The paper gives attention to the interplay of rock & pop practice multifaceted elements, evaluated within their practical realization process. The practice-sociological perspective provides the identification of various physical, tangible, discursive and symbolic elements, which have come together in underground scenes and have proven to be constitutive for the formation of rock & pop in general. We present the Neue Deutsche Welle as an example for transformation of rock & pop music and ask what kind of bodies, artifacts, discourses, symbols, and spaces have assembled in the early 1980s to perform this new underground formation. We give insights to first findings and discuss the methodological challenges we face working with the practice theory. Thus we try to advance practice theory to be an appropriate foundation for a genealogy of rock & pop music.
Die Gegenwartsgesellschaft ist in ihren Ausdrucksformen und Alltagskulturen durch die Wirkmachtigkeit popularer Rock- und Popmusik gekennzeichnet. Neben Praxisformen, in denen das Musikerleben im Vordergrund steht, wie etwa beim Musizieren oder bei Konzerten und Festivals, spielt Rock und Popmusik auch in vielen Bereichen des Alltagslebens, etwa beim Einkaufen oder beim Sport, eine wichtige Rolle. Trotz des bedeutenden Stellenwerts, den Rock- und Popmusik im alltaglichen Leben einnimmt, ist soziologisch weitgehend unerforscht, welche materiellen Voraussetzungen, situativen Ereignisse, Routinen und spezifische Dynamiken diese Entwicklung ermoglicht haben und bis heute ermoglichen. Mittels eines praxisanalytischen Forschungszugangs wird in diesem Beitrag somit der Frage nachgegangen, wie es kommt, dass die relativ junge Praxisformation des Rock und Pop zu einem zentralen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens geworden ist.
NINA BAUR / HERMANN KORTE / MARTINA LÖW / MARKUS SCHROER (Hrsg.), Handbuch Soziologie. Wiesbaden: VS Verlag 2008, 505 S., br., 39,95€