Je nach Region werden 100–700 Schlaganfälle pro 100.000 Einwohner und Jahr registriert. Vor der Behandlung im akuten Fall kommt der Bildgebung die wichtigste differenzialdiagnostische Bedeutung zu. In modernen Schlaganfall-Zentren erfolgt dabei die primäre Bildgebung zunehmend MR-tomografisch. Neben der intracraniellen Parenchymblutung als häufigster, auch in der MRT sicher zu stellender Differenzialdiagnose des ischämischen Infarkts liegen in ca. 2–7% der akuten Schlaganfallsymptomatik aber andere Ursachen zugrunde, die kernspintomografisch ebenfalls diagnostiziert werden können und häufig eine spezielle Therapie erfordern.
Purpose: Functional magnetic resonance imaging (fMRI) is a well-established, non-invasive method for pre-operative mapping of speech-eloquent areas. This investigation tests three simple paradigms to evaluate speech lateralisation and visualisation of speech-eloquent areas. Materials and Methods: 14 healthy volunteers and 16 brain tumour patients were given three tasks: to enumerate months in the correct order (EM), to generate verbs fitting to a given noun (GV) and to generate words fitting to a given alphabetic character (GW). We used a blocked design with 80 measurements which consisted of 4 intervals of speech activation alternating with relaxation periods. The data were analysed on the basis of the general linear model using Brainvoyager. The activated clusters in the inferior frontal (Broca) and the posterior temporal (Wernicke) cortex were analysed and the laterality indices calculated. Results: In both groups the paradigms GV and GW activated the Broca's area very robustly. Visualisation of the Wernicke's area was best achieved by the paradigm GV. The paradigm EM did not reliably stimulate either the frontal or the temporal cortex. Frontal lateralisation was best determined by GW and GV, temporal lateralisation by GV. Conclusion: The paradigms GV and GW visualise two essential aspects of speech processing: semantic word processing and word production. In a clinical setting with brain tumour patients, both, GV and GW can be used to visualise frontal and temporal speech areas, and to determine speech dominance.
Ziele: Im Juli 2003 wurde am Universitätsklinikum Leipzig ein neuartiges digitales Mammographiesystem (Selenia, Lorad) in Betrieb genommen. Wir berichten über erste klinische Erfahrungen. Methode: Das Gerät verfügt über einen 24×29cm großen Selendetektor zur direkten Umwandlung von Röntgenstrahlung in ein elektrisches Signal. Bei einer Pixelgröße von 70µm wird eine Auflösung von etwa 7 Lp/mm erreicht. Die Bilder stehen etwa 20 s. nach Aufnahmeende zur Verfügung. Das Gerät wird für Routine-Mammographien, präoperative Kontrollaufnahmen nach Drahtmarkierungen sowie Präparatemammographien eingesetzt (Untersuchungen/Jahr ca. 3000). Die Befundung erfolgte an einer SELENIA-Soft-Copy-Workstation. Die Aufnahmen werden in einem PACS der Firma Siemens archiviert und verteilt. Ergebnis: Der großflächige Detektor ermöglichte es, dass bislang alle Mammae vollständig erfasst werden konnten. In einer vorläufigen subjektiven Einschätzung wurde die räumliche Auflösung der Mammographieaufnahmen als ausreichend, die Kontrastauflösung als sehr gut bewertet. Die Bildqualität der digitalen Mammographieaufnahmen in Verbindung mit den Möglichkeiten der Bildbearbeitung an der Workstation wurde als den analogen Film-Folien-Aufnahmen überlegen eingestuft. Mit dem Gerät kann eine hohe Untersuchungsfrequenz realisiert werden. Durch die digitale Speicherung und Bildverteilung besteht für die klinikinternen Überweiser eine zeitnahe Verfügbarkeit der Bilder auf verschiedenen Workstations. Die Demonstration der Bilder erfolgt in fachübergreifenden Visiten. Schlussfolgerung: Durch den Einsatz des digitalen Mammographiegerätes konnte nach vorläufiger Einschätzung die Bildqualität verbessert und die Untersuchungsfrequenz erhöht werden. Als weiterer potentieller Vorteil ist die Möglichkeit der computergestützten Diagnose (CAD) zu werten.