Ziele: Die Steatosis hepatis ist eine häufige Erkrankung westlicher Industrienationen und geht mit einem erhöhten Risiko zur Entwicklung einer Steatohepatitis und einer Leberzirrhose einher. Die Leberverfettung lässt sich nichtinvasiv mittels verschiedener MR-Techniken quantifizieren. Hier sollten MR-Spektroskopie (MRS) mit einer In-phase/Opposed-phase-Bildgebung (IP/OP-MRT) bei extrem adipösen Patienten verglichen werden. Methode: 30 extrem adipöse Patienten (durchschnittlicher BMI 48 kg/m2) wurden an einem 1,5 T MRT untersucht. Single-Voxel-MR-Spektren wurden in den Lebersegmenten II, IV und VII akquiriert und mit einer kommerziellen Software (LCModel) analysiert. Zusätzlich wurde die gesamte Leber mit einer IP/OP-Sequenz abgebildet. Nach T1- und T2*-Korrektur wurden aus den IP/OP-Bildern Verteilungen des Leberfettgehalts (IHL) berechnet und der Fettgehalt in Regionen, die den Lokalisationen der MRS-Voxel angepasst wurden, analysiert. Ergebnis: Die Akquisitionszeiten für MRS- und IP/OP-MRT betrugen 5,2 ± 0,4 bzw. 3,0 ± 0,6 min. Der mittlere Fettgehalt lag bei 14,3 ± 2,0% (IP/OP). Die gemessenen IHL-Werte lagen zwischen 0,0 – 65,9% (MRS) bzw. 0,2 – 35,7% (IP/OP). Die IHL-Karten zeigten eine leicht heterogene Leberfettverteilung. Der Vergleich beider Methoden ergab eine mittlere nicht signifikante Abweichung von -3,6% (p = 0,36) sowie Übereinstimmungsgrenzen (LOA) von 3,8 und -11,0%. Für die einzelnen Lebersegmente ergab sich eine nicht signifikante Abweichung von -3,4% (p = 0,14), -3,9% (p = 0,25) und -3,6% (p = 0,27) sowie LOA von +5,0/-11,9%, +1,9/-9,6% und +4,8/-12,0%. Schlussfolgerung: Sowohl die IP/OP-MRT als auch die MRS sind robuste Methoden zur Leberfettermittlung mit einer guten Übereinstimmung. Vorteil der IP/OP-MRT ist die kurze Untersuchungszeit sowie die Möglichkeit, das gesamte Leberparenchym zu erfassen und so bei inhomogener Leberverfettung wertvolle Informationen zu liefern. Zudem ist die Methode für die Leberfettbestimmung des linken Leberlappens hilfreich, wo die Spektroskopie nicht sehr praktikabel ist.
Im Rahmen einer chronischen Myokarditis kommt es häufig zu Wandbewegungsstörungen, deren Einfluss auf die linksventrikuläre Funktion bereits in einigen Studien behandelt worden ist. Über die Funktion des rechten Ventrikels ist bisher jedoch wenig bekannt. Daher wurde in dieser Studie eine Wandbewegungsanalyse beider Ventrikel durchgeführt und der Einfluss von Kinetikstörungen auf die Ventrikelfunktion beurteilt.
healthy lean subjects at 1.5 T Nikita Garnov, Henriette Bertram, Gregor Thörmer, Thomas Karlas, Tatjana Schütz, Thomas Kahn, and Harald Busse Diagnostic and Interventional Radiology, Leipzig University Hospital, Leipzig, Germany, Internal Medicine, Neurology and Dermatology, Leipzig University Hospital, Leipzig, Germany, Visceral, Transplantation, Thoracic and Vascular Surgery, Leipzig University Hospital, Leipzig, Germany
patients Gregor Thörmer, Henriette Helene Bertram, Veronika Peter, Tatjana Schütz, Edward Shang, Matthias Blüher, Thomas Kahn, and Harald Busse Dept. of Diagnostic and Interventional Radiology, Leipzig University Hospital, Leipzig, Saxony, Germany, Dept. of Visceral, Transplantation, Thoracic and Vascular Surgery, Section Bariatric Surgery, Leipzig University Hospital, Leipzig, Saxony, Germany, Dept. of Endocrinology and Nephrology, Leipzig University Hospital, Leipzig, Saxony, Germany