Zusammenfassung In der Mediathek Zeitgeschichte online wird als Ergebnis eines Projektes ein Teilbestand der an der Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte der Universitätsbibliothek Wien vorhandenen audiovisuellen Medien unter Beachtung der österreichischen urheberrechtlichen Voraussetzungen in Form digitaler Sicherungskopien zur Nutzung bereitgestellt. In diesem Beitrag wird über die Umsetzung berichtet und die Mediathek Zeitgeschichte online vorgestellt.
Die Bibliothek von Samuel Krauss wurde von den Nationalsozialisten in Wien 1938 geraubt. Als Rektor der Israelitisch-Theologischen Lehranstalt in Wien war Krauss mit dem Leiter des Orientalischen Instituts der Universität Wien, Viktor Christian, im wissenschaftlichen Austausch. Anstelle Krauss zu helfen, requirierte Christian einen Teil der Krauss-Bibliothek für das SS-Ahnenerbe als „Leihgabe“. 2014 konnte die NS-Provenienzforschung der Universitätsbibliothek Wien die Bestände restituierten und erhielt sie als „Dauerleihgabe“ von den Erb*innen zur Aufbewahrung. Für eine Ausstellung wurde der einzige bekannte Band mit erhaltenen handschriftlichen Notizen von Samuel Krauss digitalisert.
Der Beitrag berichtet über die Rückgabe des dreibändigen Werkes Eine Reise nach Brasilien aus der Sammlung der Itaú Cultural in São Paulo, Brasilien, an die Universitätsbibliothek Wien. Der Provenienz- und Kriminalfall lenkt den Blick auf die hauseigenen Quellen, den Kunst- und Kulturgüterraub sowie die brasilianische Provenienzforschung und zeigt auf, dass Provenienzforschung nicht nur auf die NS-Zeit und deren Folgen reduziert werden kann, sondern weltumfassend und zeitlich unbegrenzt gedacht werden muss. Nach mehr als zwei Jahren wurde das Werk aus Brasilien im Frühjahr 2022 an die UB Wien zurückgegeben und damit konnte begonnen werden die Hintergründe des spannenden und facettenreichen Provenienzfalls zu recherchieren.
Der 34. Osterreichische Bibliothekartag widmete sich dem Schwerpunktthema „Kunstliche Intelligenz in Bibliotheken“. Osterreichische und internationale Expert*innen referierten und diskutierten uber den Einsatz von Kunstlicher Intelligenz und neuen technischen Moglichkeiten im Bibliotheksalltag sowie uber (neue) Herausforderungen und Themen fur Bibliothekar*innen.Die Beitrage behandeln Themen aus den Bereichen Digitalitat — Kunstliche Intelligenz — Openness, Personal- und Ressourcenmanagement — (Neue) Aufgaben im Bibliothekswesen, Provenienzforschung, Buch- und Bibliotheksgeschichteund werden um Berichte aus unterschiedlichen Bereichen erganzt. Damit gibt der Band einen Einblick in das breite Themenspektrum bibliothekarischer Arbeit und die damit verbundenen vielfaltigen Herausforderungen — heute und in der Zukunft. Inhaltsverzeichnis
In dem Beitrag werden ausgewählte Ergebnisse der Enquete „Nationalsozialismus digital“ präsentiert.
Open AccessErinnerungsarbeit, Restitution und historische Verantwortung. Ein Überblick zum Arbeitsbereich NS-ProvenienzforschungMarkus StumpfMarkus StumpfSearch for more papers by this authorhttps://doi.org/10.14220/9783737010986.67SectionsPDF/EPUB ToolsAdd to favoritesDownload CitationsTrack Citations ShareShare onFacebookTwitterLinkedInRedditEmail About Previous chapter Next chapter FiguresReferencesRelatedDetails Download book cover 1. AuflageISBN: 978-3-8471-1098-9 eISBN: 978-3-7370-1098-6HistoryPublished online:January 2020 Information© 2020, V&R unipress GmbH, Theaterstraße 13, 37073 Göttingen, GermanyDieses Werk ist als Open-Access-Publikation im Sinne der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND International 4.0 (»Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen«) unter dem DOI 10.14220/9783737010986 abzurufen. Um eine Kopie dieser Lizenz zu sehen, besuchen Sie https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/. Jede Verwertung in anderen als den durch diese Lizenz zugelassenen FÐllen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlages.PDF download
In einer gemeinsamen Übergabezeremonie restituierten am 30. April 2019 die Universitätsbibliotheken der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien sechs Bücher an die Nachfahren der Wiener Buchhandlung „Brüder Suschitzky“.
Der 7. Deutsche Bibliothekskongress hat von 18. bis 21. März 2019 in Leipzig stattgefunden. Das Motto der Konferenz, an der über 4.000 Personen (darunter 95 aus Österreich) teilgenommen haben, lautete „Bibliotheken verändern“. Im vorliegenden kooperativen Bericht werden folgende Themen behandelt: Förderprogramm Fachinformationsdienste für die Wissenschaft, Langzeitarchivierung, Repositorien, Forschungsdaten und Forschungsdatenmanagement, Open Access, NS-Provenienzforschung, Qualitätsmanagement und Barrierefreiheit.
Von 28. Februar bis 1. März 2019 fand in Dublin/IRL eine von der International Federation of Library Associations and Institutions veranstaltete Konferenz zum Thema „Library Publishing“ statt. Vortragende aus Europa und Nordamerika sprachen an der Dublin Business School (DBS) zu Publikationsprojekten, Herausforderungen und Perspektiven von Bibliotheken als Verleger und Herausgeber von Publikationen.
Open AccessProvenienzforschung in der Universitätsbibliothek, dem Universitätsarchiv und den musealen Sammlungen der Universität WienOlivia Kaiser, Markus StumpfOlivia KaiserSearch for more papers by this author, Markus StumpfSearch for more papers by this authorhttps://doi.org/10.7767/9783205201274.187SectionsPDF/EPUB ToolsAdd to favoritesDownload CitationsTrack Citations ShareShare onFacebookTwitterLinkedInRedditEmail About Previous chapter Next chapter FiguresReferencesRelatedDetailsCited byErinnerungsarbeit, Restitution und historische Verantwortung. Ein Überblick zum Arbeitsbereich NS-ProvenienzforschungMarkus Stumpf20 January 2020 Download book coverSchriftenreihe der Kommission für ProvenienzforschungVolume 8 1. AuflageISBN: 978-3-205-20808-2 eISBN: 978-3-205-20127-4HistoryPublished online:December 2018 Information© 2018 by Böhlau VerlagOpen Access-Publikation im Sinne der CC-BY-NC-ND 4.0PDF download
"Fiduciary" – An Outline of Topics Related to Provenance Research into the Nazi Period. The following article deals with the issue of fiduciary or holding in trust with the focus on two exemplarycases involving the Vienna University Libraryand the question of achieving a "fair and just" solution along the lines of the Washington Principles on Nazi-Confiscated Art. The aim is to present new findings concerning remnants of the so-called "Tanzenberg Collection", which were held in trust, and describe a possible approach to dealing with socalled "heirless" books and objects from the library of the All Peoples' Association and the Egyptian Collection of the UniversityofVienna, which, though held in trust, are scheduled to be restituted.