Mit der E in füh rung der ex t racorpora len Stoßwel lenl i thotr ips ie ( E S W L ) durch Chaussy und Schmiedt (1982) wurde nicht nur die Behandlung von Nierenste inen, sondern auch das therapeut i sche Vorgehen beim hohen Harnlei terstein grundlegend geändert und e rgänz t . Konnte der nicht spontan abgangsfähige Stein im Harnle i te r bis dahin nur durch eine Schnittoperation en t f e rn t werden, wird heute auch der hohe Harn le i t e r s t e in erfolgreich durch ESWL behandelt . Die Ure tero l i tho tomie , d .h. die Entfernung eines Steines durch eine Schnittoperation wird an der Urologischen Univers i tä t sk l in ik Düsseldorf nur noch selten durchgeführ t . Seit der Einrichtung eines Nierenl i tho t r ip tors im Oktober 1985 hat die Anzahl der o f fenen Steinoperationen sehr stark abgenommen. Im Jahre 1987 wurden lediglich bei vier Pa t ien ten Harnle i ters te ine durch Schnittoperation entfernt . Die Ureterol i tholapaxie stellt die zweite Möglichkeit der Therapie eines Harnleitersteines dar . Man versteht darunter die Z e r t r ü m m e r u n g und En t f e rnung eines Konkrementes im Harnlei ter selbst durch endoskopische Manipulat ion. Hierzu bedient man sich eines Ureteroskops. Dies ist ein s tarres 50 cm langes Endoskop mit Lichtleiter und Arbeitskanal , das durch Harnröhre und Harnle i ter bis in das Nierenbecken vorgeführt werden kann. Über den Arbei tskanal können Zangen, Schlingen oder Sonden zur Desintegra t ion von Steinen m i t t e l s Ul t raschal l oder Elektrohydraul ik vorgeschoben werden. Die Ure tero l i tholapaxie ist die Methode der Wahl beim t iefen Harnle i te r Stein, kann aber auch bei Steinen im m i t t l e r e n und oberen Segment des Ureters angewandt werden. Allerdings bes teh t ·h ie r die G e f a h r , daß der Stein oder die Steint rümmer bei der Man ipu l a t i on in das Nierenbecken abgeschwemmt werden. Eine d r i t t e Behandlungsmöglichkei t ist uns durch die extracorporale Stoßwellenlitho. tripsie eröffnet worden. Unte r Verwendung extracorporaler Stoßwellen werden heute beim hohen .Harnleiterstein zwei Strategien vertreten, die"in situ-ESWL oder das sogenannte push " & smash Ver fahren . ' '' : , "'·' """''"-"'' Ohne vorherige endoskopische 'Maßnahme", wie z .B. das Vorschieben eines Harnleiterkatheters , ist die in situ-ESWL-' die einfachste Methode. Es wird versucht, den sich im Harnlei ter befindlichen Stein durch Stoßwellen zu ze r t rümmern . ' <" · '»· ' · ' · Im Gegensatz dazu steht das push & ' s m a s h Verfahren . Hierbei wird vor einer extracorporalen ^ Stoßwellenlithotripsie : das Harnlei terkonkrement mit Hilfe eines Ureterenkathe ters : oder eines Ureteroskops in das Nierenbecken hochgescrfoben. · Eine ungenügende Steindesintegration 'nach in situ-Therapie veran laß te 1 uns , bei 81 Patienten mit einem hohen.Harnleiterstein die Ergebnisse beiderBehandlungsstrategien zu vergleichen. ; -. . ·; i . > : . · · · 37 Patienten erhielten eine in s i tu* Therapie durch alleinige ESWL, '· bei'-·: 44 Pat ienten wurde das push & smash Verfahren angewandt. Durchleuchtungszeit, -Anzahl der applizierten Stoßwellen im Nierenl i thotr iptor (Dornier HM 3) und Behandlungszeit wurden für beide ; Methoden verglichen. U n t e r diesen Parametern ' f ie l lediglich eine etwas höhere Stoßwellenzahl bei den Pa t i en ten* mit in situBehandlung a u f . Das liegt daran , daß .das Desintegrationsergebnis im engen befriedigende Des in tegra t ion-und ein . spontaner Abgang der Ste int rümmer verzeichnet .werden. . .· . . ' . · , · · ' _ . : ' : /';.> .·.·.·-·.--v. "i.
