Eine hypoplastische Arteria vertebralis (HAV) gilt als Risikofaktor für eine Ischämie der hinteren Strombahn. Ziel der Studie war die Überprüfung der Hypothese, dass das alleinige Vorliegen einer HAV bereits zu einer Beeinträchtigung des cerebellären Blutflusses führen kann.
Material: Zerebraler Blutfluss (CBF) und -volumen (CBV) sowie klinische Daten von 112 Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall und bekanntem Zeitpunkt des Symptombeginns wurden retrospektiv ausgewertet. Die CT-Perfusionsdatensätze wurden mit einer erweiterten Abdeckung von 10cm in der z-Achse akquiriert. Die Ausdehnung des Mismatch wurde als Anteil des CBF-Perfusionsdefizites ohne korrespondierende CBV-Abnormalität definiert und volumetrisch mittels der Bildverarbeitungssoftware Osirix V.4.0 bestimmt. Eine logistische Regressionsanalyse wurde durchgeführt, um einen von Symptombeginn von
Ziele: Die in den letzten Jahren entwickelte CT-Ganzhirnperfusion ermöglicht im Gegensatz zur konventionellen zweischichtigen CT-Perfusion eine vollständige Abbildung von Perfusionsdefiziten. Ziel dieser Studie war die Untersuchung von Reabilität und Reproduzierbarkeit einer volumetrischen Auswertungsmethode der CT-Ganzhirnperfusion bei Schlaganfallpatienten. Methode: 30 Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall wurden einer 128-Zeilen-CT-Perfusion mit einer erweiterten Abdeckung des Schädels von 10.0 cm in der z-Achse unterzogen. Eine volumetrische Analyse des zerebralen Blutvolumens (CBV) bzw. Blutflusses (CBF), der Mean Transit Time (MTT), der Time to Peak (TTP) sowie der Time to Drain (TTD) wurde zweimal durch zwei erfahrene Reader mittels der Bildverarbeitungssoftware Osirix V.4.0 in einem Abstand von mindestens zwei Wochen durchgeführt. Inter- und Intrarater-Reabilität wurden mittels Intraklassenkoeffizienten (ICC) und Bland-Altman-Analyse für die verschiedenen Perfusionsparameter bestimmt. Ergebnis: Die TTD (ICC: 0.989) zeigte die höchste Interrater-Reabilität, gefolgt von CBF (0.972), MTT (0.950), CBV (0.933) und TTP (0.881). Die Intrarater-Reabilität war ebenfalls für die TTD (0.995) am höchsten, gefolgt von MTT (0.984), CBF (0.980), CBV (0.942) und TTP (0.937). Die Perfusionsdefizite zeigten das durchschnittlich höchste absolute Volumen in den zeitbezogenen Parametern (TTD, TTP, MTT) und unterschieden sich bezüglich des Volumens sich signifikant innerhalb dieser Gruppe, während das mittlere Volumen der CBF signifikant kleiner war (p<0.001). Schlussfolgerung: Der gewählte Ansatz der volumetrischen Auswertung der CT-Ganzhirnperfusion zeigt eine hohe Reabilität und Reproduzierbarkeit. Er erscheint damit potenziell zur exakteren Prognose des Outcome von Schlaganfallpatienten sowie zur akkuraten Definition des Blutfluss-Blutvolumen-Mismatches geeignet. Die TTD zeigt die höchste Übereinstimmung und ist damit möglicherweise ein geeigneter Parameter für die Definition des „Tissue at Risk“.