Hintergrund Die Therapie von persistierenden bronchopleuralen Fisteln nach thoraxchirurgischen Eingriffen oder operativer Drainagenanlage ist insbesondere bei Hochrisikopatienten eine Herausforderung. Eine Option stellt die Implantation von intrabronchialen Ventilen dar. Wir berichten über unsere Erfahrungen interdisziplinärer Zusammenarbeit mit dem Einsatz von intrabronchialen Ventilen bei Hochrisikopatienten.
Einleitung Ein solitärer fibröser Tumor (SFT) ist eine seltene Entität. Von den ersten Beschreibungen zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts bis heute lassen sich ca. 900 Fälle in der Literatur summieren. In der Mehrzahl der Fälle zeigt der SFT ein benignes Verhalten, maligne Entartungen werden jedoch in bis zu 10% der Fälle beschrieben. Die Immunphänotypisierung liefert die entscheidenden Kriterien für die Diagnosesicherung. Als kurative Therapie gilt die chirurgische Resektion.
Hintergrund Die Langerhans-Zell-Histiocytose tritt am häufigsten bei Kindern auf, wobei bei diesen meist ein disseminierter Befall innerer Organe diagnostiziert wird. Bei Erwachsenen ist in der Regel nur ein Organ befallen, zumeist die Lunge, wobei jedoch auch andere Organmanifestationen möglich sind, am häufigsten nach der Lunge das Skelett und die Haut. Insgesamt handelt es sich um eine seltene Erkrankung mit einer geschätzten Inzidenz bei Erwachsenen von 10 – 15 pro 1 000 000 pro Jahr, wobei mehr als 75% der Erkrankungen bis zum 30. Lebensjahr auftreten. Wir präsentieren den Fall eines jungen Patienten mit monoostärer Langerhans-Zell-Histiocytose der Rippe.
Hintergrund Die pulmonale Tularämie ist eine im klinischen Alltag selten vorkommende Form einer zumeist sporadisch auftretenden endemischen Zoonose in Ländern der nördlichen Hemisphäre, verursacht durch Francisella tularensis einem hochinfektiösen Erreger. Nicht selten ist die Diagnose ein Zufallsbefund im Rahmen der Abklärung eines möglichen malignen Geschehens.
Eine Lymphangioleiomyomatose (LAM) ist eine seltene Lungenerkrankung, die fast ausschließlich junge Frauen betrifft. Noch seltener sind Fälle, in denen ältere, postmenopausale Frauen betroffen sind. In diesen Fällen handelt es sich dann zumeist um einen Zufallsbefund.
Ein primär pulmonales Non-Hodgkin-Lymphom der Lunge ist selten und wird häufig fehldiagnostiziert, da die Symptome und klinischen Befunde unspezifisch sind. Die Diagnose wird daher verzögert gestellt und die adäquate Therapie verspätet eingeleitet.
Endobronchiale Metastasen eines Magenkarzinoms sind selten. Zumeist handelt es sich um einen bronchoskopischen Zufallsbefund, der in der weiteren Diagnostik dann zum Nachweis des Primarius führt. Wir berichten über den Fall einer 67-jährigen Patientin bei der eine endobronchiale Metastasierung eines Siegelringzellkarzinoms des Magens nachgewiesen wurde.
Studien, in der die langfristige gesundheitsbezogene Lebensqualität (LQ) von Patienten nach operativer Therapie des Bronchialkarzinoms betrachtet und zwischen anterolateraler Thorakotomie (AT) und videoassistierter Thorakoskopie (VATS) verglichen wird sind selten.
Eine Fremdkörperaspiration im Erwachsenalter während einer Zahnbehandlung ist eine seltene Komplikation und bleibt initial häufig unbemerkt. Allerdings können in Folge ernsthafte Komplikationen auftreten. Wir berichten über den Fall einer 58-jährigen Patientin mit Bronchopneumonie bei der in der Bildgebung ein metalldichter Fremdkörper im rechten Lungenunterlappen aufgefallen war.
