
Rediscovery of Arctosa maculata (Araneae: Lycosidae) in Baden-Württemberg, with comments on habitat degradation caused by the invasive Himalayan Balsam (Impatiens glandulifera). The nationally endangered wolf spider Arctosa maculata (Hahn, 1822) has mainly been recorded in the Alps and in the alpine sphere of Germany. Recent records from the Schaichtal nature reserve and its vicinity (Schönbuch, Baden-Württemberg) not only represent a re-discovery of the species for the federal state after 30 years, but also constitute the northwesternmost known population of the species. However, through shading and overgrowth, invasive stands of the Himalayan Balsam (Impatiens glandulifera Royle) have led to a massive degradation of sandy, sparsely vegetated and sunny watersides, the species' favored habitat. To avoid further habitat degradation, control and eradication of this invasive neophyte represents an urgent task in the area.
Pseudoskorpione (Arachnida: Pseudoscorpiones) aus dem Burda-Gebirge in der Slowakei. Im Gebiet des Burda-Gebirges und seiner Umgebung wurden 1489 Individuen an Pseudoskorpionen aus 24 Taxa und fünf Familien erfasst. Das Material wurde unter Verwendung standardisierter Sammelmethoden und aus möglichst vielen Lebensraumtypen auf 77 Untersuchungsflächen zusammengetragen. Aus zoogeografischer Sicht waren paläarktische Arten und Arten mit europäischer Verbreitung am häufigsten vertreten. Pseudoskorpione der Familien Chthoniidae und Neobisiidae repräsentierten hauptsächlich die epigäischen und edaphischen Formen. Die synanthrope Arten gehörten zu den Familien Atemnidae und Cheliferidae. Vertreter der Familie Chernetidae waren meist dendrophil oder kamen in verrottendem organischem Material vor. Im Burda-Gebirge kamen eurytope Arten und stenöke, thermophile Arten vor, die mit xerothermen Lebensräumen assoziiert sind. Aus faunistischer Sicht war der Nachweis von Chthonius orthodactylus (Leach, 1817), sensu Beier (1963), der in der Slowakei nach mehr als 40 Jahren wieder dokumentiert wurde, am wichtigsten. Das Untersuchungsgebiet stellt für diese Art den zweiten bekannten Fundort in der Slowakei dar, und es werden die Lebensraumpräferenzen zum ersten Mal dargestellt. Für die Art Allochernes solarii (Simon, 1898) wurde ebenfalls der zweite Fundort in der Slowakei entdeckt. Für Diplotemnus balcanicus (Redikorzev, 1928) stellt das Burda-Gebirge den bislang einzigen Fundort in der Slowakei dar. Trotz seiner geringen Größe ist das Burda-Gebirge eines der wichtigsten Gebiete hinsichtlich der Artenvielfalt für Pseudoskorpione in der Slowakei; fast 40 % der bekannten Pseudoskorpionsarten kommen hier vor. Bei der Bewertung der Lebensraumtypen erwiesen sich xerotherme Steppenund Waldsteppenstandorte als die wertvollsten. Die Vorkommen seltener und aufgrund ihrer engen ökologischen Valenz potenziell gefährdeter Arten wie Ephippiochthonius tuberculatus (Hadži, 1937), Microbisium suecicum Lohmander, 1945, Atemnus politus (Simon, 1878) oder Allochernes solarii belegen dies.
Eine Vorliebe für Ameisen: Potentielle obligate Myrmekophagie durch die Gattung Lasaeola (Araneae: Theridiidae). Die Erbeutung von Ameisen durch die Gattung Lasaeola Simon, 1881 ist ein sporadisch berichtetes Verhalten in der wissenschaftlichen Literatur und wird regelmäßig auf Bildern, welche auf verschiedene Onlineplattformen hochgeladen werden, beobachtet. Während diese einzelnen Beobachtungen die Existenz dieser Räuber-Beute-Beziehung bestätigen, fehlt bisher eine systematische Analyse dieser Beziehung. In dieser Arbeit präsentieren wir daher die erste formelle Untersuchung und Zusammenstellung dokumentierter Fälle von Myrmekophagie in der Gattung Lasaeola und zeigen, dass das obligate Erbeuten von Ameisen eine wahrscheinliche Jagdstrategie dieser Gattung ist.
Erster Nachweis des Weberknechts Dicranopalpus ramosus in Italien (Arachnida, Opiliones: Phalangioidea). Die ersten Funde des Weberknechts Dicranopalpus ramosus aus Italien werden präsentiert. Diese stammen von Lago dei Due Uomini (Kalabrien, Cosenza) gelegen auf 1100 m, sowie von der Umgebung der Höhle Grotta dei Ladroni (Sizilien, Catania), gelegen auf 1150 m. Die morphologischen Merkmale der Art werden dargestellt sowie eine mögliche Herkunft der Populationen diskutiert. Eine aktualisierte europäische Nachweiskarte basierend auf Literatur- sowie unpublizierten Nachweisen zeigt eine kontinuierliche Ausbreitung der Art nach Norden und Osten nördlich der Alpen. Der neue Nachweis erweitert erheblich das bekannte Verbreitungsgebiet der Art und erhöht die Anzahl der aus Italien bekannten Weberknechtarten auf 138.