Erythropoietin (EPO) serum levels were measured in 30 patients before, during and immediately after shock wave treatment by an enzyme immunoassay. Shock wave treatment was performed in the Dornier lithotripter HM3 under a constant voltage of 18 kV. In 16 out of 30 patients, an increase in the EPO serum level of over 10 U/l more than the value obtained prior to the treatment was observed. Differences ranged from 11 to 50 U/l. In 3 patients EPO serum concentration after shock wave treatment rose above the physiological limit of 54 U/l. Increased EPO serum levels have been observed after applications both under and over 1,000 shock waves. The small number of cases does not allow a statistical correlation between the number of shock waves and the elevation of the EPO serum concentration. Further investigations are necessary to define the circumstances by which an increase in EPO serum level occurs under shock wave treatment.
Mit der Ureteroskopie ist die endoskopische Möglichkeit zur Diagnostik von Tumoren des oberen Harntraktes als auch die Therapie von Uretersteinen erweitert worden. Sie tritt damit in Konkurrenz zur Schiingenextraktion, Ureterolithotomie und der extracorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL).
Eine Veränderung des Erythropoietin-Serumspiegels konnte bei urologischen Krankheitsbildern wie dem Nierenzellcarcinom sowie der obstruktiven Nephropathie oder dem renalen Hypertonus, festgestellt werden. Über die Wechselwirkungen zwischen Hormon-produzierendem System der Niere und Stoßwellen liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Das Ziel der vorliegenden Studie war die Erfassung von Veränderung des Erythropoietin-Serumspiegels (EPO) durch die Stoßwellenlithotripsie.
Zur Diagnostik von Tumoren der oberen Harnwege standen bisher radiologische und cytologische Untersuchungsmethoden im Vordergrund. Seit der Entwicklung der Ureterorenoskopie steht ein weiteres diagnostisches Hilfsmittel zur Verfügung.
In begrenzten klinischen Studien wurde gezeigt, daß die Proliferation fortgeschrittener hypernephroider Nierenkarzinome durch verschiedene Verfahren der „biological response modification“ beeinflußt werden kann.
In der heutigen Therapie des Harnleitersteines dominiert eindeutig die ESWL. Bei erfolgloser ESWL oder bei speziellen Indikationen wie große obere Harnleitersteine oder Steine in Projektion auf die Ileosacralfuge kommen die endourologischen Maßnahmen zum Tragen. Die Indikationsbreite für den Einsatz einer Schlinge ist insbesondere wegen der Gefahr der aufsteigenden Infekte nur noch sehr gering. Da selbst bei anatomischen Veränderungen diese häufig durch endourologische Maßnahmen beseitigt werden können, steht die offene Schnittoperation im Rahmen der Therapie des Harnleitersteines an letzter Stelle.
Beim Prostatakarzinom wird heute vor einer radikalen Prostatovesikulektomie eine pelvine Staging-Lymphadenektomie gefordert.
Seminal duct abnormalities occur more often than generally assumed. In most cases, they remain undetected if diagnostic measures are not undertaken because of infertility or recurrent urinary tract infections. An IVP should be performed if aplasia of the vas is detected, since ipsilateral agenesis of the kidney may also be present. In spite of the improved techniques available today, reconstructive surgery on seminal duct abnormalities usually yields poor results.
