The dynamics of the current pandemic caused by Covid-19 cannot be overlooked, although behind the rising numbers positive developments can be discerned such as the relative decrease in severe courses with a high rate of hospitalization compared to the beginning of the pandemic The same applies to the lower utilization of the intensive care units and the decrease in mortality despite the predictable absolute increase in infection rates from October 2020 However, the start of the chronic phase in May 2020 was not used to establish effective preventive measures, in particular to protect vulnerable groups in our society, so that a euphemistically called “lockdown light” must be followed, from the point of view of politics © 2021 De Gruyter All rights reserved
To investigate real‐world haematological toxicity, overall survival (OS) and the treatment characteristics of docetaxel and cabazitaxel chemotherapy in metastatic castration‐resistant prostate cancer (mCRPC).
Im März 2017 wurden der § 31 (6) des Sozialgesetzbuches Kap. V (SGB V) sowie die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) geändert, um die Flut der Sondergenehmigungen für den Eigenanbau von Cannabis zu stoppen [2]. Es wurde bewusst auf eine Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verzichtet. Seitdem haben Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) „mit einer schwerwiegenden Erkrankung“ einen Anspruch auf Kostenübernahme für Cannabis „in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten in standardisierter Qualität und auf Versorgung mit Arzneimitteln mit den Wirkstoffen Dronabinol [Nabiximol] oder Nabilon [im Off-Label-Use]“. Es gibt somit keine Indikationsbegrenzung, es reicht, dass eine dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nach der „begründeten Meinung des behandelnden Arztes nicht zur Verfügung steht“ und eine „nicht ganz entfernte Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung“ besteht [2]. Selbst diese praktisch kaum falsifizierbare Einengung der Indikation wurde von Lobbyisten, wie dem Deutschen Hanfverband (DHV), als unzulänglich kritisiert. Vier Jahre nach dieser Änderung des § 31 SGB V genügt ein Blick in die Halle derAusstellerbeiSchmerzkongressen:Es gibt jetzt offenbar einen expandierenden Markt für medizinisches Cannabis. 2020 werden die gesetzlichen Krankenkassen für den „Green-Rush“ (https://www. youtube.com/watch?v=xauF-D2ZdXE) ca. 220Mio. aufgebracht haben, immerhin eine Steigerung um etwa 600% in 4 Jahren und damit von den Kosten mehr als 50% der Ausgaben für z.B. Metamizol in der GKV [8]. Haupttreiber der Kostenexplosion sind No-labeluse-Verordnungen von Cannabisblüten, Granulaten, Extrakten oder Rezepturzubereitungen, von denen derzeit 450 Produkte mit Cannabisblüten, 34 Granulate sowie 47 Extrakte in der LauerTaxe gelistet sind [10]. Sie generieren 77% der Kosten im Jahr 2020, während Fertigarzneimittel mit Cannabidiol (Nabilon oder Nabiximols) im „in“ und „off label use“ unverändert selten und ohne vergleichbare Zuwachsrate verschrieben wurden [8]. Zwei Drittel der Anträge, also etwa 64.000, wurden mit chronischen Schmerzen begründet [3]. Also ein „wichtiger Schritt“ für die Schmerzmedizin vorwärts, wie es der damalige Präsident der DSG formulierte? Die Entwicklung des Markts ist umso bemerkenswerter, weil THC-haltige Substanzen nach allen, auch jüngsten Metaanalysen nur schwach wirksame Analgetika sind, deren antihyperalgetische Effekte überwiegend bei einer Subgruppe mit zentral-neuropathischen oder spastikassoziierten Schmerzen zum Tragen kommen. Bei häufigeren neurologischen Erkrankungen wie der diabetogenen PNP mit ihren dominanten Loss-Symptomen sind Cannabinoide nachweislich unwirksam [11, 12, 16], bei nichtneuropathischen Schmerzen wie Rücken-, Gelenkoder Kopfschmerzen wurde keine Überlegenheit gegenüber Placebo festgestellt [6]. Cannabis ist zudemdas einzigeAnalgetikumohne einen relevanten Effekt auf einen Akutschmerz z.B. nach Operationen [12] oder bei krebsassoziiertem Schmerz [1]. Cannabinoide wären bei evidenzbasiertem Gebrauch bestenfalls einThird-line-Präparat für relativ seltene