Hintergrund: Infiltration durch zytotoxische T Lymphozyten (CTL) ist ein häufig auftretendes Phänomen beim Mammakarzinom. Wir untersuchten die prognostische Bedeutung von CD8 positiven CTL bei nodal-negativen Mammakarzinomen
Ein 77-jähriger Patient wurde mit Dyspnoe, Übelkeit und Schwindel in der Inneren Klinik aufgenommen. Laborchemisch fiel eine Hyponatriämie von 116mmol/l auf; nach Ausschluss anderer Ursachen wurde die Diagnose eines Syndroms der inadäquaten ADH-Ausschüttung (SIADH) gestellt und eine Therapie mit Flüssigkeitsrestriktion und Vasopressin-Antagonisten eingeleitet. Im Rahmen der Ursachenabklärung zeigte das CT-Thorax einen suspekten Herdbefund der rechten Mamma. Sonographisch und mammographisch imponierte ein mikrolobulierter Herdbefund von 12×13mm retromamillär rechts, BIRADS 5 mit unauffälligen axillären Lymphknoten. Stanzbioptisch wurde ein invasiv-duktales Mammakarzinom gesichert. Die Staginguntersuchungen waren unauffällig. Wir führten eine Mastektomie mit Sentinellymphonodektomie durch. Histologisch zeigte sich ein 17mm großes, hormonrezeptor-positives, invasiv-duktales Mammakarzinom (pT1c pN0(0/1Sn) M0 G1). Der Patient erhielt die Empfehlung zur Einnahme von Tamoxifen für 5 Jahre. Die Elektrolytwerte waren bei der Kontrolluntersuchung postoperativ im Normbereich.
Zielsetzung: Chronische Inflammation scheint eine essentielle Rolle in der Tumorgenese und Tumorprogression zu spielen. Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein Akute-Phase-Protein, welches bei akuten bakteriellen Entzündungen ansteigt, aber auch nach Gewebetrauma, nach Myokardinfarkt, bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis und auch bei Tumoren erhöht sein kann. Wir untersuchten retrospektiv den Zusammenhang zwischen präoperativem CRP bei Erstdiagnose des Mammakarzinoms und dem Überleben.
Zielsetzung: Der Einfluss des Immunsystems gewinnt beim Mammakarzinom an Bedeutung. Wir haben die prognostische und prädiktive Bedeutung von Immunoglobulin Kappa C (IGKC) beim nodal-negativen Mammakarzinom untersucht.
Fragestellung: Immunologische Mechanismen gewinnen beim Mammakarzinom an Bedeutung. Wir haben die prognostische und prädiktive Bedeutung von Immunglobulin Kappa C (IGKC) beim Mammakarzinom untersucht.
Proliferation hat eine große prognostische Bedeutung beim Mammakarzinom. Wir haben den prognostischen Einfluss der Proliferation für unterschiedliche molekulare Subtypen (luminal, basal-like, erbB2-like) in 766 nodal-negativen Patientinnen untersucht.
In Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen gewinnen tumorspezifische Biomarker zunehmend an Bedeutung. Beim Mammakarzinom werden Biomarker bisher zur Einschätzung des Krankheitsverlaufs und zur Entscheidung über die medikamentöse Therapie eingesetzt. Spezifische Biomarker zur Früherkennung des Mammakarzinoms sind derzeit nicht bekannt. Das Ziel unserer Studie war ein Vergleich der Regulation verschiedener Proteine in den Seren von Brustkrebspatientinnen und einer gesunden Kontrollgruppe zur Untersuchung putativer Biomarker.
