Hintergrund: Ipilimumab kann nachweislich das Gesamtüberleben bei Patienten mit metastasiertem Melanom verbessern; vollständige Remissionen (CRs) bewirkt es jedoch selten. Immunologische Nebenwirkungen betreffen meist die Haut oder den Gastrointestinaltrakt. Neurologische Ereignisse treten weniger häufig auf, sind aber umfassend beschrieben. Fallbericht: Wir berichten hier über den Fall eines 58-jährigen Mannes mit metastasiertem Melanom, bei dem nach einer spinalen Dekompression und Bestrahlung eine Behandlung mit Ipilimumab begonnen wurde. Nach dem 2. Zyklus entwickelte er eine Colitis, und das Ipilimumab wurde abgesetzt. Die Bildgebung zeigte jedoch eine radiologische CR. Acht Wochen später traten bei dem Patienten, trotz weiterhin bestehender CR, eine Paraplegie und Myelitis auf. Die Anwendung von Steroiden bewirkte eine gewisse radiologische Verbesserung, jedoch keine klinische. Schlussfolgerung: Wir berichten über Myelitis mit nachfolgender Paraplegie als potenzielle neurologische, immunvermittelte Nebenwirkung von Ipilimumab. Hierbei beschreiben wir einen Patienten mit einer CR nach 2 Zyklen Ipilimumab im Zusammenhang mit einer Bestrahlung.
Wir berichteten in einer fruheren Arbeit, dass S-777469 [1-([6-Ethyl-1-(4-Fluorbenzyl)-5-Methyl-2-Oxo-1,2-Dihydropyridin-3-Carbonyl]amino)-Cyclohexancarboxylsaure], ein neuartiger Agonist des Cannabin
Hintergrund: Nahrungsmittel-Allergien auf Lupinen werden häufig bei Patienten festgestellt, die auch allergisch auf Erdnüsse oder Soja reagieren; eine Kreuzreaktivität zwischen diesen Hülsenfrüchten ist bekannt. Darüber hinaus ist von respiratorischen Allergien gegen Lupinen nach einer Inhalation, meist am Arbeitsplatz, berichtet worden. Unser Ziel war es, die Häufigkeit der Sensibilisierung auf Lupine bei europäischen Bäckern mit Verdacht auf Bäckerallergie zu untersuchen. Zudem erforschten wir Assoziationen zwischen der Sensibilisierung gegenüber Lupine und anderen Pflanzenallergenen. Methoden: 116 Bäcker mit arbeitsassoziierten allergischen Symptomen, jedoch ohne bekannte Nahrungsmittel-Allergien wurden untersucht. Spezifische IgE-Antikörper (sIgE) gegen Weizenmehl, Roggenmehl, Lupine, Erdnuss, Soja sowie das rekombinante Einzelbirkenprotein rBet v 1 wurden quantifiziert. Ausgewählte Seren wurden mittels ImmunoCAP-Inhibition und ISAC-Microarrays auf Kreuzreaktivität untersucht. Ergebnisse: Während 67% der Bäcker eine Sensibilisierung auf Weizen- und/oder Roggenmehl zeigten, hatten 35% sIgE gegen Erdnuss und 33% gegen Lupine. Alle lupinepositiven Bäcker hatten zugleich auch sIgE entweder gegen Weizenmehl (89%) und/oder gegen Erdnuss (92%), und Lupine-sIgE korrelierten signifikant mit sIgE gegen Erdnuss, Soja, Weizen- und Roggenmehl. Als Inhibitor eingesetzt hemmte Weizenmehl die IgE-Bindung an Lupine in 4 von 8 Seren, was auf eine Kreuzreaktivität hindeutet. In Microarrays zeigten die Seren IgE-Bindungen an Lipid-Transferproteine, Profiline und/oder kreuzreaktive Kohlenhydrat-Determinanten. Weitere Inhibitionsversuche deuten darauf hin, dass diese Einzelallergene an der Kreuzreaktivität beteiligt sind. Schlussfolgerung: Ein Drittel der 116 Bäcker mit Symptomen wiesen sIgE gegen Lupine auf. Zumindest teilweise basierten diese Sensibilisierungen auf einer Kreuzreaktivität zwischen Lupine und Weizenmehl. Allerdings könnte die erhebliche Sensibilisierungsrate auch ein Zeichen dafür sein, dass die Verwendung von Lupinenmehl in Bäckereien von beruflicher Relevanz ist. Übersetzung aus van Kampen V, et al: IgE sensitization to lupine in bakers - cross-reactivity or co-sensitization to wheat flour? Int Arch Allergy Immunol 2015;166:63-70 (DOI: 10.1159/000375238)