Indikationen. Studien, die eine Überlegenheit von Blüten/Extrakten gegenüber Fertigarzneimitteln zeigen, existieren nicht, wohl aber Signale für mehr, z.B. neurokognitive Nebenwirkungen [4]. Uns ist keine schmerzmedizinische Fachgesellschaft bekannt, die nicht ausdrücklich vor der Verschreibung derartiger Produkte warnt [11, 16], in anderen Ländern wie z.B. im UK sind sie nicht zugelassen. Wie sieht dagegen die Versorgungsrealitätheute inDeutschlandaus?Bislang gab es bis auf die o. g. GKV-Umsatzzahlen nur wenige Informationen, die zudem auf Schätzungen des Gesamtkollektivs beruhen [3, 17]. Die Zwischenauswertungen des BfArM enthalten weniger als 20% der in Deutschland mit Cannabinoiden Behandelten, wobei angesichts des Konstruktionsfehlers der im § 31 (6) SGB V vorgesehenen Begleitforschung immer ungeklärt bleiben wird, warum sich 80% der verordnenden Ärzte bisher jedenfallsnichtbeteiligen.Kürzlichstellte das SOCIUM (Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik) der UniversitätBremeneineAnalyseallerVerschreibungsdaten für cannabisbasierte Arzneimittel der Mobil Krankenkasse vor (früher Betriebskrankenkasse Mobil Oil). In dieser BKK sind >1 Mio. Personen mit
BACKGROUND:Information on the prevalence of atopic dermatitis (AD) varies greatly, and so far, only a few studies describe the healthcare of patients with AD in Germany.OBJECTIVE:The aim of the study is to describe the prevalence and medications of people with AD in Germany.METHODS:Health insurance data for the year 2019 were examined. Prevalence rates, the severity of disease, comorbidities and pharmaceutical supply were analyzed. Insured persons with AD were identified with at least one outpatient or inpatient International Classification Code of Diseases (L20).RESULTS:In 2019, 4.21% [95% CI 4.21-4.22%] of insured persons had AD (3.6 million). Women were affected slightly more frequently than men (4.74% [95% CI 4.73-4.74%] and 3.64% [95% CI 3.64-3.65%]). Adolescents and children under the age of 15 had the highest prevalence of AD compared to other age groups (9.44% [95% CI 9.42-9.46%]). Majority of the insured persons with AD were affected by a mild to moderate form of the disease. The most common co-morbidity was infections of the skin (RR 5.00 [95% CI 4.97-5.02%]). Some patients were treated by a dermatologist, while others by a general practitioner, 39.10% and 36.74%, respectively. Of the anti-inflammatory drugs, systemic glucocorticosteroids preparations were used most frequently and were most frequently prescribed by the general practitioner. With a total of 42,841 prescriptions (1.53%), methotrexate (third-line treatment option) was prescribed more frequently than ciclosporin with 19,628 prescriptions (0.70%) or azathioprine with 25,696 prescriptions (0.92%). Ciclosporin (first-line treatment option) was prescribed much more frequently by a dermatologist (44.00% versus 14.32% by general practitioner). The biological dupilumab was prescribed 30,801 times (1,10%) and was also primarily prescribed by a dermatologist (66.67%).CONCLUSION:The present results reveal that a specialist treats approximately one-third of the patients with AD and that there is still a drug undersupply in some cases, especially concerning innovative drugs.
Welche Arzneimittel werden unnötigerweise verschrieben? Wo machen Pharmakonzerne Geld auf Kosten unserer Gesundheit? Wann sind Medikamente nicht nur zu teuer, sondern auch noch gefährlich? Der renommierte Arzneimittelexperte und Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske kritisiert regelmäßig die Vermarktung bestimmter Pharmazeutika. Er weiß: PatientInnen sind immer noch das beste Kapital der Pharmaindustrie. Daher ist eine Gegenöffentlichkeit notwendig, die der Dominanz dieser Lobby und ihrer ökonomischen Interessen entgegentritt. VerbraucherInnen und PatientInnen benötigen verständliche, unabhängige und evidenzbasierte Informationen. Dieses Buch versammelt Gerd Glaeskes wichtigste Artikel zu den Themen Pharmaindustrie und Gesundheitspolitik aus den letzten zehn Jahrgängen von Dr. med. Mabuse, der Zeitschrift für alle Gesundheitsberufe.
