
Der Pes cavovarus (PCV) stellt eine in spezialisierten fußchirurgischen Zentren häufig behandelte Deformität dar. Im Rahmen der Patientenberatung stehen neben den aktuellen Beschwerden oftmals auch die langfristigen Risiken im Fokus, insbesondere im Hinblick auf mögliche Instabilitäten, degenerative Veränderungen sowie Überlastungserscheinungen.Neben der klinischen Untersuchung kommen bildgebende Verfahren sowie ganganalytische Untersuchungen zum Einsatz, um eine individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln und insbesondere die Indikation sowie den optimalen Zeitpunkt für eine operative Korrektur festzulegen.Ziel dieses Beitrags ist eine nachvollziehbare und praxisorientierte Darstellung der Diagnostik des Pes cavovarus, mit besonderem Schwerpunkt auf dem klassischen Ballenhohlfuß mit Betonung der medialen Cavus-Komponente.
Der pes cavovarus (Syn. Ballenhohlfuß; Ballenfuß) wird fast immer erst bei seiner vollständigen klinischen Ausprägung mit der Diagnostik und den Behandlungsempfehlungen beschrieben. Dies ist erstaunlich, da sich diese Deformität fast immer aus Vorstufen erst allmählich zum Vollbild entwickelt. In der Literatur wird allgemein über eine deutliche Zunahme dieser Fehlstellung im Wachstumsalter berichtet, vor allem bei peripheren Neuropathien berichtet, die in der Kindheit beginnt und bis zur Adoleszenz deutlich fortschreitet [16], [21].Neben den meist progredienten peripheren Neuropathien kann ein pes cavovarus auch andere neurologische und nicht neurologische Ursachen haben [4], [11]. Vielfach wird man jedoch Gendefekte finden, die mit einem solchen Fußproblem assoziiert sind (Abbildung 1a und b).Die Therapie eines pes cavovarus im Wachstum und birgt wegen des Wachstums auch immer Unsicherheiten in sich. Die Erfolge sind oft bescheiden und die diesbezügliche Literatur spärlich [5], [16], [21].Da sich aber auch bereits im Kindesalter erhebliche funktionelle Einschränkungen zeigen können, ist die Beschäftigung mit dem pes cavovarus im Wachstumsalter weiterhin wichtig (Abbildung 1c).
This article presents an overview on pathophysiology, treatment and classification for pes cavovarus feet in Charcot Marie Tooth disease, with particular attention on the role of soft tissue surgery. Various soft-tissue procedures and its limitations are discussed for different cavovarus deformities in pes cavovarus feet with Charcot Marie Tooth disease.
Background Foot pain is common in adults, particularly among occupational groups requiring prolonged standing. Footwear base dimensions may influence biomechanical stress and pain development. Material and methods A systematic literature search was conducted in Scopus, Web of Science, PubMed, and Science Direct (January 2018 – March 2025). Studies examining the relationship between footwear base area and foot pain in adults were included. Data on plantar pressure, postural stability, muscle activity, and pain outcomes were synthesized. Results From 116 identified records, 53 studies met the inclusion criteria. Narrow-base footwear (20–30 cm2) was associated with 40–70% higher peak plantar pressure (450–600 kPa), 15–30% greater center of pressure excursion, and 10–25% increased lower limb muscle activity compared to wide-base footwear (45–60 cm2). Clinically, narrow-base footwear was linked to a 2.3-fold increased risk of chronic foot pain and 40% higher pain prevalence in occupational groups. Conclusions Footwear base area is a significant biomechanical predictor of foot pain. Wider-base footwear may reduce plantar pressure, enhance stability, and decrease muscle fatigue, with important implications for ergonomic design and occupational health practice.
Hintergrund Sprengverletzungen der unteren Extremität gehen häufig mit ausgedehnten Weichteilschäden, Kontamination und Knochensubstanzverlust einher. Sie stellen daher höchste Anforderungen an ein interdisziplinäres Management. Methoden Wir berichten über einen 35-jährigen Patienten mit komplexer Sprengverletzung des rechten Unterschenkels und traumatischer Amputation der rechten Hand nach Explosion eines nicht zugelassenen Silvesterböllers. Die Erstbehandlung mit Notfallversorgung erfolgte in einem lokalen Krankenhaus. Hier erfolgten die initiale Transfixation und das Debridement, sowie die Komplettierung der Amputation mit Stumpfbildung in Höhe des Handgelenks. Bei Erstvorstellung in unserer Einrichtung (3. Tag nach Trauma) zeigte sich ein infiziertes und nekrotisches Hauttransplantat im Bereich des Unterschenkels. Es erfolgten radikale wiederholte Debridements, eine Segmentresektion mit Einlage eines Spacers, sowie die Defektdeckung mittels freier Lappenplastik. Im Verlauf erfolgte die knöcherne Rekonstruktion durch monoaxialen Segmenttransport, mit im Verlauf erfolgtem Wechsel auf einen internen Lastträger, nach Vollständiger Defektsanierung mittels Plattenosteosynthese.Ergebnis und Schlussfolgerung: bei beschwerdefreiem Patienten, der im Konfektionsschuhwerk ohne Hilfsmittel mit flüssigem Gangbild mobil ist.Zwei Jahre nach der Verletzung zeigt sich eine konsolidierte Knochenstruktur, bei beschwerdefreiem Patienten, der im Konfektionsschuhwerk(abgesehene, von 1,5 cm Beinlängenausgleich) ohne Hilfsmittel mit flüssigem Gangbild mobil ist.Die stadiengerechte Kombination aus Sanierung einer Infektion, suffizienter Weichteildeckung und Distraktionsosteogenese ermöglicht auch bei ausgedehnten Defekten den Extremitätenerhalt unter Verwendung von orthoplastischen Behandlungskonzepten.