Science innehaben. Im Fokus der Analyse stehen Aufgabenprofile, Kompetenzprofile und Anstellungsbedingungen. Ein einleitender Exkurs in den Forschungsstand, der die Auseinandersetzung mit Stellenausschreibungen als methodischen Ansatz sowie die daraus resultierenden Erkenntnisse und konkreten Forschungsergebnisse beleuchtet, dient zur Kontextualisierung der vorliegenden Untersuchung. Die Studie wurde im Rahmen des Projekts „Shared RDM Services & Infrastructure“ (2023–2026) durchgeführt.
Data Stewardship (DS) etabliert sich an österreichischen Universitäten als unverzichtbare Säule des Forschungsdatenmanagements (FDM), mit starkem Fokus auf die Umsetzung der FAIR-Prinzipien und Open-Science-Strategien. Im Rahmen des Projekts Shared RDM Services & Infrastructure wurde im Juni 2025 eine repräsentative Befragung von 38 Fachkräften aus 20 öffentlichen Universitäten in Österreich durchgeführt, um den aktuellen Entwicklungsstand, die organisatorische Verankerung und die Rahmenbedingungen von Data Stewardship zu erfassen.
Dieser Artikel beschreibt die Entwicklung einer zweisprachigen, modularen Cheatsheet-Serie zu verschiedenen Themen im Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM). Diese Cheat-sheet-Serie wurde als offene, leicht nachnutzbare Trainingsressource konzipiert, um die Reproduzierbarkeit, Zusammenarbeit und FAIR-orientierte Praxis in Forschungsprojekten zu stärken. Die Serie entstand im Rahmen des Infrastrukturprojektes „Shared RDM Services & Infra-structure“ (AP „Shared Competences“) mit dem Ziel, FDM-Kompetenzen zu bündeln und über kompakte Trainingsmaterialien zu verbreiten. Jedes Cheatsheet umfasst ein beidseitiges A5-Format mit einheitlich-em Layout. Alle Cheatsheets sind für unterschiedliche Zielgruppen adaptierbar sowie in Deutsch und Englisch verfügbar. Der kollaborative Workflow reichte von thematischem Crowdsourcing über mehrstufige Feedback- und Übersetzungsprozesse bis zur barrierefreien Aufbereitung und Publikationsreife. Veröffentlichung und Versionierung erfolgen in PHAIDRA als Collection mit Basis-DOIs und sprach-/versionsspezifischen Suffixen. Die Materialien sind als OER unter Public Domain Mark 1.0 frei nutz-, anpass- und weiterentwickelbar. Einsatzszenarien umfassen Selbststudium, Lehre, Schulungen, Druck/Poster sowie die Integration in Präsentationen. Darüber hinaus können die Materialien flexibel an die spezifischen Anforderungen einzelner Institutionen angepasst werden. Die Themen decken die verschiedensten Aspekte und Herausforderungen entlang des Forschungsdatenzyklus ab. Sichtbarkeit und Weiterentwicklung werden durch Community-Dissemination und etablierte FDM-Netzwerke gefördert.
Dieser Artikel berichtet über eine im Frühjahr 2025 durchgeführte Befragung unter den Leiter*innen wissenschaftlicher Bibliotheken an österreichischen Privatuniversitäten. Ziel der Studie war es, ein differenziertes Bild der aktuellen Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven dieser Einrichtungen zu zeichnen. Untersucht wurden sowohl infrastrukturelle und personelle Ressourcen als auch Fragen der strategischen Einbindung, die Beziehungen zu Lehrenden und Studierenden, die technische Ausstattung sowie die Wahrnehmung bibliothekarischer Arbeit in Hochschule und Gesellschaft. Die Analyse ist in sechs thematische Bereiche gegliedert, die zentrale Herausforderungen herausstellen und zugleich Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen. Die Ergebnisse offenbaren ein heterogenes Bild: Während einige Bibliotheken gut ausgestattet und innovativ sind, sehen sich andere mit strukturellen Defiziten konfrontiert, die ihre Arbeit erheblich erschweren. Der Artikel schließt mit Empfehlungen, Bibliotheken durch gezielte Investitionen, verstärkte Kooperation und digitale Innovationen zu stärken. Gefordert wird ein kultureller Wandel, in dem Bibliotheken nicht länger nur als Kostenfaktor, sondern als zentrale Wissens- und Entwicklungsorte der Wissenschaft anerkannt werden.