QR-Codescannen&Beitragonline lesen Verfasser pointierter Editorials hoffen immer, eine Diskussion anzustoßen. Daher freuen wir uns, dass die Schriftleitung uns die Gelegenheit gibt, auf die Leserbriefe zu antworten. Wir bedanken uns sehr für den Brief des Kollegen Frank, der als Praktiker aus seinem Erfahrungsbereich unsere Warnung vor den Risiken der gegenwärtigen Verschreibungspraxis von medizinischem Cannabis, speziell der THC-haltigen Blütensorten, so nachhaltig unterstützt. Wir haben aus diesem Anlass noch einmal geprüft, welchen Anteil Schmerzmediziner an der nicht evidenzbasierten und vermutlich in der überwiegenden Zahl der Fälle medizinisch nicht gerechtfertigten Verschreibung von THC-haltigen Blüten haben, speziell auch in der Hochverbrauchsgruppe. Leider lassen sich Ärztinnen und Ärzte mit der Zusatzqualifikation „Spezielle Schmerztherapie“ nicht anhand der lebenslangen Arztnummer (LANR) identifizieren. Nimmt man nur die Anästhesisten (LANR 123456704), einmal unterstellend, dass es sich hier um Schmerzmediziner handelt, zeigt sich in der Tat ein anderes Verschreibungsverhalten [1]: Der relative Anteil der Blütenverschreibungen an allen rezeptierten Cannabinoiden beträgt in dieser Fachgruppe nur 7,9%, bei Allgemeinmedizinern bzw. allgemeinmedizinisch praktizierenden Internisten dagegen 58,8%. Letztere „versorgen“ auch die Mehrzahl der Hochdosisfälle, auch hier ist der Anteil der Anästhesisten verschwindend gering (4,2%). Sollten sich diese Zahlen auch beim BfArM oder auch in den Daten anderer Krankenkassen bestätigen, könnte eine Beschränkung der Verschreibungsmöglichkeit von Cannabinoiden zur Schmerztherapie ausschließlich auf die dafür qualifizierte Berufsgruppe der Schmerzmediziner ein erster Schritt zur Risikominderung sein. Auch sehr gefreut und sogar überrascht hat uns der grundsätzlich ja positive Kommentar von PD Dr. M. Überall. Wir akzeptieren seine dezidierten Hinweise auf das fehlende „s“ beim Wirkstoffnamen Nabiximols und den Fehler beim Wirkstoff Dronabinol, beides beruht auf vonuns übersehenenDruckfehlern in der Korrekturfahne. Wir dürfen aber PD Dr. Überall versichern, dasswederwirnochanderebislanggravierende Fehler in der eigentlichen Auswertung finden konnten, sodass seine diesbezüglichen Sorgen unnötig sind. Daher bleibt zu hoffen, dass auch die Deutsche SchmerzligaunddieDeutscheGesellschaft für Schmerztherapie, die er als Präsident bzw. Vizepräsident vertritt, vonder bisherigen Praxis nicht durch EBM-basierte Leitliniengestützter Empfehlungen [2] Abstand nehmen und uns in der Forderung nach einer zeitnahen Änderung des § 31 (6) des SGB V sowie der relevanten BtM-Normen (BtMG, BtMVV etc.) unterstützen.
In the last months a group of authors has published four thesis papers on the corona pandemic [1, 2, 3, 4], in which, in addition to topics such as epidemiology and civil rights, aspects of target group-specific prevention, especially for vulnerable groups, are discussed. It is primarily about children and women who had to endure violence and massive restrictions in their previous life situation during the lockdown. In particular, children from families or an environment with a socially weak status were increasingly disadvantaged because they were offered fewer opportunities to maintain their usual communication than during their time in school or kindergarten. Target group-specific prevention measures must therefore be intensified in pandemic times.
in German ..................................................................................................... 85 Abstract in English ....................................................................................................... 86in English ....................................................................................................... 86 Acknowledgement ....................................................................................................... 87 Declaration of Authorship ............................................................................................ 88 Appendix ..................................................................................................................... 89
ZusammenfassungIn den letzten Monaten hat eine Autorengruppe 4 Thesenpapiere zur Corona-Pandemie publiziert 1, 2, 3, 4, in denen neben Themen wie Epidemiologe und Bürgerrechte auch Aspekte der zielgruppenspezifischen Prävention, insbesondere bei vulnerablen Gruppen, diskutiert werden. Dabei geht es vor allem um Kinder und Frauen, die während des Lockdowns Gewalt und massive Einschränkungen ihrer bisherigen Lebenssituation zu ertragen hatten. Insbesondere Kinder aus Familien oder einer Umgebung mit einem sozial schwachen Status wurden verstärkt benachteiligt, weil ihnen weniger Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung ihrer gewohnten Kommunikation als während der Schul- oder Kindergartenzeiten angeboten wurden. Es müssen daher zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahmen in Pandemiezeiten verstärkt werden.
