Verletzungen des Abdomens stellen den Rettungsdienst immer wieder vor Herausforderungen, da präklinisch häufig weder Verletzungsart noch -schwere sicher bestimmt werden können. In der Phase unmittelbar nach dem Trauma steht die vitale Bedrohung durch eine Massenblutung im Vordergrund. Ein zielgerichtetes Vorgehen an der Einsatzstelle ist notwendig, um kritisch Verletzte zu erkennen und einer schnellen operativen Versorgung zuführen zu können.
Akut einsetzende Bauchschmerzen sind ein häufiger Grund für die Alarmierung des Rettungsdienstes. Einige Patienten zeigen den Symptomenkomplex eines akuten Abdomens, dessen mögliche Ursachen vielfältig sind, sich aber häufig präklinisch bereits eingrenzen lassen. Eine sorgfältige Anamnese und klinische Untersuchung sind notwendig, um besonders gefährdete Patienten zu erkennen und zielgerichtet zu behandeln.
Die Messung des Blutzuckers (BZ) durch einen Schnelltest am Einsatzort gehört zu den wenigen apparativen Diagnostikmöglichkeiten im Rettungsdienst. Bei korrekter Durchführung ist sie eine risikoarme und schnelle Methode. Eine Hypo- oder Hyperglykämie muss bei unklaren Bewusstseinsstörungen, neurologisch-psychiatrischen Auffälligkeiten oder bei Allgemeinsymptomen wie z. B. Azidoseatmung, Oberbauchschmerzen oder Polyurie ausgeschlossen werden.