Darstellung einer nur noch selten durchgeführten Operationstechnik zur Hebung und Implantation eines gefäßgestielten Beckenkammtransplantates ohne die Notwendigkeit von Kenntnissen zu speziellen mikrochirurgischen Techniken oder Komplikationen freier gefäßgestielter Transplantate mit dem Ziel der sicheren Ausheilung von Femurkopfnekrosen. Frühe Stadien der Knochennekrose bis Stadium II nach ARCO (Association Research Circulation Osseous), ggf. frühes Stadium III bis zum Nachweis einer Frakturlinie („crescent sign“), jedoch ohne mechanische Insuffizienz. Femurkopfnekrose in späteren Stadien (ARCO III) mit subchondraler Fraktur und Gelenkeinbruch. Patienten mit mangelnder Fähigkeit zur postoperativen Entlastung oder problematischer Gefäßversorgung durch stattgehabte Radiatio oder Operation an ipsilateralen Leistenlymphknoten, Gefäßanomalien oder schwerer Arteriosklerose. Ausräumen der Femurkopfnekrose und Implantation eines gefäßgestielten Beckenkammspanes. Freie Beugung des Hüftgelenkes nach 4 Wochen postoperativ. Vermeiden der Außenrotation für 3 Monate sowie Entlastung des betroffenen Beines für 3 bis 6 Monate postoperativ in Abhängigkeit der knöchernen Konsolidierung. Vaskularisierte Transplantate zeigen in der Behandlung der Femurkopfnekrose einen deutlichen Vorteil gegenüber avaskulären Transplantaten sowohl radiologisch als auch in der Funktionalität. Trotz der genannten Verbesserungen findet sich im 5‑Jahres-Follow-up im Stadium II durchschnittlich bei 25 % der Patienten ein weiterer radiologischer Progress. Im Stadium III zeigt sich mit allen revaskularisierenden Methoden eine weitere Zunahme der Nekrose mit fortschreitendem Kollaps und der Notwendigkeit der TEP-Implantation im Verlauf. Bei vergleichbarem Outcome nach freier gefäßgestielter Fibula und den wenigen Fällen mit ortsständigem gefäßgestieltem Beckenkammtransplantat muss festgehalten werde, dass die operativen Risiken, neben der anatomisch anspruchsvollen Hebung, trotz biologisch günstigem Transplantat im Vergleich deutlich höher liegen. Heutzutage wird vorwiegend das freie gefäßgestielte Fibulatransplantat für die Behandlung der Femurkopfnekrose angewendet.
Microvascular problems like increased intraosseous pressure or venous congestion may influence the development of Kienböck’s disease. We examined if wrist position modifies the blood flow in the nutrient vessels. Retrospective analysis of 17 patients with Kienböck’s disease who had a superselective microangiography of the radial, ulnar and interosseous artery in different wrist positions under general anaesthesia. We analysed the data with Fisher’s exact and Wilcoxon-test. We found vessels that entered the bone, that ended at the bone edge, and that supplied a vascular plexus. The origins were the anterior interosseous artery in 10 of 17 cases, the radial artery in seven cases, and the ulnar artery in five cases. Movement of the wrist could reduce or stop the blood flow. Type of lunate configuration showed no significant influence on the blood supply in neutral position. The radial, ulnar, and anterior interosseous artery contribute to the vascular supply of the lunate bone in different combinations. Wrist movement can reduce blood flow to the lunate bone.
Arthrodesis of the proximal interphalangeal joint is a proven technique for treating of a range of pathological conditions, including osteoarthritis. There are multiple surgical procedures. A biomechanical study was conducted to compare the stability of a compression wire to intraosseous wiring for the arthrodesis. Seventeen formalin-fixed human fingers were randomly assigned into two groups and the bone mineral density was determined. Arthrodesis in 20° flexion was performed using an oblique compression wire (n=8) or intraosseous wiring (n=9). The stability of the arthrodesis was tested by applying a tensile bending force until failure. The mean force needed to fail the compression wire arthrodesis and intraosseous wire arthrodesis was not significantly different (76.2N, SD 31N and 63.0N, SD 28N). There was no correlation between bone density and force to failure. The compression wire was within the approximate range achieved by intraosseous wiring in withstanding substantial force before failure. From a biomechanical point of view, a compression wire is feasible for PIP arthrodesis.
Skaphoidpseudarthrosen nach z. B. proximalen Frakturen oder fehlgeschlagenen Rekonstruktionsversuchen sind mögliche Indikationsbereiche vaskularisierter Knochentransplantate. Hierzu stehen verschiedene vaskularisierte (gestielte und freie) Knochentransplantate zur Verfügung. Gestielte Transplantate aus der unmittelbaren Umgebung des Handgelenkes bieten Vorteile durch geringere Hebemorbidität und allzeit erhaltene Perfusion ohne Notwendigkeit einer Gefäßanastomosierung sowie der damit erwarteten Verbesserung des Einheilungsverhaltens.