Abstract Background: Infiltration of cytotoxic T lymphocytes (CTL) is a common feature in breast cancer. We examined the prognostic impact of CD8 positive CTL in formalin-fixed-paraffin-embedded (FFPE) tissue using immunohistochemistry (IHC) in node-negative breast cancer and validated our findings in previously published cohorts using RNA expression. Methods: CD8 was evaluated in FFPE tissue of 339 medically untreated node-negative breast cancer patients utilizing IHC. Results were validated utilizing microarray based gene-expression data of four cohorts of medically untreated node-negative breast cancer patients (n=824). Impact of CD8 on metastasis-free survival (MFS) was analyzed with univariate and multivariate Cox regression. Meta-analysis of previously published cohorts was performed using a random effects model. Prognostic significance was examined in the whole cohort and in different molecular subtypes (ER+/HER2−, ER−/HER2−, HER2). Correlation between RNA expression and IHC was analyzed according to Spearman. Results: Immunohistochemical detection of CD8+ CTL was associated with MFS in univariate (hazard ratio [HR] 0.76, 95% confidence interval [95% CI] 0.59−0.98, P=0.037) as well as in multivatiate analysis (HR 0.61, 95% CI 0.46−0.81, P=0.001). Protein levels of CD8 had a good correlation with RNA expression (r=0.488). Higher RNA expression of CD8 was related to better MFS in a meta-analysis of the whole cohort (HR 0.74, 95% CI 0.60−0.90, P=0.0023). However, prognostic significance was confined to ER+/HER2− (HR 0.71, 95% CI 0.51−0.99, P=0.0201) and HER2+ (HR 0.60, 95% CI 0.38−0.97, P=0.037) but not to ER−/HER2− molecular subtypes (HR 0.77, 95% CI 0.52−1.14, P=0.1965). Conclusion: CD8 positive CTL have independent prognostic significance in node-negative breast cancer. Citation Information: Cancer Res 2011;71(24 Suppl):Abstract nr P1-01-13.
Die operative Therapie des Mammakarzinoms erfolgt durch die vollständige Resektion des Tumors. Dabei finden brusterhaltende und ablative Techniken Anwendung. Das Ultraschallskalpell hat in letzter Zeit eine weite Verbreitung auf dem Gebiet aller operativen Fachgebiete der Medizin gefunden. Es erzielt eine Gewebedissektion mit simultaner Gefäßkoagulation durch eine ultrahochfrequente Schwingung der Klinge. Die einfache Handhabung und die Möglichkeit intraoperativen Blutverlust und Operationszeit zu reduzieren, lassen das Ultraschallsskalpell auch für den Einsatz in der operativen Therapie der gut durchbluteten Brustdrüse interessant erscheinen.
Zielsetzung: Immunologische Abwehrmechanismen spielen eine wichtige Rolle beim Mammakarzinom. Wir haben den prognostischen Einfluss von Immunglobulin Kappa C (IGKC) bei nodal-negativen Mammakarzinomen, die keine medikamentöse adjuvante Therapie erhalten hatten, untersucht.
Hintergrund: Brustkrebs beim Mann ist eine seltene Erkrankung. Das Verhältnis von Männern zu Frauen mit Brustkrebs beträgt 1:100, wobei Männer im Median zehn Jahre später erkranken. Primäre Sarkome der Brust stellen sowohl bei Männern als auch bei Frauen eine Rarität dar. Extrem selten treten hierbei Leiomyosarkome der Brust auf. Bisher wurden insgesamt 21 Fälle von primären Leiomyosarkomen der Brust in der Literatur beschrieben. Nach unserem Kenntnisstand ist dies der dritte dokumentierte Fall eines primären Leiomyosarkoms der Brust bei einem Mann.
Zielsetzung: Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart, die bei Frauen diagnostiziert wird und mit einer hoher Mortalität verbunden ist. Ein sehr wichtiger Faktor für die erfolgreiche Behandlung der Patienten ist seine frühe Entdeckung. In mehreren Studien konnte die immunogene Wirkung von Krebs bereits gezeigt werden. Das Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung einer schnellen Methode zur Darstellung der humoralen Immunantwort in Anwesenheit von Brustkrebs.