Treatments for patients with metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC) have expanded rapidly. They include the chemotherapies docetaxel and cabazitaxel, hormonal drugs abiraterone and enzalutamide, and best supportive care (BSC). Cabazitaxel has proven to be the last life-prolonging option, associated with a significant risk of serious adverse events. Given the lack of real-world evidence, we aimed to compare healthcare resource utilization (HRU) and costs in patients with mCRPC treated with cabazitaxel, docetaxel, abiraterone, enzalutamide, and BSC. We used 2014–2017 claims data from a large German statutory health insurance fund, the Techniker Krankenkasse, to identify patients with mCRPC. Patient allocation to individual therapy regimens was based on clinical knowledge and included therapy cycles, duration of therapy, and continuous treatment. The study period lasted from the first claim until death, the end of data availability, a drug switch, or discontinuation of therapy, whichever came first. Multivariate regression models were used to compare monthly all-cause and mCRPC-related HRU and costs across cohorts by adjusting for baseline covariates (including age and comorbidities). The 3944 identified patients with mCRPC initiated treatment with cabazitaxel (n = 240), docetaxel (n = 539), abiraterone (n = 486), enzalutamide (n = 351), or BSC (n = 2328). In most domains, HRU was highest in the cabazitaxel cohort and lowest in the BSC group. Accordingly, the highest all-cause and mCRPC-related costs per month, respectively, were observed in patients receiving cabazitaxel (€7631/€6343), followed by abiraterone (€5226/€4579), enzalutamide (€5079/€4416), docetaxel (€2392/€1580), and BSC (€959/€438). Cost variations were mostly attributable to drugs, inpatient treatment, and sick leave payments. mCRPC treatment imposes a high economic burden on statutory health insurance. Cabazitaxel is associated with substantially higher expenses, resulting from higher drug costs and a greater need for inpatient treatment. As mCRPC continues to be incurable, decision makers and clinician leaders should carefully evaluate public access to innovative agents and optimal treatment strategies.
Zusammenfassung In der Arzneimittelversorgung zeigen sich seit vielen Jahren relativ konstant Unterschiede in der geschlechtsspezifischen Verteilung bestimmter Medikamentengruppen. Auffällig ist zum Beispiel die eher leitliniengerechte Verordnung von Arzneimitteln in der Sekundärprävention von Koronarer Herzkrankheit für Männer und die vergleichsweise häufigere Verordnung von Psychopharmaka für Frauen, die oftmals nicht mit den Empfehlungen zur Vermeidung einer inadäquaten Medikation für ältere Menschen übereinstimmt.
Purpose Non-medical or contextual factors strongly influence physicians’ prescribing behavior and may explain why drugs, such as benzodiazepines and Z-drugs, are still frequently prescribed in spite of well-known adverse effects. This study aimed to explore which contextual factors influence the prescription of hypnotics and sedatives and to compare their role in primary and secondary care. Methods Understanding medical practices as games with specific rules and strategies and performed in a largely habitual, not fully conscious manner, we asked a maximum variation sample of 12 hospital doctors and 12 general practitioners (GPs) about their use of hypnotics and sedatives. The interviews were analyzed by qualitative content analysis. Results Hospital doctors’ and GPs’ use of hypnotics and sedatives was influenced by a variety of contextual factors, such as the demand of different patient groups, aims of management, time resources, or the role of nurses and peers. Negotiating patient demands, complying with administrative regulations, and finding acceptable solutions for patients were the main challenges, which characterized the game of drug use in primary care. Maintaining the workflow in the hospital and finding a way to satisfy both nurses and patients were the main challenges in secondary care. Conclusions Even if doctors try to act rationally, they cannot escape the interplay of contextual factors such as handling patient needs, complying with administrative regulations, and managing time resources. Doctors should balance these factors as if they were challenges in a complex game and reflect upon their own practices.
