Dargestellt wird der klinische Verlauf einer Metastase eines Prostatakarzinoms in der Orbita bei einem 66-jährigen Patienten. Die Metastase entwickelte sich im Rahmen einer generalisierten, verstärkten Metastasierungstendenz. Sie zeichnete sich durch ein rasches Wachstum mit Optikuskompression und dadurch bedingter progredienter Visusherabsetzung aus.
das Sehvermögen des besseren Auges und die zur Erzielung der Lesefähigkeit benötigten Vergrößerungen.
An unserer Klinik wurden in den letzten zwei Jahren 7 Patienten (3 Zentralarterienverschlüsse, 3 Astarterienverschlüsse, 1 Apoplexia papillae) mit rt-PA (recombinant tissue plasminogen activator) behandelt. Voraussetzung war, daß der Verschluß der Arterie nicht länger als 12 Stunden bestand. Vor der Lysetherapie wurden eine Visusbestimmung, Tonometrie, Fundus- und Gesichtsfelduntersuchung sowie eine Fluoreszenzangiographie durchgeführt, durch welche der Verschluß in allen Fällen verifiziert werden konnte. Um mögliche Emboliequellen aufzufinden, gehörten auch eine Echokardiographie und eine Duplexsonographie der Carotiden zu den Voruntersuchungen. Ausschlußkriterien für die Lyse waren: Ulcerierte Plaques bzw. höhergradige Stenosen an den Carotiden, nicht einstellbarer Hypertonus, Schwangerschaft und Patienten älter als 75 Jahre. Unmittelbar nach den Untersuchungen wurden die Patienten mit 70 mg rt-PA über 2 Stunden, gefolgt von 0,05 mg rt-PA/kg KG für die nächsten 4 Stunden behandelt. Während der Therapie erhieltend die Patienten zusätzlich 500 IE Heparin/h. Anschließend wurden die Patienten für 3 Tage heparinisiert und danach antikoaguliert. Die nach der Therapie durchgeführte Kontrollangiographie zeigte die Wiedereröffnung aller Gefäße. Schon während der Lyse bemerkten die Patienten eine Visusverbesserung. Abhängig von der Zeitdauer zwischen Eintritt des Verschlusses und Beginn der Therapie (in unseren Fällen zwischen 4 und 7 Stunden) kam es zu Verbesserungen der Sehleistung um 5 bis 10 Visusstufen, sowie damit verbunden zu deutlichen Gesichtsfeldverbesserungen. Während der gesamten Beobachtungszeit (zwischen 1/2 bis 2 Jahre) blieb das Sehvermögen praktisch konstant.
Es wurden die Krankengeschichten von je 1000 stationären Patienten der Jahre 1987, 1990 und 1991 bezüglich Alter, Geschlecht, Ursache des Krankenhausaufenthaltes, Operation(en), Gesamtaufenthaltsdauer und Dauer des postoperativen Aufenthaltes ausgewertet. Es fand sich eine durchschnittliche Gesamtaufenthaltsdauer von 10,7 Tagen 1987, 8,1 Tagen 1990 und 8,3 Tagen 1991. Der durchschnittliche postoperative Aufenthalt betrug 7,7 Tage 1987, 5,7 Tage 1990 und 6,9 Tage 1991. Bei den einzelnen Operationen fand sich eine Zunahme der Kataraktoperationen, der Operationen des hinteren Augenabschittes und der Zyklokryotherapie bei einer Abnahme der stationären Laserkoagulationen und fistulierenden Glaukomoperationen.