Mittels einer Kombination aus ATR-FTIR-Spektroskopie (abgeschwächte Totalreflexions-/Fourier-Transformations-Infrarotspektroskopie) und Tape-Stripping-Versuchen in vitro an Schweineohr-Haut wurde die räumliche Verteilung unterschiedlicher Tenside im Stratum corneum (SC) untersucht. Um einen möglichen Zusammenhang zwischen der Größe der gebildeten Mizellen und ihrem Eindringen in die Haut zu ermitteln, wurden außerdem dynamische Lichtstreuungsmessungen der wässrigen Tensidlösungen durchgeführt. Die im Vergleich zu einem Alkylpolyglycosid und Sucroselaurat tiefere Hautpenetration der Aniontenside Natriumlaurylsulfat (sodium dodecyl sulfate; SDS) und Natriumlaurylethersulfat (sodium lauryl ether sulfate; SLES) ließ sich mit einer geringeren Größe der gebildeten Mizellen in Zusammenhang bringen. Neben den Unterschieden in der räumlichen Verteilung wurde auch eine Verbindung zwischen der physischen Präsenz anionischer Tenside im SC und einer Abnahme der Hautfeuchtigkeit festgestellt. Darüber hinaus wurde die Aufnahme von SDS und SLES in das SC selbst nach einem nur kurzen, verbraucherorientierten Waschvorgang mit handelsüblichem Haarshampoo bestätigt. Übersetzung aus Hoppel M, et al: Monitoring the distribution of surfactants in the stratum corneum by combined ATR-FTIR and tape-stripping experiments. Skin Pharmacol Physiol 2015;28:167-175 (DOI: 10.1159/000368444)
Hintergrund: Vitamin D scheint den Verlauf der atopischen Dermatitis (AD) bei Kindern zu beeinflussen. Methoden: Wir untersuchten die Vitamin-D-Konzentrationen im Serum von 39 Kindern mit AD (AD-Gruppe t₀) und von 20 gesunden Kontrollpersonen ohne Allergien (C-Gruppe). Der Schweregrad der AD wurde anhand des AD-Scoring-Systems (SCORAD-Index) beurteilt. Mehrere Zytokin-Serumkonzentrationen (IL-2, IL-4, IL-6, IFN-γ, TNF-α) und Atopie-Biomarker wurden ebenfalls bestimmt. Anschließend wurden die Patienten mittels oraler Supplementierung mit Vitamin D von 1000 IU/Tag (25 mg/Tag) über 3 Monate behandelt. Anschließend ermittelten wir erneut die Vitamin-D-Serumkonzentrationen, die Schwere der AD und die Zytokin-Serumkonzentrationen bei allen behandelten Kindern (AD-Gruppe t1). Ergebnisse: Die Querschnittsanalyse der AD-Patienten (AD-Gruppe t₀) ergab, dass die Ausgangswerte aller untersuchten Zytokine mit Ausnahme von TNF-α höher waren als in der gesunden Kontrollgruppe (C-Gruppe) und außerhalb des Normbereichs lagen. Nach 3-monatiger Supplementierung waren die Vitamin-D-Konzentrationen der Patienten signifikant gestiegen (von 22,97 ± 8,03 ng/ml auf 29,41 ± 10,73 ng/ml; p = 0,01). Außerdem war ein signifikanter Rückgang sowohl des SCORAD-Index (46,13 ± 15,68 beim ersten Termin vs. 22,57 ± 15,28 beim zweiten Termin; p < 0,001) als auch aller auffälligen Zytokinwerte (IL-2, IL-4, IL-6, IFN-γ) festzustellen. Schlussfolgerungen: Diese Studie belegt, dass die ergänzende Gabe von Vitamin D durch die Normalisierung des Th1- und Th2-Interleukin-Musters im Serum eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verringerung des Schweregrads der AD bei Kindern darstellt. Übersetzung aus Di Filippo P, et al: Vitamin D supplementation modulates the immune system and improves atopic dermatitis in children. Int Arch Allergy Immunol 2015;166:91-96 (DOI: 10.1159/000371350)
Hintergrund: Wundinfektionen spielen eine wichtige Rolle bei Storungen der Wundheilung. Eine hohe Keimbelastung beeintrachtigt die Heilung und fuhrt zur Chronifiz
Ziele: Bestimmung des geringsten klinisch relevanten Unterschieds (minimal clinically important difference; MCID) beim Dermatology Life Quality Index (DLQI) und Feststellung von dessen Responsivität auf Veränderungen bei entzündlichen Hauterkrankungen. Methoden: Eine Längsschnittstudie: In Stufe 1 beantworteten die Patienten den DLQI-Fragebogen und eine globale Frage zur Schwere der Erkrankung; in Stufe 2 wurde ein Fragebogen zur allgemeinen Beurteilung der Veränderung der Lebensqualität (LQ) hinzugefügt (Global Rating of Change Questionnaire; GRCQ) und als Anker zur Ermittlung des MCID des DLQI verwendet. Ergebnisse: 192 Patienten schlossen Stufe 1 und 107 Stufe 2 ab. Der mittlere DLQI-Score in Stufe 1 betrug 9,8; in Stufe 2 lag er bei 7,4; dies entspricht einer mittleren Veränderung von 2,4 (p < 0,0001). Bei 31 Patienten war eine «geringfügige Änderung» der LQ (±3 oder ±2) laut GRCQ zu verzeichnen. Die entsprechende mittlere Veränderung des DLQI betrug 3,3; dies wird als ungefährer MCID betrachtet. Schlussfolgerungen: Frühere Schätzungen zum MCID des DLQI-Scores schwankten zwischen 3 und 5. Die hier beschriebene Studie ergab zwar einen MCID von 3,3, jedoch empfehlen wir für entzündliche Hauterkrankungen einen MCID von 4. Übersetzung aus Basra MKA, et al: Determining the minimal clinically important difference and responsiveness of the Dermatology Life Quality Index (DLQI): further data. Dermatology 2015;230:27-33 (DOI: 10.1159/000365390)
