
Performing manual tasks involves ergonomic risk factors associated with musculoskeletal disorders. This paper presents an adaptive workstation designed to adjust the working height according to individual anthropometric characteristics and evaluates its effects on posture, perceived strain, and the duration of value-adding activities. The study examined abstracted manual tasks with relevance to end-of-life vehicle disassembly. A proof-of-concept study with twelve participants shows that more frequent height adjustments reduce exposure to ergonomically unfavorable joint-angle ranges and perceived strain without significantly affecting the duration of value-adding activities. Adaptive systems therefore have the potential to reduce awkward postures in end-of-life vehicle disassembly. The findings should be examined in a dedicated disassembly use case, taking into account varying product conditions and appropriate positioning of the work object for tasks requiring high force exertion. Practical Relevance: This paper presents an adaptive workstation that can be adjusted for various (dis-)assembly and maintenance applications. The findings of the proof-of-concept study suggest that adaptive systems offer prospects for reducing physical stress and strain during manual tasks.
Die Umstellung von einer linearen Wertschöpfung hin zur Kreislaufwirtschaft (CE) erfordert die organisationsweite Vermittlung und Anwendung von Wissen über zirkuläre Praktiken und Prozesse. Hierbei spielt effektives Wissensmanagement eine entscheidende Rolle und Unternehmen greifen zunehmend auf digitale Wissensmanagementsysteme (Knowledge Management Systems; KMS) zurück (Ul-Durar et al. 2023). Allerdings hängt die Wirksamkeit von digitalen KMS maßgeblich von der Nutzungsbereitschaft der Beschäftigten ab. Vor diesem Hintergrund untersucht diese Arbeit, welche organisationalen bzw. kontextspezifischen Faktoren die Nutzung digitaler KMS in der CE beeinflussen. Auf Basis eines online durchgeführten Vignettenexperiments mit 304 Teilnehmenden zeigt sich, dass (1) organisationale Unterstützung, (2) monetäre und nicht-monetäre Anreize und die (3) Sichtbarkeit des erwarteten Nutzens die Nutzungsabsicht von Individuen signifikant erhöhen können. Die Studie liefert damit empirisch fundierte Erkenntnisse zur Gestaltung der Technologieakzeptanz im CE-Wissensmanagement und digitalen KMS. Praktische Relevanz: Die Ergebnisse liefern konkrete Hinweise für die Gestaltung organisationaler und kontextspezifischer Faktoren, die die Nutzungsabsicht von Individuen für digitale KMS zur Verwendung, Sammlung und Verbreitung von CE-Wissen steigern. Erstens sollten Organisationen gezielt zeitliche Ressourcen für die Nutzung und Pflege von KMS bereitstellen. Zweitens empfiehlt sich die Einführung von Anreizsystemen, die sowohl monetäre als auch nicht-monetäre Elemente umfassen. Drittens sollte der Nutzen des Systems transparent gemacht werden, insbesondere durch die Sichtbarmachung ökologischer und ökonomischer Effekte. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass organisationale Rahmenbedingungen eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Einführung und Nutzung digitaler KMS darstellen.