Based on the “recommendation agreement” (Empfehlungsver− einbarung) RPK (rehabilitation for psychiatric ill and psychiatric− ally disabled persons) rehabilitation offers for seriously and chronically ill psychiatric patients developed. Based on the need for supply claims are made to establish this offer everywhere in Germany. In the present paper the current distribution of rehabi− litation clinics for psychiatric patients (RPK) was examined. At the same time important structural characteristics of the institu− tions were identified. It is clear that out of 83 planning regions 29 already are equipped with a specific psychiatric rehabilitation institute. Altogether, a capacity of around 1000 places for rehabi− litation exists. The rehabilitation institutes show a wide variety of structural characteristics, not always do they correspond the demand for a complex medical and vocational rehabilitation. Vast areas of the Federal territory especially in the “new Lands” are hitherto without an equivalent care. Urgent further develop− ment is necessary.
During 1998-2000 a quality assurance program for diagnosis and treatment of depression was conducted in 24 hospitals for psychiatry and psychotherapy in Baden-Wurttemberg (southern Germany). Process and outcome quality of 3,000 depressive patients was documented at admission and discharge. The article focuses on therapeutic measures, duration, outcome, patient satisfaction, and their interactions. The results show that the patients' satisfaction with the care received is very high and the pre-post effect sizes of inpatient treatment for depression are high.
In den Jahren 1998–2000 wurde in insgesamt 24 psychiatrisch-psychotherapeutischen Fachkliniken Baden-Württembergs ein externes Qualitätssicherungsprogramm zur Diagnostik und Behandlung depressiver Erkrankungen durchgeführt. Anhand von Indikatoren der Prozess- und Ergebnisqualität wurde die stationäre Behandlung von über 3000 depressiven Patienten bei Aufnahme und Entlassung dokumentiert. Zentrale Fragen sind Behandlungsmaßnahmen, -dauer, -erfolg sowie Patientenzufriedenheit und ihre Wechselwirkungen. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen die hohe Zufriedenheit der Patienten mit der Behandlung und die hohen Prä-post-Effektstärken der stationären Depressionsbehandlung.
Geschildert werden die Ergebnisse eines Projektes zur „Qualitätssicherung in der stationären Depressionsbehandlung”, das in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen durchgeführt wurde. Dabei wurde die Behandlung von n = 2057 Patienten mit einer endogenen Depression/depressiven Episode mit der Behandlung von n = 1026 Patienten mit neurotischer Depression/Dysthymia hinsichtlich ihrer Patientendaten, ihrer Prozess- und Ergebnisqualität verglichen. Die Ergebnisse des therapeutischen Outcome sind in beiden Gruppen sehr gut und unterscheiden sich nicht.
Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über psychoanalytische Beiträge zu bipolaren affektiven Psychosen. Dabei wird von den frühen Arbeiten Freuds und Abrahams ausgegangen, im Anschluss Ich-psychologische, Objektbeziehungstheoretische und kleinianische Beiträge dargestellt. Es wird die These vertreten, dass einige Fragestellungen, insbesondere die Rolle von Über-Ich und Introjektionsvorgängen, die Bedeutung narzisstischer Phänomene und die ätiopathogenetische Bedeutung frühester Beziehungsstörungen im Laufe der Jahrzehnte ausdifferenziert wurden. Eine ausführliche Fallbeschreibung aus der Literatur wird dargestellt und diskutiert. Abschließend werden Bedingungen für die analytische Behandlung dargestellt.
