Die deutsche Mannschaft bestand aus sechs Schülern (Dominik Duda, Kevin Höllring, Simon Puchert, Bernhard Reinke, David Schmidt und Xianghui Zhong), Prof. Dr. Christian Reiher als stellvertretendem Delegationsleiter und dem Berichterstatter als Delegationsleiter. Vier Mitglieder des Teams haben erfolgreich das von der Deutschen Telekom Stiftung unterstützte Programm „Jugend trainiert Mathematik“ (JuMa) durchlaufen, was zeigt, dass das Programm sehr gut greift.
Die Auswahl und Vorbereitung der deutschen Mannschaft erfolgte nach dem Verfahren der Vorjahre. Insgesamt 136 Schulerinnen und Schuler qualifizierten sich durch die erfolgreiche Teilnahme an der 2. Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik oder an der Deutschland-Olympiade, der 4. Stufe der MathematikOlympiaden, fur die zwei Auswahlklausuren, die Anfang Dezember 2009 geschrieben wurden. Die 16 erfolgreichsten der 107 Klausurteilnehmer bildeten den Kandidatenkreis fur die deutsche Mannschaft. Die Kandidaten nahmen an einwochigen Seminaren in Rostock, drei Wochenenden in Bad Homburg und der traditionellen Abschlusswoche am Mathematischen Forschungsinstitut in Oberwolfach teil, wobei die beiden langeren Kurse unter der Leitung des Berichterstatters standen. Wahrend dieser Zeit wurden insgesamt sieben Klausuren geschrieben, und die sechs besten Kandidaten qualifizierten sich fur die IMO-Mannschaft.
Vom 4.–7. Mai 2008 fand in Dresden die Bundesrunde der 47. Mathematik-Olympiade statt. An ihr nahmen 192 Schulerinnen und Schuler aus allen 16 Bundeslandern teil. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die aus den Jahrgangstufen 8–13 stammen, hatten sich uber drei Stufen qualifiziert. An der ersten Stufe beteiligten sie im Herbst des letzten Jahres bundesweit weit mehr als 200 000 Schulerinnen und Schuler. Uber die regionale Stufe und die Landesrunde fuhrte der Weg der Erfolgreichsten nach Dresden. Die Teilnehmer hatten am Montag und Dienstag ihr Konnen in zwei 41/2-stundigen Klausuren unter Beweis zu stellen und jeweils drei altersgerechte, aber sehr knifflige Probleme zu losen. Die Aufgaben findet man unter www.Mathematik-Olympiaden. de. Nach der Beurteilung der Losungen hat die Jury die Preistrager festgelegt. Insgesamt wurden 13 erste Preise, 27 zweite und 35 dritte Preise vergeben. Die 13 Bundessieger sind:
Die deutsche Mannschaft kam mit 5 Medaillen (1 × Gold, 3 × Silber, 1 × Bronze) sowie dem 15. Platz in der (inoffiziellen) Länderwertung heim. Unser Team bestand aus einer Schülerin und fünf Schülern, s. Tabelle 1, dem Berichterstatter als Delegationsleiter, Prof. Dr. Jürgen Prestin (Lübeck) als stellvertretendem Delegationsleiter sowie Prof. Dr. Dierk Schleicher und Frauke Dammann von der Jacobs University Bremen als Beobachter zur Vorbereitung der 50. IMO 2009 in Bremen. Prof. Prestin wird bei der IMO 2009 Chefkoordinator sein. Deshalb war seine erstmalige Teilnahme an der IMO wichtig, um eigene Erfahrungen zu sammeln.
Die deutsche Mannschaft kam mit vier Goldund zwei Bronzemedaillen und dem 4. Platz in der (inoffiziellen) Länderwertung so erfolgreich wie schon seit 13 Jahren nicht mehr heim. Unser Team bestand aus sechs Schülern, dem Berichterstatter als Delegationsleiter, Christian Reiher (München) als stellvertretendem Delegationsleiter und Hanns-Heinrich Langmann vom IMO-Organisationsbüro Bonn als Beobachter zur Vorbereitung der 50. IMO 2009 in Bremen. Da Dr. Eric Müller (München) kurz vor der IMO einen Unfall erlitt, kam Christian Reiher, der erfolgreichste Teilnehmer in der IMO-Geschichte und vor drei Jahren selbst noch als Schüler dabei, zu seinem ersten Einsatz. Am 12. und 13. 7. wurden vormittags die beiden 41/2stündigen Klausuren geschrieben.
Bei dieser Olympiade wurden 33,0% der möglichen Punkte erreicht. Damit war sie schwer und setzte die Tradition der Jahre 1999 bis 2003 fort. In diesen Jahren lag der Durchschnitt der erreichten Punkte bei 31–33%. Nur im vergangenen Jahr war die IMO etwas leichter, so dass sogar 38,6% der Punkte vergeben werden konnten. Auch wenn der Gesamtdurchschnitt wieder niedriger lag, so waren trotzdem sowohl die Punktgrenze für die Goldmedaillen (35 statt 32) als auch die Anzahl der Teilnehmer mit perfekter Punktzahl von 42 (16 statt 4) deutlich höher. Demnach war diese IMO für die Allerbesten ” etwas leichter“.
Die 40. Internationale Mathematik-Olympiade fand vom 10. -22. Juli in Bukarest statt. Mit 81 teilnehmenden Ländern war diese Olympiade die bisher zweitgrößte. Die Anzahl von 82 Ländern im Jahr 1997 in Argentinien wurde nicht ganz erreicht. Ein neuer R ekord wurde ganz knapp verpasst, da zwei angemeldete Länder nicht anreisten. Die deutsche Mannschaft bestand aus 6 Schülern, dem Berichterstatter als Delegationsleiter und Thorsten Kleinjung (Bann) als stellvertretendem Delegationsleiter.