Die Computertomographie hat in den letzten 6 Jahren eine stürmische Entwicklung erfahren. Mit zunehmender Verbreitung der Geräte wird sie immer häufiger zur Diagnostik angewandt und hat andere Untersuchungsmethoden wie Lymphographie und Angiographie zurückgedrängt.
We report on a case of crossed renal ectopia with fusion and a refluxing single ectopic ureteral orifice in the prostatic urethra in a renal transplant recipient. The diagnosis was made on the basis of a chronic urinary tract infection and a refluxing ectopic ureteral stump. Crossed ectopia with fusion was found intraoperatively. Nephroureterectomy cured the urinary tract infection.
Bekanntlich stellen Spätkomplikationen nach Polytrauma ein großes Problem bei der Rehabilitation der Verletzten dar. Ziel unserer Untersuchung war es festzustellen, welche urologischen Spätfolgen nach einem Polytrauma in welcher Häufigkeit auftreten. Dabei unterschieden wir zwischen Schäden nach primärer Verletzung des Urogenitaltraktes und Komplikationen als Folge der Therapie bei nicht-urologischen Traumata.
Bladder neck suspension as described by Marshall and Marchetti 1949 is the procedure of first choice for vertical descensus of the urinary bladder. Our experiences with this operation between January 1979 and January 1982 are reported on 23 cases. The procedure was successful in 78% although there were previous operations in 14 out of 23 patients. The rate of complications such as wound-infection, urinary tract infection and ostitis pubis was low. There was no mortality. Treatment failures only occurred in obese women, who gained weight considerably in the postoperative period.
Das Metastasierungsverhalten der nicht-semino-matösen Keimzelltumoren (NSKZT) des Hodens ist in die Diskussion über Histiogenese und Wachstumsverhalten dieser malignen Tumoren mit einbezogen. Die Einführung der Tumormarker und die moderne, aggressive Chemotherapie haben dem Problem neue Aktualität verliehen, vor allem auch im Hinblick auf diagnostische und therapeutische Konsequenzen. Aus einer größeren Hodentumorserie von über 200 Fällen standen 63 NSKZT zur Verfügung, von denen gleichzeitig die Operationspräparate einer radikalen retroperitonealen Lymphadenektomie (RLA) und in einzelnen Fällen auch von häma-togenen Lungenmetastasen vorlagen. Primärtumoren und Metastasen wurden ausgedehnt in Schnittstufen und mit Hilfe der Immunperoxy-dasetechnik am Paraffinschnitt [4] immunhisto-logisch zum Nachweis von humanem Chorion-gonadotropin (HC G) und Alpha-Fetoprotein (AFP) untersucht. Es wurden nur solche Fälle berücksichtigt, bei denen Primärtumoren und Metastasen ausgedehnt in Schnittstufen untersucht werden konnten, und bei denen eine zuverlässige Dokumentation über Krankheitsverlauf und Therapie vorlagen.
Die Chemotherapie hat beim metastasierten, nicht-seminomatösen Hodentumor zu einer Änderung des Therapiekonzeptes geführt. Seit Juli 1979 wurden am Tumor Zentrum München 20 Kranke mit fortgeschrittenem Hodenkarzinom nicht mehr primär retroperitoneal lymph-adenektomiert, sondern diesem Eingriff erst im Anschluß an eine zytostatische Behandlung unterworfen.
Das verhornende Plattenepithelkarzinom
Unter besonderen Belastungen wie sie durch Anästhesie und Operation hervorgerufen werden, zeigt der bis dahin im Hinblick auf den Ernährungsstoffwechsel ausgeglichene Organismus eine Summe von Reaktionen, die als sog. Postaggressionssyndrom bekannt sind (Peter [7]). Man versteht darunter eine gesteigerte Fettsäureoxydation, vermehrte Ketogenese, reduzierte Insulinwirksamkeit, verminderte periphere Glukoseutilisation, eine verstärkte Glykolyse und eine gesteigerte Glukoneogenese.