Qualitätssicherungsmaßnahmen zeichnen sich im Bereich der Psychiatrie durch eine Reihe von Besonderheiten aus, und zwar sowohl im Hinblick auf die Struktur-, Prozess- als auch Ergebnisqualität. In den Jahren 1998 bis 2000 wurde eine Studie speziell zur stationären Behandlung depressiver Patienten durchgeführt, an der sich die meisten psychiatrischen Kliniken in Baden-Württemberg beteiligten. Eine anonymisierte und zentrale Auswertung erfolgte durch die Landesärztekammer Baden-Württemberg. Im vorliegenden Beitrag wird anhand dieser Studiendaten der Frage nachgegangen, wie Patienten mit chronischen Depressionen (n=725) im Vergleich zu Patienten mit einer ersten depressiven Episode (n=599) in der stationären psychiatrischen Versorgung behandelt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die beiden Gruppen in der Schwere der Symptomatik bei Aufnahme nicht unterscheiden. Auch bestehen keine substanziellen Unterschiede bei den durchgeführten psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Behandlungsmaßnahmen. Die stationäre Verweildauer der chronisch Depressiven ist geringfügig länger. Die Behandlungsergebnisse sind bei den chronisch depressiven Patienten etwas schlechter, wenn auch trotz der vorbestehenden chronischen Depression die Besserungsrate immer noch gut ist. Die globale Zufriedenheit der Patienten ist insgesamt sehr hoch, während der Nutzen einzelner Therapieformen differenzierter beurteilt wird, wobei jeweils die chronisch Depressiven etwas weniger zufrieden sind. Insgesamt lässt sich aus diesen Befunden ableiten, dass chronisch Depressive in der stationären Praxis weitgehend gleich behandelt werden wie ersterkrankte Depressive und die Patienten dies im wesentlichen selbst auch so einschätzen. Probleme der Operationalisierung chronisch depressiver versus ersterkrankter Patienten werden erörtert.
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Zusammenfassung Qualitätssicherungsmaßnahmen werden in den nächsten Jahren in der Psychiatrie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gegenüber anderen medizinischen Teildisziplinen zeichnen sie sich im Bereich der Psychiatrie durch eine Reihe von Besonderheiten aus und zwar sowohl im Hinblick auf die Struktur-, Prozeß- als auch Ergebnisqualität. Gleiches gilt auch für die Durchführung von Qualitätssicherungsprojekten aufgrund von methodischen Überlegungen. Diese speziellen konzeptuellen sowie methodischen Aspekte wurden versucht, bei der Durchführung eines Pilotprojekts zur stationären Behandlung depressiver Patienten zu berücksichtigen. Über Erfahrungen, Ergebnisse sowie weiterführende Überlegungen wird berichtet.
Quality-assurance activities will become more important in psychiatry during the next few years. In relation to other medical disciplines, some special aspects concerning structure, process and outcome quality as well as practical realization and methodologic aspects must be considered. These specific issues were the focus of a study dealing with the treatment of depressed inpatients. The experiences and results as well as considerations concerning future quality-assurance projects are discussed.
Aspects of a Pilot Study on Depression Treatment According to Quality Monitoring and External Quality Assurance: Experiences and results of a pilot study on quality of the treatment of depressed inpatients in 4 different psychiatric hospitals (2 state mental hospitals, 1 university clinic, 1 psychiatric clinic at a city general hospital) according to so-called process and outcome quality, are reported. Outcome data (self-ratings, observer rating, clinical global impression admission versus discharge, patient satisfaction with treatment, duration of inpatient stay/and patient data are reported while comparing the 4 hospitals. Difficulties and problems of data collection, assessments and comparison of 4 different hospitals are discussed.
Aspects of a Pilot Study on Depression Treatment According to Quality Monitoring and External Quality Assurance:Experiences and results of a pilot study on quality of the treatment of depressed inpatients in 4 different psychiatric hospitals (2 state mental hospitals, 1 university clinic, 1 psychiatric clinic at a city general hospital) according to so-called process and outcome quality, are reported. Outcome data (self-ratings, observer rating, clinical global impression admission versus discharge, patient satisfaction with treatment, duration of inpatient stay/and patient data are reported while comparing the 4 hospitals. Difficulties and problems of data collection, assessments and comparison of 4 different hospitals are discussed.