Although there are standards in guideline-compliant treatment of chronic wounds, little is known about the use of wound dressings in Germany. The objective of the longitudinal study was to analyze the use of wound dressings, to explore regional differences and to characterize prescriptions by different physician specialties in patients with leg ulcers in Germany. Wound dressing rates for incident leg ulcers were analyzed from a German statutory health insurance between 2010 and 2012. From 2010 to 2012, out of 7,248,644 insured persons 0.52% [95%-CI 0.51–0.52%] were identified as having an incident ulcer. 76.0% were treated with hydroactive wound dressings. By contrast, in 23.7% only non-hydroactive dressings were used, and more often prescribed in venous (24.0%) than in mixed leg ulcers (20.8%). Most frequently used products were foam dressings (49.7%), followed by gauze compresses (29.5%). Wound specialized physicians had the highest overall proportion of prescriptions (60.2%) and a slightly higher proportion of non-hydroactive wound dressings. Large regional variations were observed. In Germany, a high level of use of hydroactive wound dressings in leg ulcers and marked regional variations were found.
Over the last two decades, the use of ADHD medication in US youth has markedly increased. However, less is known about ADHD medication use among European children and adolescents. A repeated cross-sectional design was applied to national or regional data extracts from Denmark, Germany, the Netherlands, the United Kingdom (UK) and the United States (US) for calendar years 2005/2006–2012. The prevalence of ADHD medication use was assessed, stratified by age and sex. Furthermore, the most commonly prescribed ADHD medications were assessed. ADHD medication use prevalence increased from 1.8% to 3.9% in the Netherlands cohort (relative increase: +111.9%), from 3.3% to 3.7% in the US cohort (+10.7%), from 1.3% to 2.2% in the German cohort (+62.4%), from 0.4% to 1.5% in the Danish cohort (+302.7%), and from 0.3% to 0.5% in the UK cohort (+56.6%). ADHD medication use was highest in 10–14-year olds, peaking in the Netherlands (7.1%) and the US (8.8%). Methylphenidate use predominated in Europe, whereas in the US amphetamines were nearly as common as methylphenidate. Although there was a substantially greater use of ADHD medications in the US cohort, there was a relatively greater increase in ADHD medication use in youth in the four European countries. ADHD medication use patterns in the US differed markedly from those in western European countries.
Zusammenfassung Der Arzneimittelmarkt in Deutschland ist der viertgrößte der Welt, mit einem Herstellerumsatz von knapp 32 Mrd. Euro. Die Packungsverkäufe bei den rezeptpflichtigen und nicht-rezeptpflichtigen Mitteln sind ähnlich (jeweils rund 750 Mio.), der größte Umsatzanteil (ca. 80%) entfällt auf rezeptpflichtige Mittel wie gentechnologisch oder biologisch hergestellte Mittel, kostengünstiger sind dagegen Biosimilars und Generika. Seit 2011 orientieren sich Preisverhandlungen zu neuen Arzneimitteln durch das AMNOG am Patientennutzen.
Over the last decades, an increase in antipsychotic (AP) prescribing and a shift from first-generation antipsychotics (FGA) to second-generation antipsychotics (SGA) among youth have been reported. However, most AP prescriptions for youth are off-label, and there are worrying long-term safety data in youth. The objective of this study was to assess multinational trends in AP use among children and adolescents. A repeated cross-sectional design was applied to cohorts from varied sources from Denmark, Germany, the Netherlands, the United Kingdom (UK) and the United States (US) for calendar years 2005/2006–2012. The annual prevalence of AP use was assessed, stratified by age group, sex and subclass (FGA/SGA). The prevalence of AP use increased from 0.78 to 1.03% in the Netherlands’ data, from 0.26 to 0.48% in the Danish cohort, from 0.23 to 0.32% in the German cohort, and from 0.1 to 0.14% in the UK cohort. In the US cohort, AP use decreased from 0.94 to 0.79%. In the US cohort, nearly all ATP dispensings were for SGA, while among the European cohorts the proportion of SGA dispensings grew to nearly 75% of all AP dispensings. With the exception of the Netherlands, AP use prevalence was highest in 15–19 year-olds. So, from 2005/6 to 2012, AP use prevalence increased in all youth cohorts from European countries and decreased in the US cohort. SGA were favoured in all countries’ cohorts.