Fragestellung: Microarray-basierte Genexpressionsanalysen an gefrorenem Tumorgewebe haben den prognostischen Einfluss des Immunsystems beim Mammakarzinom zeigen können. Wir haben bei 363 primären nodal-negativen Mammakarzinomen, die keine medikamentöse adjuvante Therapie erhalten hatten, den prognostischen Einfluss von Immunglobulin kappa C (IGKC) am Paraffingewebe untersucht.
Zielsetzung: Mammakarzinome, die weder Östrogenrezeptor (ER) noch Progesteronrezeptor (PR) oder HER-2 exprimieren, werden als triple-negative bezeichnet. Wir analysierten die Genexpression von fünf biologischen Motiven (basal-like, Proliferation, luminal, T-Zell, B-Zell) bei 200 primären nodal-negativen Mammakarzinomen, die keine medikamentöse adjuvante Therapie erhalten hatten, und verglichen die triple-negative Mammakarzinome mit den Mammakarzinomen, die zumindest einen dieser Rezeptoren (ER, PR, HER-2) exprimierten.
Fragestellung: invasiv-duktale und invasiv-lobuläre Karzinome sind die häufigsten histopathologischen Formen beim Mammkarzinom. Unterschiede in der Genexpression zwischen diesen beiden Gruppen waren bislang noch nicht systematisch mit Mikroarray-Technik untersucht worden. Wir analysierten die Genexpression eines Proliferationsmetagens und eines luminalen Metagens und ihren Einfluss auf das metastasenfreie Überleben bei 479 primären Mammakarzinomen.
Fragestellung: Genexpressionsanalysen haben zu neuen Erkenntnissen in der Biologie des Mammakarzinoms geführt. in der vorliegenden Arbeit untersuchten wir den Zusammenhang zwischen Genexpression und Alter der Patientinnen bei Operation an einem Kollektiv von 479 primären Mammakarzinomen.
Fragestellung: Heutzutage stellt die brusterhaltende Operation die Therapie der Wahl beim invasiven Mammakarzinom dar. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass bei geeigneten Tumoren in Kombination mit einer adjuvanten Bestrahlung ein brusterhaltendes Vorgehen im Vergleich zur Mastektomie nicht mit einem erhöhten Lokalrezidiv- oder Fernmetastasierungsrisiko einhergeht. Diese Studie untersucht die prognostische Aussagekraft des Resektionsvolumens bei brusterhaltender Therapie in Verbindung mit einem Lokalrezidiv- und Fernmetastasierungsrisiko beim Mammakarzinom.
Zielsetzung: Heutzutage stellt die brusterhaltende Operation die Therapie der Wahl beim invasiven Mammakarzinom dar. Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass bei geeigneten Tumoren in Kombination mit einer adjuvanten Bestrahlung ein brusterhaltendes Vorgehen im Vergleich zur Mastektomie nicht mit einem erhöhten Lokalrezidiv einhergeht. Diese Studie untersucht den Einfluss des Resektionsvolumens bei brusterhaltender Therapie auf das Risiko des lokoregionären Rezidivs beim Mammakarzinom.
Beim Mammakarzinom ist durch eine frühe Diagnose der Erkrankung ein besseres Überleben zu erreichen. Die Mammographie ist momentan die beste diagnostische Methode. Allerdings ist die Spezifität relativ gering. Mittels SELDI-TOF ProteinChip wurde im Serum und in Tränenflüssigkeit nach möglichen Biomarkern für die Erkrankung gesucht.
Fragestellung: Durch den vermehrten Einsatz von Methoden der assistierten Reproduktion ist die Inzidenz von Mehrlingsschwangerschaften in den Industrienationen in den letzten 20 Jahren stark angestiegen. Ziel dieser Studie ist die Auswertung aller höhergradigen Mehrlingsschwangerschaften (Drillinge und Vierlinge), die im Zeitraum 01.01.1997 bis 31.12.2005 in der Abteilung für Ultraschalldiagnostik und Pränatalmedizin betreut und an der Universitätsfrauenklinik Mainz entbunden wurden.