Bei Patienten mit Lungenrundherden und Malignomen in der Anamnese besteht die Verdachtsdiagnose einer Metastase und der Primärtumor wird entsprechend stadiert.
In den letzten Jahren ist die Anzahl an video-assistierten Lobektomien (VATS-Lobektomien) zur Behandlung des Bronchialkarzinoms deutlich gestiegen. Verletzungen intestinaler Organe sind seltene Komplikationen von VATS-Lobektomien. Wir berichten über eine 69-jährige Patientin die nach einer VATS-Lobektomie des linken Lungenoberlappens ein asymptomatisches Milzhämatom entwickelt hat.
Hintergrund: Bronchogene Cysten sind seltene, gutartige, angeborene Fehlbildungen. Im Erwachsenenalter werden bronchogene Cysten häufig zufällig oder nach Komplikationen, wie z.B. nach Infektionen, diagnostiziert. Die operative Resektion der Cyste ist die Therapie der Wahl. Eine Bronchusfistel ist eine mögliche Komplikation nach Cystenresektion. Kann diese auch sicher konservativ behandelt werden?
Hintergrund: Post-Thorakotomieschmerzen gehören zu den stärksten postoperativen Schmerzen. Goldstandard der Schmerzbehandlung nach Thorakotomie ist die thorakale epidurale Analgesie, die jedoch nicht für jeden Patienten geeignet ist. In diesen Fällen könnte die kontinuierliche Infusion eines Lokalanästhetikums über einen extrapleural platzierten Katheter eine adäquate Alternative sein. Wir haben daher prospektiv die therapeutische Effektivität einer Lokalanästhesie über einen extrapleural platzierten Katheter mit zwei etablierten Schmerztherapien verglichen.
Hintergrund: Das Good Syndrom ist eine seltene Erkrankung und stellt eine diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Die Diagnose wird oftmals verspätet gestellt und die Therapie ist symptomatisch.
Fallbericht: Wir sahen einen 77-jährigen Patienten mit multiplen pulmonalen Raumforderungen, Gewichtsabnahme, Hämoptysen und Belastungsdyspnoe. Der Patient wurde drei Monate zuvor wegen Fieber, Husten und putridem Auswurf in einem auswärtigen Krankenhaus behandelt. Als Vorerkrankungen waren bei dem Patienten eine arterielle Hypertonie, eine koronare Herzerkrankung und ein Pyoderma gangraenosum mit kutaner Beteiligung, unter lokaler Therapie derzeit ohne manifeste Aktivität, bekannt. In der Röntgenuntersuchung des Thorax zeigte sich eine pneumonische Infiltration im Mittellappen, so dass bei gleichzeitig erhöhten Entzündungsparametern eine antibiotische Therapie eingeleitet wurde. In einer Thorax-CT Untersuchung waren multiple Raumforderungen, vorwiegend pleuranah, nachweisbar. In einer PET-CT Untersuchung ließen sich keine malignomtypischen Glucosespeicherungen darstellen. Zytologisch fand sich kein Hinweis für Malignität. Bei unverändertem Befund im Kontroll-CT wurde uns der Patient zur weiteren Abklärung der Lungenrundherde zugewiesen. Die umfangreichen konservativen Untersuchungen einschließlich Bronchoskopie mit peripherer Zangenbiopsie konnten die Veränderungen nicht einordnen. Damit bestand die Indikation zur Durchführung einer videoassistierten Thorakoskopie mit Lungenkeilresektion. Die histologische Begutachtung zeigte eine pulmonale Beteiligung des bereits bekannten Pyoderma gangraenosum. Wir begannen eine systemische Kortikosteroidtherapie. Im Verlauf konnte eine deutliche klinische Besserung beobachtet werden. Die radiologischen Verlaufskontrollen zeigten ebenfalls eine deutliche Abnahme der vorbeschriebenen Raumforderungen. Beim Pyoderma gangraenosum handelt es sich um eine pustulo-ulceröse Dermatitis ungeklärter Genese mit unterschiedlichem Verlauf. Nonkutane Manifestationen, zum Beispiel im Bereich der Lunge, stellen Raritäten dar.