Neuraminidase inhibitors (NI) play a major role in plans to mitigate future influenza pandemics. Modeling studies suggested that a pandemic may be contained at the source by early treatment and prophylaxis with antiviral drugs. Here, we examine the influence of NI resistant influenza strains on an influenza pandemic. We extend the freely available deterministic simulation program InfluSim to incorporate importations of resistant infections and the emergence of de novo resistance. The epidemic with the fully drug sensitive strain leads to a cumulative number of 19,500 outpatients and 258 hospitalizations, respectively, per 100,000 inhabitants. Development of de novo resistance alone increases the total number of outpatients by about 6% and hospitalizations by about 21%. If a resistant infection is introduced into the population after three weeks, the outcome dramatically deteriorates. Wide-spread use of NI treatment makes it highly likely that the resistant strain will spread if its fitness is high. This situation is further aggravated if a resistant virus is imported into a country in the early phase of an outbreak. As NI-resistant influenza infections with high fitness and pathogenicity have just been observed, the emergence of drug resistance in treated populations and the transmission of drug resistant strains is an important public health concern for seasonal and pandemic influenza.
Zusätzlich zum Schweizerischen Pandemieplan 2006 [1] wurden kürzlich die spezifischen Aufgaben der Grundversorger in der Schweiz im Pandemiefall publiziert [2]. Die gute Vorbereitung der Grundversorger für den Pandemiefall ist äußerst wichtig, sowohl wegen der zusätzlich anfallenden Erkrankungsfälle, als auch wegen der Erfahrung und Kompetenz der Hausärztinnen und Hausärzte in der Erkennung und Behandlung von Grippekranken. Dieser Artikel soll die Bedeutung der ärztlichen Grundversorgung im Dienste der öffentlichen Gesundheit unterstreichen und die Hausärztinnen und -ärzte in ihrer Vorbereitung auf eine mögliche Pandemie unterstützen.
Soz.Praventivmed. 50 (2005) 6 0303-8408/05/010006–1 DOI 10.1007/s00038-004-4096-5 © Birkhauser Verlag, Basel, 2005 Eigentlich ware es sehr einfach: Die verantwortlichen und verantwortungsbewussten Behorden empfehlen zum Wohle der Bevolkerung und nach grundlichem Studium aller massgeblichen Fakten eine Impfung und der gut informierte Burger identifiziert sich mit den Argumenten und lasst sich oder seine Kinder daher impfen. In einer solch idealen Welt konnte man ohne Probleme auf die Uberwachung der Durchimpfung verzichten, die gesetzten Ziele der Kontrolle oder gar Elimination von Krankheiten wurden zweifelsfrei erreicht. Um wie vieles komplexer und schwieriger die Realitat jedoch ist, wurde erst kurzlich in einem Meeting in Paris wieder deutlich. Warend zwei Tagen diskutierten Vertreter europaischer Gesundheitsbehorden unter der Regie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Probleme der Masernelimination. Dabei ging es einmal nicht um die Schwierigkeiten auf dem afrikanischen oder asiatischen Kontinent, wo trotz aller Bemuhungen die finanziellen Mittel nicht selten kaum zum Kauf von genugend Impfstoff ausreichen, sondern es ging um die Schwierigkeit der reichen westeuropaischen Lander, die Masern in Europa zu eliminieren. Verschiedene nordliche und ostliche europaische Lander, der ganze amerikanische Kontinent, aber auch Spanien sind weitgehend masernfrei und werden in erster Linie durch eingefuhrte Masernviren gefahrdet. Die Schweiz gehort leider zum unruhmlichen, kleinen, westeuropaischen Grupplein der masernexportierenden Lander, zusammen mit den Nachbarn Deutschland, Osterreich, Frankreich und Italien. Ohne ein klares Bild der Durchimpfungsraten konnen die Probleme, welche zu dieser untragbaren Situation fuhren, nicht angegangen werden. Beobachtungen uber Zeitverlaufe, wie sie in Genf durchgefuhrt werden, sind von unschatzbarem Wert und bilden die Grundlage fur zielgerechte Strategien, die Durchimpfungsraten anzuheben, sofern der politische Wille und die notigen Mittel dies erlauben. Das es aber gerade im deutschsprachigen Raum besonders schwierig ist, akzeptable Durchimpfungraten zu erreichen, zeigt sich leider auch am Beispiel der tiefen InfluenzaImpfraten beim Krankenhauspersonal in Deutschland. Offensichtlich ist es sehr schwierig, in unseren stark dezentralisierten, enorm komplexen Gesundheitssystemen klare, verbindliche Ziele der offentlichen Gesundheit zu erreichen. Einzelne Interessensgruppen konnen aus unterschiedlichsten Grunden solche Ziele erfolgreich in Frage stellen und das Erreichen verhindern. Sicher ist es ohnehin viel einfacher, Zweifel zu streuen und Behauptungen aufzustellen, als wissenschaftliche Beweise zu erbringen. Wenn dann aber ausserdem Organisationen wie der Konsumentenschutz oder gar AEGIS die Ziele der offentlichen Gesundheit torpedieren, dann werden wissenschaftliche Fragen zum Politikum und die sachliche Information bleibt auf der Strecke. Trotz allem mussen das Wohl und die Gesundheit der Schwachsten bei den Behorden weiterhin hochste Prioritat haben. Deshalb darf man Ziele wie eine hohe InfluenzaDurchimpfungsrate beim Pflegepersonal, welche den Schutz von Patienten und Heimbewohnern anstrebt, oder die Masernelimination, welche den vollstandigen Schutz der Kinder erreicht, nicht einfach fallen lassen. Sachliche Information, professionelles Engagement und Bereitstellen von Infrastrukturen sind die Mittel, welche schlussendlich zum Wohle der offentlichen Gesundheit bei diesen Problemen zum Ziel fuhren werden. Daniel Koch