Hintergrund: Persistierende Erytheme und eine schwere Hautrötung im Rahmen von Rosacea können mit erheblichen physischen Beschwerden und psychischer Belastung des Patienten verbunden sein. Derzeit gibt es keine zufriedenstellenden Therapieoptionen. Methoden: Wir berichten über 2 Fälle von therapierefraktären rosaceabedingten Hautrötungen und Erythemen, die mit intradermalen Botulinumtoxin-Injektionen erfolgreich behandelt werden konnten. Ergebnisse: Bei beiden Patientinnen wurden ästhetisch gute Ergebnisse erzielt. Die Nebenwirkungen während und nach der Behandlung waren leichte Schmerzen und lokal begrenzte Hämatome; diese Beschwerden klangen ohne weitere Behandlung innerhalb einiger Tage ab. Schlussfolgerung: Intradermale Botulinumtoxin-Injektionen sind möglicherweise eine wirksame Behandlungsoption bei therapierefraktären rosaceabedingten Erythemen und Hautrötungen; ihre weiterführende Untersuchung in einer größeren Patientenpopulation ist gerechtfertigt. Übersetzung aus Park KY, et al: Botulinum toxin for the treatment of refractory erythema and flushing of rosacea. Dermatology 2015;230:299-301 (DOI: 10.1159/000368773)
Hintergrund: Infektionen mit Herpes Zoster (HZ) können bei Patienten, die mit Tumornekrosefaktor(TNF)-Antagonisten behandelt werden, schwerer verlaufen. Zusätzlich scheint die Inzidenz in dieser Patientengruppe erhöht. Der Einfluss von TNF-Antagonisten auf eine Varizella-Zoster-Virus(VZV)-Reaktivierung ist unbekannt. Ziel: Durchführung einer prospektiven Pilotstudie zur Suche nach VZV-DNA in sequenziellen Blutproben vor und nach Verabreichung von Infliximab. Setting: Universitätsklinikum. Teilnehmer und Methoden: Bei 6 Patienten mit langjähriger, schwerer Psoriasis vom Plaque-Typ wurden an Tag 1 sowie an Tag 2, 7, 21 und 42 Blutproben genommen zur Bestimmung von VZV im Blut mittels ORF21-Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion. Patienten mit Varizellen oder HZ sowie gesunde Probanden wurden als Kontrollen aufgenommen. Ergebnisse: Bei keinem der 6 Patienten lag zu irgendeinem Zeitpunkt eine VZV-Virämie vor. Bei Patienten mit Varizellen lag eine hohe, bei einem Teil der HZ-Patienten eine niedrige und bei den gesunden Kontrollpersonen keine Virenlast im Blut vor. Beschränkungen: Geringe Patientenzahl. Schlussfolgerungen: In dieser Pilotstudie bewirkte Infliximab keine Reaktivierung von VZV und induzierte keine subklinische VZV-Virämie. Übersetzung aus El Hayderi L, et al: Absence of varicella zoster virus reactivation after infliximab administration for plaque psoriasis. Dermatology 2015;230:282-284 (DOI: 10.1159/000369453)
Background: Ipilimumab has been shown to improve overall survival in patients with metastatic melanoma; however, complete responses (CRs) are uncommon. Immune-related side effects usually involve the skin or gastrointestinal tract. Neurologic events occur less frequently but are well described. Case Report: We report the case of a 58-year-old man with metastatic melanoma who commenced ipilimumab post spinal decompression and radiation. He developed a colitis post cycle 2 and ipilimumab was discontinued. Imaging, however, documented a radiological CR. 8 weeks later, he developed paraplegia and a myelitis despite an ongoing radiological CR. Steroid use resulted in some improvement radiologically, without clinical improvement. Conclusion: We report myelitis with consequent paraplegia as a potential neurological immune-related side effect of ipilimumab. We further describe a patient with a CR after 2 cycles of ipilimumab in the setting of radiation.
