Die Fragmentfixation unter Anwendung interfragmentärer Kompression ist die effektivste Art der Stabilisierung (1). Die Stabilitätswirkung der interfragmentären Kompression gegenüber Biegung beruht auf der Vorspannung und gegenüber der Abscherung auf der Haftreibung an den Fragmentflächen (2). Sind feste knöcherne Druckaufnahmeflächen vorhanden, ist der Stabilitätsgrad der Plattenosteosynthese abhängig vom Betrag der interfragmentären Kompression und von der Lage des Kompressionsschwerpunktes. Um zu einem hohen Stabilitätsgrad zu gelangen, muß durch geeignete Operationstechnik die größtmögliche, über die ganzen Fragmentflächen wirksame Kompression erzeugt werden. Hierzu stehen als wichtigste Maßnahme die Plattenvorbiegung und Vorspannung sowie die schräge Plattenzugschraube zur Verfügung. Um deren Wertigkeit für die Osteosynthesestabilität zu analysieren, wurden mit der schmalen DC-Platte an Tibiaschaftosteotomien und mit der breiten DC-Platte an Femurschaftosteotomien unterschiedliche Montageformen erstellt und auf Biegung belastet.