In keeping with international trends, lung cancer incidence and mortality are increasing among the Irish population with many patients presenting with advanced disease that excludes the potential for curative management. Consequently palliative treatment options for this patient group are being increasingly explored with various degrees of success. Endobronchial stenosis represents a particularly challenging area of management among these patients and a number of techniques have been described without the identification of a single gold standard. We report our experience of the first time use of endobronchial cryotherapy in Ireland with reference to a case series, including an example of its use in the management of benign disease, in order to support patients with borderline lung function and enable definitive palliative treatment.
Purpose: To examine the long-term outcomes of a randomized trial comparing short (4 months; Arm 1) and long (8 months: Arm 2) neoadjuvant hormonal therapy before radiotherapy for localized prostate cancer.Methods and Materials: Between 1997 and 2001. 276 patients were enrolled and the data from 261 were analyzed. The stratification risk factors were prostate-specific antigen level >20 ng/ml. Gleason score >= 7, and Stage T3 or more. The intermediate-risk stratum had one factor and the high-risk stratum had two or more. Staging was done from the bone scan and computed tomography findings. The primary endpoint was biochemical failure-free survival.Results: The median follow-up was 102 months. The overall survival, biochemical failure-free survival, and prostate cancer-specific survival did not differ significantly between the two treatment arms, overall or at 5 years. The cumulative probability of overall survival at 5 years was 90% (range, 87-92%) in Arm 1 and 83% (range, 80-86%) in Arm 2. The biochemical failure-free survival rate at 5 years was 66% (range, 62-71%) in Arm 1 and 63% (range, 58-67%) in Arm 2.Conclusion: No statistically significant difference was found in biochemical failure-free survival between 4 months and 8 months or neoadjuvant hormonal therapy before radiotherapy for localized prostate cancer. (C) 2011 Elsevier Inc.
BACKGROUND:We report the case of a patient with treated Stage Ia seminoma who was found to have an elevated beta human chorionic gonadotrophin (hCG) on routine follow - up. This instigated restaging and could have lead to commencement of chemotherapy.CASE PRESENTATION:The patient was a bodybuilder, and following a negative metastatic work - up, admitted to injecting exogenous beta hCG. This was done to reduce withdrawal symptoms from androgen abuse. The patient remains well eight years post diagnosis.CONCLUSION:This case highlights the need for surgical oncologists to conduct vigilant screening of young male patients with a history of testicular germ cell tumours and who may indulge in steroid abuse.
Pilomatrix carcinoma is the rare malignant counterpart of pilomatrixoma, a skin adnexal tumour originating from hair matrix cells. Pilomatrix carcinoma can arise as a solitary lesion de novo , or through transformation of a pilomatrixoma. Pilomatrixoma was first described erroneously as being of sebaceous gland origin but was later discovered to be derived from hair matrix cells. They are rare, slow growing tumours of the skin found in the lower dermis and subcutaneous fat and are predominantly found in the neck and the scalp. While known to be locally aggressive, no malignant form was thought to exist until it was described relatively recently. Since then, approximately ninety cases of pilomatrix carcinoma have been reported. We report the case of a 41 year old mentally retarded male who had a longstanding lesion in the left neck for approximately fifteen years previously diagnosed as a pilomatrixoma. He presented with severe headache, falls and visual disturbance and a biopsy showed pilomatrix carcinoma of the occipital region which, on computed tomography ( CT ) invaded the occipital bone, the cerebellum and the left temporal lobe. At his initial presentation he had a craniotomy and subtotal excision of the lesion but received no adjuvant therapy. After an early intracranial recurrence he had further debulking and adjuvant external beam radiotherapy. He has had no further intracranial recurrence after three and a half years of follow-up. Here we present the pathological features of this uncommon tumour.